
Regen-Lotto, Zucker-Frust und echte Einschnitte
Einige meiner Blogger-Freundinnen und Freunde haben so eine Systematik, dass sie die drei wichtigsten Dinge, die ihnen über den Tag so untergekommen sind, in ihren aktuellen Blogpost schreiben. Das ist eigentlich nicht so meine Mimik, aber heute glaube ich doch. Also, worum geht es gerade?
1. Verlässlichkeit der Wetterprognose
Gestern war nach ein paar schönen sonnigen Tagen ein klassischer Aprilwetter-Tag. Regen, Hagel, Graupel und Wind ohne Ende. Gegen 14:00 Uhr erspähte ich bei WetterOnline einen Slot von ein paar Stunden ohne Regen über dem Rheinland. Klar, da musste ich aufs Rad! Ich hatte mir gar nicht so viel vorgenommen, aber bereits nach einer knappen Stunde fing es an zu regnen.
Also, liebe Kinder: WetterOnline hatte gelogen. Na ja, ich will mal nicht zu streng sein. Das ist mir in der letzten Zeit – vielleicht im Laufe des letzten Jahres – immer mal wieder so gegangen. Die Wettervorhersage schafft gerade noch die Großwetterlage. Bei Hochdruck ist das Ganze ziemlich stabil, bei Tiefdrucklagen ist örtlich und zeitlich häufig mit Überraschungen zu rechnen. Ich bin im letzten Jahr oft nass geworden, weil ich keine Regenklamotten dabei hatte und es dann zu schütten anfing.
Aber hey: Es ist nur Wasser! Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass wir Menschen wasserdicht sind (bis auf ein oder zwei Soll-Öffnungen). Hast du das auch schon mal unfreiwillig getestet? 🌧️
2. Der Feind ist weiß
Heute Morgen gab es einen Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger – eigentlich eine kleine Streitschrift vom Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse zum Thema „Deutschland ist krank“. Damit meint er nicht die Wahlergebnisse der AfD. Seine These: Wir geben viel Geld für Gesundheit aus (falsch, sagt er: für Krankheit), aber die Ergebnisse sind mager. Was die Lebenserwartung anbelangt, ist Deutschland ein Absteiger-Land.
Klar, dass mich das als Radfahrer und Müsliesser triggert! Bald wird es einen Abend in Köln mit Froböse und Dr. Hallek(einem bekannten Kölner Mediziner) geben. Da habe ich mir gleich ein Ticket gezogen. Ein Hauptfeind von Froböse: Zucker! Daher die Überschrift zu diesem Abschnitt. Isst du morgens auch brav dein Müsli? 🥣
3. Es wird harte Einschnitte geben
So oder so ähnlich hat sich unser Bundesfinanzminister gestern vor der Bertelsmann Stiftung geäußert. Wobei einerseits nicht klar ist, welcher Härtegrad wirklich gemeint ist und wer „geschnitten“ wird. Andererseits ist auch unklar, ob Herr Klingbeil sich da als Minister oder als Vorsitzender einer sich marginalisierenden Partei geäußert hat (für die, die es nicht wissen: der SPD).
Er hat die Abschaffung des Ehegattensplittings für zukünftige Paare ins Spiel gebracht. Einschnitt-technisch eher… na ja. Ich hätte da ein paar Ideen für wirkliche Einschnitte, direkt an Punkt 2 anschließend: Eine Zuckersteuer wäre gesundheits- und finanztechnisch sicher nicht das Schlechteste. Klar, die Geschäftsaussichten von Coca-Cola sprechen dagegen, aber was soll’s?
Statt die Pendlerpauschale schon wieder zu erhöhen, könnte man sie auch abschaffen – jedenfalls für Autofahrten. Ich verstehe überhaupt nicht, warum ich finanziere, dass Menschen an Hochgehaltsorten arbeiten und dort wohnen, wo es günstig ist. Das soll erst mal reichen, es ist eh abzuwarten, was nach dem Motto „Wenn du denkst, es geht nicht blöder, kommt daher der Markus Söder“ noch dazu gesagt wird.
Im Ernst: Viele aktuelle Einkommenstransfers und Subventionen führen zu Fehlsteuerungen. Da steckt viel Geld drin und vor allem Potenzial für eine Verbesserung der Lebenssituation für viele.
Mein Beitrag dazu? Rad fahren, Müsli essen und solche Blogbeiträge schreiben. Heute bleibt mein Brompton allerdings bis abends eingepackt im Bauch eines Busses – Berichte folgen die Tage!
Was meinst du? Zuckersteuer top oder Flop? Schreib es mir in die Kommentare oder teile den Beitrag! ✌️

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