Take a ride on the wild side

Doppel-Netto & Dänen-Shopping: Mein Zickzack-Tag auf Fehmarn

Fehmarn Museum in Burg auf Fehmarn Seitenansicht

Zickzack über die Insel: Von dänischen Riesen-Gebinden zur Steilküste

Wer hätte gedacht, dass eine Radtour auf Fehmarn zur geschichtlichen Entdeckungsreise zwischen Ost-Netto, West-Netto und dänischen Einkaufsparadiesen wird? Heute ging es für mein treues Bike #GSpot und mich 30,42 Kilometer quer über die Insel – immer der Nase nach und mit einer ordentlichen Portion Neugier im Gepäck.

Das Rätsel der zwei Nettos in Burg

Bevor ich ordentlich in die Pedale trat, stand gemeinsames Shoppen mit meiner Frau Dorothea auf dem Plan. In Burg, dem pulsierenden Herz der Insel mit seinen rund 6.000 Einwohnern, haben wir etwas herrlich Skurriles entdeckt: Es gibt dort zwei Netto-Märkte fast direkt gegenüber.

Ost-Netto Logo und im Hintergrund West-Netto Logo in Burg auf Fehmarn

Das ist kein Versehen, sondern gelebte Geschichte zum Anfassen. Der eine ist ein „Original Ost-Netto“ (erkennbar am gelben Hund im Logo). Diese Kette stammt ursprünglich aus Dänemark, breitete sich aber nach der Wende massiv in Mecklenburg-Vorpommern aus – und brachte eine große Palette von Produkten aus Mitteldeutschland mit, die es dort heute noch gibt.

Ost-Produkte im Ost-Netto in Burg auf Fehmarn

Der andere gegenüber ist der „West-Netto“ (ohne Hund), eine ehemalige Plus-Filiale. Nach der Übernahme durch Edeka wurden viele Plus-Märkte umbenannt, und hier in Burg blieben einfach beide bestehen. Ein faszinierendes Nebeneinander der Discounter-Kulturen! Habt ihr auch zwei Nettos in eurer Stadt? 🛒

Fleggaard: Ein Stück Dänemark auf deutschem Boden

Fleggard Shop Frontansicht

Richtig gestaunt haben wir aber bei Fleggaard. Falls ihr euch fragt, was das ist: Stellt euch vor, ihr geht in einen Supermarkt und seid plötzlich im Ausland. Auf dem Parkplatz sahen wir fast ausschließlich dänische Kennzeichen. Drinnen: Preise in Kronen, dänische Beschriftungen und ein Sortiment, das wir so noch nicht gesehen haben.

Preise in Kronen bei Fleggaard in Burg auf Fehmarn

Fleggaard ist ein dänisches Familienunternehmen, das ein geniales Geschäftsmodell betreibt: den Grenzhandel. Weil Steuern auf Alkohol, Süßigkeiten und Limo in Dänemark extrem hoch sind, kaufen die Dänen hier im „deutschen Exil“ palettenweise ein. Der Clou für unsere Nachbarn: Wer seinen Wohnsitz in Skandinavien nachweist, kann Getränkedosen sogar pfandfrei mitnehmen, solange sie exportiert werden! 🇩🇰

Üppige Produktpalette im Fleggaard Shop in Burg auf Fehmarn mit dänischen Preisen und Riesen-Packungen

Das Sortiment ist eine Wucht: Riesen-Gebinde von dänischer Remoulade, Leverpostej (Leberpastete) und bergeweise Lakritz. Besonders fasziniert hat uns die Pålægschokolade – diese hauchdünnen Schokoladenplättchen, die sich die Dänen aufs Frühstücksbrot legen. Burg ist durch die Nähe zur Fähre in Puttgarden der perfekte Brückenkopf für diesen Shopping-Tourismus. Ein wahres Milliarden-Business im hohen Norden!

Backstein-Idylle und Geschichte

Burg selbst ist ein echtes Schmuckstück mit viel „Handel und Wandel“ über die Jahrhunderte.

Innenstadt von Burg auf Fehmarn mit Stadtmöbeln auf der linken und schönen Häusern auf der echten Seite

Die Innenstadt besticht durch ihre roten Backsteinbauten und das historische Rathaus im neugotischen Stil.

Rathaus von Burg auf Fehmarn, Frontansicht

Ein absolutes Muss ist die St. Nikolai Kirche, die mit ihrem wuchtigen Bauwerk seit dem 13. Jahrhundert Wind und Wetter trotzt.

Nicolaikirche in Burg auf Fehmarn, Seitenansicht

Wer tiefer eintauchen will, dem empfehle ich das Fehmarn-Museum direkt am Kirchplatz – dort wird die Inselgeschichte in einem der ältesten Häuser der Stadt lebendig.

Fehmarn Museum in Burg auf Fehmarn Frontansicht

Den Hafen habe ich heute links liegen gelassen, dazu gab es ja gestern schon Lesestoff.

Küstenzauber am Katharinenhof

Mein eigentliches Ziel war heute die Steilküste bei Katharinenhof. Während das Gut Katharinenhof eher unspektakulär blieb,

Katharinenhof Gebäudekomplex auf Fehmarn

hat mich die Küste selbst begeistert. Trotz ein paar Regentropfen und kühlen Temperaturen war hier ordentlich was los. Der direkte Abbruch zum Meer ist einfach malerisch und war heute die perfekte Belohnung für den kleinen Zickzack-Kurs über die Insel.

Fazit der Tour

Es war eine klassische Urlaubs-Lustfahrt: Weniger Wind als die letzten Tage, weitgehend trocken und vollgepackt mit kleinen Entdeckungen. Fehmarn zeigt sich auch im März von seiner abwechslungsreichen Seite.

Hier findet ihr alle Details zur Tour:

Wie gefällt euch die Kombination aus Kultur und Shopping-Kuriositäten? Habt ihr Fleggaard schon mal von innen gesehen? Schreibt es mir in die Kommentare!

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