Take a ride on the wild side

Mit dem Brompton in die Einflugschneise: Mein heißer Spotting-Trip

Die Heckansicht eines Eurofighter Kampfjets im tiefen Sinkflug direkt über den Spitzen von grünen Laubbäumen.

Donnernde Triebwerke im Revier: Plane Spotting mit dem Faltrad ✈️🔥

Gestern packte mich plötzlich die spontane Lust, mal wieder etwas Plane Spotting zu betreiben. Bei uns im Revier haben wir dafür ja eine absolut geniale Gelegenheit quasi direkt vor der Haustür: den Fliegerhorst Nörvenich. Der traditionsreiche Militärflugplatz der Luftwaffe ist ein strategischer Dreh- und Angelpunkt für die Luftverteidigung.

Dort ist das Taktische Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ stationiert. Wer die Geschichte kennt, weiß: Früher donnerten hier Waffensysteme wie der legendäre Starfighter oder der Tornado durch die Wolken. Heute ist das Geschwader die Heimat des Eurofighters. Diese hochmodernen Mehrzweckkampfflugzeuge sind das absolute Rückgrat unserer Jagdflotte.

Mein letzter gezielter Spotting-Ausflug liegt schon ein ganzes Weilchen zurück.

Aber als gestern ein Eurofighter – vielleicht waren es auch zwei – mit ohrenbetäubendem Sound über mich hinwegrauschte, war es um mich geschehen. Das Jagdfieber war wieder geweckt!

Hitzeschlacht in der Einflugschneise ☀️🧭

Also schwang ich mich auf mein Brompton G Line, mein treues #GSpot, und nahm Kurs auf das Dreieck zwischen Kerpen-Stadt, Gymnich und Wissersheim. Und was soll ich sagen? Ein paar richtig coole Schnappschüsse von den Jets und der Einflugschneise sind mir tatsächlich geglückt!

Allerdings musste ich die Fotos „unterwegs“ in der Nähe des Fliegerhorstes schießen. Direkt an der Landebahn habe ich das Timing leider knapp verpasst. Das Problem: Wegen der extremen Juni-Hitze und der unbarmherzigen Sonneneinstrahlung war ewiges Warten im Freien keine Option. 

Eine Reihe von grauen Masten der Anflugbefeuerung steht am Rand eines goldenen, reifen Getreidefeldes unter blauem Sommerhimmel.

Da heute auch keine anderen Spotter vor Ort waren, die ich nach den genauen Landezeiten hätte fragen können, hieß es: flexibel bleiben und im Rollen fotografieren. Sogar das (zugegeben etwas wackelige) Bild eines startenden Hubschraubers ist mir so gelungen.

Ein olivgrüner Militärhubschrauber fliegt in einiger Distanz über einer dichten, grünen Hecke im Sommer.

Ich bin absolut zufrieden! 🚁

Wo sind die Tornados hin? 🗺️🧐

Wer sich fragt, warum keine Tornados zu sehen waren: Das ist eine sehr frische Geschichte. Seit Juni 2022 waren zusätzlich 25 Tornados des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 aus Büchel in Nörvenich stationiert – wegen einer umfangreichen Sanierung der Start- und Landebahn in der Eifel. Vier Jahre hat es gedauert: Erst Mitte Juni 2026 sind die ersten beiden Maschinen wieder auf ihrem Heimatfliegerhorst in Büchel gelandet. Die restlichen 22 Tornados sollen im Laufe der nächsten Wochen folgen, so dass mit dem Regelflugbetrieb in Büchel im Juli begonnen werden kann. Timing war also perfekt – ich bin genau dann zum Spotten gefahren, als die Tornados gerade ausziehen. Hätte ich ein paar Wochen früher Gas gegeben, wäre der Himmel voller gewesen.

Nach der Fotopause ging es für mich noch auf ein paar Kilometer über meine schattige Hausstrecke. Schließlich muss ich mich weiter an das extrem heiße, sonnige Wetter gewöhnen. Unter diesen tropischen Umständen war das eine rundum gelungene und spannende Fahrt!

Ward ihr schon mal in Nörvenich am Zaun? Welche Flieger habt ihr erwischt?

Euer Axel! 🚲💨

Kommentare

  1. Meine Geburt erfolgte in der Einflugschneide des Tempelhofer Flughafens – zur Zeit der Luftbrücke. Mein erster Schrei wurde vermutlich vom Donnern der Flugzeugmotoren übertönt. Meine Liebe zu Flughäfen ist ungebrochen. Seltsam, dass es mir nie in den Sinn kam, unter die Plane Spotter zu gehen.

    1. Es ist ja noch nicht zu spät…..

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