
Heute soll es einmal um die elementaren Fragen des Lebens in diesem Blog gehen:
Gibt es Zufälle? Lesen oder nicht lesen? Die Gretchenfrage: Sag, Axel, wie hältst du’s mit der Religion?
Und zu allen drei Fragen hat mich dieses Büchlein geführt – und wie das kam, dazu jetzt mehr.
Das Büchlein hat mir nämlich meine Frau zum Vatertag geschenkt. Mit den Worten:
„Hab ich zufällig im Bücherschrank gefunden.“
Worauf natürlich meine Antwort war:
„Es gibt keine Zufälle.“
Dass ausgerechnet zum Vatertag ein Buch über Gott und das Radfahren im Bücherschrank steht und ausgerechnet von einer Frau entdeckt wird, deren Mann einen Radfahr-Fimmel hat – was soll daran Zufall sein? Dahinter steht eine Kette von Ereignissen und Vorbestimmungen, die wir zwar nicht kennen und nicht wissenschaftlich nachweisen können, die aber natürlich zu dem Ergebnis führen musste: Ich bekam dieses Büchlein geschenkt.
Was aber nun damit tun?
Ich bin ja ein bekennender Nicht-Leser. Tatsächlich weiß ich gar nicht, wann ich mein letztes Buch gelesen habe. Das muss schon Ewigkeiten her sein.
Klar, durch die Zeitung friemle ich mich jeden Morgen.
Und – auch das muss ich zugeben – seitdem sich meine Blogosphäre ausdehnt, gewinne ich immer mehr Lust am Lesen, denn die Blogs meiner Blogger-Freundinnen und -Freunde sind nun mal wirklich interessant.
Und nun dieses Büchlein, und hier liegt das Geheimnis im „-lein“. Das Buch ist sehr dünn und verspricht mir keine Bindung an ein endloses Lesen. Und ein erster Blick hinein offenbarte: Es ist kein Fließtext von Anfang bis Ende, sondern es sind Episoden ganz unterschiedlicher Art:
- Gedichte
- kurze Streiflichter
- Zitate
- Kurzgeschichten
Ich hab angefangen, darin zu lesen – kaum zu glauben –, und ich bin schon bis in die Mitte gekommen.
Das erste Mal im Medium „Buch“ seit langer Zeit.
Eine neue und schöne Erfahrung für mich.
Der Untertitel „Frische Gedanken für Fahrradfreunde“ ist also mehr als berechtigt.
Womit ich zur dritten Frage käme:
Das Buch heißt nun mal „Gott schenke dir Rückenwind“, und alle Beiträge haben einen Bezug zum lieben Gott oder zur (christlichen) Religion.
Gefällt mir das?
Ja klar, denn irgendwie fährt der liebe Gott ja nun doch immer mit auf meinen Kilometern. Jedenfalls habe ich das – bislang aber ziemlich unreflektierte und unausgesprochene – Zutrauen, dass das so ist.
Das Büchlein hat mich dazu gebracht, das nun doch einmal zu reflektieren und auszusprechen:
Klar fährt der liebe Gott mit, und bisher hat er es gut mit mir und meinem Radfahren gemeint.
Nicht nur, dass er mir wunderbare Eindrücke und Erlebnisse auf dem Rad beschert hat.
Er hat mich auch vor schweren Verletzungen und bleibenden Einschränkungen bei all den Stürzen, die ich schon hatte, geschützt.
Da mag auch der Heilige Christophorus eine Rolle spielen, der auch in dem Büchlein zu seinem Recht und einem Beitrag kommt.
Und der auch auf einem meiner Räder als Plakette mitfährt, die mir ebenfalls meine Frau vor langer Zeit einmal geschenkt hat.
Und so wisst ihr jetzt auch, wie ich es mit der Religion halte.
Was so ein Büchlein ausrichtet.
Und das soll Zufall sein?
Niemals!

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