Take a ride on the wild side

Fahrradunfall vermeiden: Meine Erfahrung in Köln

Letzte Woche habe ich ja schon einmal über mein Gottvertrauen beim Radfahren geschrieben.

Soooo oft habe ich es noch nicht unbedingt gebraucht, aber einen Tag, bevor ich das geschrieben habe, war es wirklich wichtig. Also, nicht so sehr das Vertrauen, aber die schützende Hand.

Und das begab sich so: Ich war nach Köln unterwegs und befand mich auf dem Rückweg. Ich war gerade über die eingehauste Autobahn gefahren und fuhr auf der Kronstädter Straße in Richtung Westen. Dann wollte ich nach rechts auf die Bistritzer Straße einbiegen, um im weiteren Verlauf links den Fahrradweg stadtauswärts zu nehmen.

Beinahe Unfall Kurve in Köln, Ecke Kronstädter Straße Bistritzer Straße

In der Bistritzer Straße befindet sich auf der von mir aus gesehen gegenüberliegenden Straßenseite kurz vor der Kurve eine Bushaltestelle. Dort hielt ein Bus, den ich auch sah. Der fuhr in dem Moment los, als ich auf die Kurve zufuhr. Aber der war ja auf der anderen Seite. Augenscheinlich eine ganz normale Situation.

Beinahe Unfall Kurve in Köln, Ecke Kronstädter Straße Bistritzer Straße, Bushaltestelle

Wenn da nicht der BMW-SUV gewesen wäre, der DEN BUS ÜBERHOLTE!!! Und mir damit unmittelbar von mir aus gesehen hinter der Kurve auf meiner Spur entgegenkam. Ich sah den erst im Scheitelpunkt der Kurve beim Abbiegen. Stieß einen Schrei aus und machte eine Vollbremsung. Denn mit so einer Situation kann man einfach nicht rechnen, dass einer einen Bus kurz vor einer Kurve überholt.

Beinahe Unfall Kurve in Köln, Ecke Kronstädter Straße Bistritzer Straße

Der Bus wohl auch nicht. Der BMW-Fahrer zuckte nur die Schultern und fuhr weiter, er hatte wohl auch gebremst, sah aber keine Veranlassung, stehen zu bleiben. Ich war erst einmal wie gelähmt und dachte: wenn jetzt einer von uns einen Fehler gemacht hätte, wäre ich Mus. Dass aber keiner der Beteiligten einen Fehler gemacht hat, das liegt wahrscheinlich an der schützenden Hand von dem, dessen Job schützende Hände sind.

Ich schreibe ja normalerweise nicht über so etwas, weil ich nur über die schönen Seiten des Radfahrens schreiben will. Und ich bin auch ziemlich hartgesotten, was solche Situationen angeht, von denen ich schon ziemlich viele erlebt habe auf den mehr als 200.000 Rad-Kilometern, die ich schon hinter mir habe. Aber das war echt krass und knapp.

Also, ich bin dankbar, dass ich das unbeschadet überstanden habe. Und will jetzt natürlich auch nicht klugscheißen und tolle Tipps geben, außer:
PASST AUF EUCH AUF DA DRAUßEN!

Leider hatte ich an dem Tag meine Insta nicht am Lenker, so dass die Bilder hier die Situation nur ohne Autos wiedergeben.

Die Situation seht Ihr auf der Karte noch einmal hier:

Vollbildanzeige

Kommentare

  1. Ups – da haßt du wirklich Glück oder einen Schutzengel gehabt. Oder sogar beides.

    Wie Autofahrer immer wieder auf die Idee kommen können, an uneinsichtiges Kurven zu überholen ist einer der Rätsel, die ich wohl nie lösen werde …

    Ich wünsche dir einen guten Start in deine neue Woche als Rentner.
    Trude

    1. Vielen Dank. Heute Enkeldienst in Langenfeld, total schön!!! Dir auch einen guten Start in die Woche und einen schönen Wochenverlauf.

  2. Hallo, kann der vor Rednerin nur recht geben, ich fahre im Jahr mindestens 4-6 tausend Kilometer und bei uns im Saarland gibt es Gottlob jede Menge Wald, Forstwege und Radwege, aber immer wieder sind Autofahrer dabei wenn du Straßen benutzen musst, die keine Zeit haben, überholen dich und keine 50 Meter weiter fahren sie vor dir in eine Einfahrt!
    Ich wünsche dir weiterhin unfallfreie Radfahrten!

    1. Oh, im Saarland? Haben wir uns darüber schon einmal unterhalten?

  3. Oh da war ganz offenbar eine „Schützende Hand“ am Werke. GOTT SEI DANK!🙏❤️🩵🍀

  4. Ich habe es wieder bei mir angezeigt.

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