Take a ride on the wild side

📡 🚌 Liveticker-Nachschlag: Im Nachtbus Richtung Heimat – Gechilltes Finale nach 680 Kilometern

Nachdem gestern der finale Vorhang fĂĽr den Sternfahrt-Ticker gefallen war, hieĂź es fĂĽr mich: Abschied nehmen von Berlin und ab auf die RĂĽckreise! Mein Plan fĂĽr die Heimat-Rundreise: Mit dem Flixbus vom ZOB Berlin ĂĽber Nacht nach Leverkusen Mitte und von dort die letzten Kilometer mit dem Rad weiter zu meinem Enkel nach Langenfeld.

Da der ZOB im Berliner Westen liegt, schwang ich mich am Abend vom „Lebensart“ aus noch ein letztes Mal in den Sattel und kurbelte die knapp acht Kilometer gemütlich rüber zum Busbahnhof. Als die Orientierung saß und das Terminal gefunden war, drehte ich noch eine kleine Ehrenrunde auf der Bismarckstraße. Zum Glück! Dabei stolperte ich über eine herrlich urige, ur-italienische Pizzeria. Maximal sympathisch: An der Wand hing stilecht ein Fahrrad.

Dort verbrachte ich anderthalb tiefenentspannte Stunden bei gutem Essen, bevor es zurück zum Flixbus-Terminal ging. Das ist dort übrigens ein echtes Terminal mit riesigem Warteraum – und das alles im „Schatten“ des beeindruckenden rbb-Gebäudes.

Ein Anblick, der mich direkt ein wenig an meinen früheren Arbeitgeber und meinen heutigen „Ruhestand“ erinnerte.

Komfort-Upgrade im Europa-Express

Ein bisschen Nervosität kam am ZOB dann doch auf, weil einige Busse heftige Verspätungen anzeigten. Aber mein fahrbarer Untersatz war pünktlich! Der Bus hatte schon eine halbe Europa-Reise hinter sich:

Er kam ursprünglich aus Polen, war über Warschau und Posen gerollt und hatte als Endziel Luxemburg auf der Anzeige. Köln scheinen die Flixbusse aktuell eher zu meiden, stattdessen steuern sie Leverkusen Mitte und den Flughafen Köln/Bonn an.

Da ich Leverkusen von meinen Bahnfahrten zum Enkel-Dienst bestens kenne, war das fĂĽr mich der absolute Jackpot.

Für die Nacht hatte ich mir ein fettes Komfort-Upgrade gegönnt und direkt zwei nebeneinanderliegende Plätze gebucht. Ja, das kostet etwas mehr, aber ich kann es jedem nur dringend ans Herz legen! Kein Wildfremder, der sich an einen herankuschelt, und genug Platz, um sich mal auszustrecken. So konnte ich nachts tatsächlich ein paar Stunden schlafen.

Das #GSpot geht auf Tauchstation

Und das Rad? Für mein #GSpot hatte ich vorab „Spezialgepäck“ gebucht. Um das Ganze kompakt zu halten, habe ich meine Ortlieb-Tasche kurzerhand direkt am Rad befestigt, sodass es als ein einziges Gepäckstück durchging.

Das klappte absolut problemlos: Das Rad verschwand ruckzuck und ohne Diskussionen im riesigen Bauch des Busses.

Die Fahrt selbst war ein munteres Bundesland-Hopping im Halbschlaf: Über Magdeburg, Hannover, Münster und Bochum rollten wir westwärts. An Tiefschlaf am Stück war zwar nicht zu denken – schließlich wird an jeder Station das Festbeleuchtungs-Licht im Bus angeknipst, untermalt von einer lautstarken Durchsage –, aber zwischen den Stopps war reichlich Ruhe. Der Bus war in Berlin rappelvoll, unterwegs stiegen mehr Leute aus als ein, so dass es immer leerer wurde, aber immer noch sind viele Plätze besetzt.

Endspurt nach Langenfeld: Es läuft!

Fazit zur Nachtfahrt: Das Modell Flixbus hat für mich super funktioniert. Ich konnte den Tag und diese absolut wundervolle Woche in Berlin maximal gechillt ausklingen lassen. Jetzt rollen wir gerade absolut pünktlich auf Leverkusen Mitte zu. Ich komme entspannt und ausgeruht bei der Familie an. Und das Beste: Im Berliner Terminal habe ich gestern Abend noch clever ein Schokobrötchen als eiserne Reserve gebunkert. Der Magen ist also voll, die Beine sind bereit für die kurzen Restkilometer auf dem Rad nach Langenfeld.

Der Bus ist so gut ausgestattet, dass ich auch noch Blog schreiben kann! Was will man mehr!

Es läuft einfach! Wir lesen uns demnächst mit den uMap-Routen im großen Tour-Rückblick! 🚌🍫🚴‍♂️ Enkel-Dienst, ich komme!

Kommentare

  1. Alles gut ĂĽberstanden und interessant darĂĽber berichtet. BRAVO!

  2. 👍

  3. So ein schöner Reisebericht! Ich habe direkt Lust bekommen, wieder jung und fit zu sein.

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