
Fehmarn bei Nacht – Meine windige Brompton-Odyssee zum Leuchtturm
Gestern also meine Busfahrt in den Urlaub nach Fehmarn. Trotz einiger Staus kamen wir ziemlich pünktlich, aber aufgrund der langen Anreise doch spät an. Schon bei der Überquerung des Fehmarnsunds ahnte ich, was uns erwartet: Die Windsäcke an der Brücke flatterten schnurgerade im starken Westwind.

Erst mal einchecken und Abendessen, aber kaum war im IFA Hotel am Südstrand der letzte Bissen runter, war mir klar: Ich MUSS heute noch Rad fahren. 🚲💨
Meeresluft schnuppern, die Beine bewegen. Erst pellte ich mein Brompton aus dem Transportsack, in dem es die Reise im Busbauch zugebracht hatte. Die anderen zogen das gemütliche Zimmer vor, aber mich hielt nichts mehr. Also: aufklappen, Lichtcheck, und ab in die Brise!
Start: Basisstation Südstrand
Das Abenteuer begann direkt vor der Haustür. Das IFA Hotel (Bild 7) war hell erleuchtet und bot die perfekte Startkulisse. Es ist ein tolles Gefühl, von hier aus die Insel zu erobern – selbst wenn es stockdunkel ist und der Wind ordentlich an den Segeln reißt.

Abstecher in die dunkle Ostsee
Bevor es auf die eigentliche Tour ging, gab es einen Stopp am Südstrand. Der Beton- Steg (Bild 3) führt weit hinaus ins Wasser. In der Dunkelheit wirkt er wie eine Brücke ins Nichts. Hier merkte ich erst richtig, wie die Ostsee heute drauf war: Das Rauschen der Wellen war durch die böigen Westwinde deutlich lauter als sonst. Ein magischer, wenn auch zugiger Moment.

Das Ziel: Leuchtturm Staberhuk & der Wind-Faktor
Mein Ziel für diese Nacht: der südöstlichste Zipfel der Insel, der Leuchtturm Staberhuk. Die Hinfahrt war purer Luxus – den kräftigen Westwind im Rücken, schoss ich fast von alleine über den einsamen Bohlenweg durch die Dünen direkt an der Ostsee entlang.

Das Brompton und ich flogen richtig durch die Nacht!
Und dann stand er da: Der Leuchtturm Staberhuk.

Ein technisches Kunstwerk, das seit Jahrzehnten den Schiffen den Weg weist. Besonders faszinierend: Das Detailfoto der Laterne (Bild 8). Man sieht richtig, wie das Glas das Licht bündelt, während draußen der Wind um das Gehäuse heult.

Rückweg: Kampf gegen die unsichtbare Wand
Nach dem obligatorischen Check am Wegweiser

folgte die Stunde der Wahrheit. Was auf dem Hinweg noch „Rückenwind-Segen“ war, wurde jetzt zur sportlichen Herausforderung. Gegenwind voll ins Gesicht!
Der Rückweg dauerte fast doppelt so lange wie die Hinfahrt. Aber wisst ihr was? Es war keine Qual, sondern pure Lust. Sich den Wind unter dem Hut so richtig um die Ohren pusten zu lassen, den Widerstand in den Pedalen zu spüren – das ist Freiheit pur. Kurz vor dem Hotel gab es dann noch das Siegerfoto am beleuchteten FEHMARN-Schriftzug.

Das Brompton und ich: zerzaust, aber glücklich! 📸🚲
Toller Einstieg auf der Insel, mit aufgrund der Dunkelheit besonderen Einblicken. Ich bin gespannt, wie es radfahrtechnisch hier weiter geht, alles, was ich so gesehen habe, ist sehr vielversprechend.
Tour-Dokumentation: Alles auf einen Blick
Hier sind die Daten meiner windigen Nachtrunde für euch:
- Die Tour auf Komoot: Nächtliche Brompton-Odyssee auf Komoot 🗺️
- März Komoot Collection: Komoot März Collection (#mar26) ❄️
- Schleswig-Holstein Collection: Komoot Collection Schleswig-Holstein (#desh) ⚓️
- Alle Fotos im Album: Google #mar26 Fotoalbum 🖼️
Das war ein windiger Auftakt nach Maß! Morgen schauen wir mal, was die Beine sagen.
Bist du eher Team „Rückenwind-Genießer“ oder „Gegenwind-Kämpfer“? Schreib es mir in die Kommentare! ✌️

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