
Willkommen im Venedig Westfalens: Hallo Lippstadt! 🌊🌾🚲
Nach etwas über 90 Kilometern im Sattel und rund 7 Stunden „Elapsed Time“ (also der gesamten verstrichenen Zeit inklusive wohlverdienter Pausen) bin ich von Hagen aus vorhin erfolgreich in Lippstadt angekommen!
Mein Quartier für heute, das B&B Hotel, ist bereits bezogen. Den detaillierten Bericht über die heutige Fahrt selbst, die anfänglichen Höhenmeter des Sauerland-Ausläufers und die anschließende, wunderbar flache Tieflandstrecke liefere ich euch wie gewohnt morgen früh. Aber die Ankunft hier ist der perfekte Anlass, um direkt heute noch innezuhalten und diese absolut faszinierende Stadt und ihre Umgebung gebührend vorzustellen. Lippstadt hat mich nämlich sofort in seinen Bann gezogen!
Wasserwege, wohin man schaut: Das Venedig Westfalens 🌊🛶
Lippstadt ist die älteste Gründungsstadt Westfalens – aber viel prägender für uns Radfahrer:innen ist das allgegenwärtige Wasser. Die Stadt wird völlig zu Recht auch als „Das Venedig Westfalens“ bezeichnet. Namensgeber ist die Lippe, mit ihren rund 220 Kilometern der längste Fluss in Nordrhein-Westfalen.
Das Besondere an Lippstadt: Der Fluss fließt hier nicht einfach nur starr an den Häusern vorbei. Er verzweigt sich im Stadtgebiet in ein weitverzweigtes System aus Flussarmen, historischen Kanälen und idyllischen Wasserläufen. Wenn man hier über die kleinen Brücken rollt, blickt man direkt auf wunderschöne, grüne Uferpromenaden, historische Fachwerkhäuser und alte Wehranlagen. Mittendrin liegt das „Grüne Eck“, ein herrlicher Park, in dem die Wasserarme die historische Altstadt umschließen. Für Radfahrende ist das ein absoluter Traum, denn das beruhigende Plätschern des Wassers begleitet einen fast auf Schritt und Tritt.
Die Gegend: Flachland-Eldorado und das Tor zum Münsterland 🚲🌾
Wer die ersten 20 Kilometer hinter Hagen hinter sich gelassen hat, merkt schnell, wie sich die Topographie komplett verändert. Lippstadt liegt eingebettet in die fahrradfreundliche Lippeniederung. Südlich grenzt die Hellwegbörde an, nördlich öffnet sich bereits das flache Münsterland.
Was bedeutet das für uns im Sattel? Asphaltierte Wirtschaftswege, so weit das Auge reicht, kaum noch nennenswerte Steigungen und eine weite, offene Kulturlandschaft. Die Region ist ein echtes Mecca für Genussradler:innen. Kein Wunder, dass hier mit der „Römer-Lippe-Route“ einer der bekanntesten Fernradwege des Landes direkt am Fluss entlangführt. Man spürt einfach an jeder Ecke, dass das Fahrrad hier im Alltag und Tourismus fest dazugehört.
Ankommen und Durchatmen im fahrradfreundlichen B&B 🏨🛌
Nach den warmen Kilometern des Tages tat das unkomplizierte Einchecken im B&B Hotel richtig gut. Das Hotel ist modern, liegt strategisch günstig und bietet genau den Komfort, den man nach sieben Stunden auf Achse braucht, um die Beine hochzulegen.
Heute Abend werde ich die historische Altstadt noch ein wenig zu Fuß erkunden, die Kanäle auf mich wirken lassen und die Kohlenhydratspeicher für morgen füllen. Morgen früh gibt es dann den vollen Streckenbericht der heutigen Fahrt – und dann breche ich auch schon wieder auf.
Euer Axel! 🖐️⚙️

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