Take a ride on the wild side

Pendeln ohne Plastik: 40 km mit Rad und Bahn

Ein Foto meines Fahrrads, das die Unabhängigkeit vom Auto und die Vermeidung von Reifenabrieb symbolisiert.

Warum ich Rad fahre: Weniger Abrieb, mehr Durchblick

Hast du dich schon mal gefragt, was nach der Fahrt von deinem Autoreifen übrig bleibt? Die Antwort landet meist direkt in unserem Abwasser – und zwar als Mikroplastik. Ich habe heute Morgen im Wirtschaftsteil des Kölner Stadtanzeigers eine Entdeckung gemacht, die mich direkt zum Tippen motiviert hat. 🚲


Die Überraschung im Gulli

Im Artikel „Wie Gullys zu Plastikfiltern werden“ (Kölner Stadtanzeiger, 05.05.2026, Seite 9) wird über einen speziellen Filter berichtet, der Mikroplastik fast vollständig aus dem Abwasser fischt. Das Projekt förderte Erstaunliches über die Zusammensetzung unserer Umweltbelastung zutage.

„Wir wollten wissen, was ist das überhaupt, dieses Mikroplastik? Und wie setzt es sich zusammen? Es gab Thesen von zersetzten Plastiktüten, Peeling-Cremes, Plastikgranulat, Zahnpasta. Wir haben das Abwasser analysiert und zu unserer Überraschung festgestellt: Das stimmt alles gar nicht. Das ist vor allem Reifenabrieb.“

— Markus Knefel, Gebrüder Kufferath AG (GKD) im Artikel „Wie Gullys zu Plastikfiltern werden“ im Kölner Stadtanzeiger vom 05.05.2026, Seite 9

So begrüßenswert diese Erfindung auch ist: Sie ist letztlich nur eine Reparatur. Das Mikroplastik ist dann ja schon in der Welt. Die EU plant zwar strengere Grenzwerte für den Reifenabrieb, aber die Wurzel des Problems bleibt unangetastet.

Woher kommt der ganze Kunststoff?

Aktuelle Studien zeigen ein klares Bild: Der größte Teil des primären Mikroplastiks in Deutschland entsteht durch den Straßenverkehr. Neben dem reinen Fahren verursachen besonders Bremsmanöver und Fahrten durch Kreisverkehre massiven Abrieb. Die winzigen Partikel werden durch Regen in die Kanalisation gespült oder verteilen sich über die Luft in Böden und Gewässern.

Die Auswirkungen sind tückisch, da diese Partikel Schadstoffe binden und in die Nahrungskette gelangen können. Trotzdem reden wir lieber über Filter statt über Vermeidung. Niemand spricht davon, das Auto einfach mal stehenzulassen. Schon mal probiert? 😉

Konsequenz statt Klimaanlage

Es ist wie bei den Benzinpreisen: Ich bezweifele, dass teurer Kraftstoff zu weniger Verkehr führt. Solange ich parkende Autos sehe, bei denen der Motor läuft, nur damit die Heizung oder Klimaanlage ballert, sind die Preise wohl noch zu niedrig.

Ich beteilige mich daran nicht mehr. Ich nutze fast ausschließlich die Bahn und das Rad. Aktuell habe ich viele Fahrten vor mir: Zweimal die Woche pendle ich über eine Distanz von 40 Kilometern.

  • Auto: Etwas über 30 Minuten (ohne Stau).
  • ÖPNV & Rad: Etwa 1,5 Stunden von Tür zu Tür.
  • Nur Rad: Etwas über 2 Stunden.

Mein Weg: #GSpot und die Bahn

Natürlich nehme ich nicht das Auto. Selbst bei Regenprognose ist das für mich keine Option. Mein Brompton schafft die Distanz locker, egal ob auf dem Asphalt oder in der Bahn. Der Reifenabrieb bei meinem Faltrad hält sich zudem in engen Grenzen.

Ich senke so ganz entspannt meinen Kraftstoffverbrauch und vermeide aktiv Mikroplastik. Wer von euch macht mit? 🌧️🚲


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Kommentar

  1. Interessant.

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