
Kreise schließen sich: Gleisarbeiten, Entgleisung und die Sehnsucht nach meiner Pendler-Routine 🚆🚲
Heute schließen sich gleich mehrere Kreise: Die Woche begann bei mir mit dem Bahnfahren – und sie endet nun auch mit der Bahn. Allerdings nicht im Zug sitzend, sondern schreibend am Schreibtisch. Dieser Bericht ist zugleich der letzte Rückblick auf meine ersten Radtouren nach der Rückkehr aus meinem Urlaub in Bad Doberan.
Augenschein auf dem Bahnradweg 🛠️🚲

Die Fahrt führte mich auf dem bekannten Bahnradweg von Sindorf in Richtung Buir. Kurz hinter Geilrath fielen mir direkt mehrere Baufahrzeuge auf den Gleisen des Regionalverkehrs ins Auge. Die Bahnstrecke zwischen Kerpen-Horrem und Düren ist schließlich schon seit Ende Juni gesperrt, weil dort die Gleisanlagen aufwendig repariert und saniert werden. Die Baumaßnahmen sind fast überall entlang der Trasse sichtbar – über die Situation direkt am Horremer Bahnhof hatte ich ja neulich schon einmal kurz berichtet.




Ich gebe offen zu: Ich leide ein wenig unter diesen Bauarbeiten! Mein absoluter Lieblingszug für den Enkeldienst in Langenfeld ist nämlich der National Express RE1. Normalerweise steige ich entspannt in Horrem ein und fahre direkt bis Leverkusen-Mitte durch. Das letzte Teilstück von Leverkusen-Mitte bis nach Langenfeld – entspannte 12 Kilometer – fahre ich dann bekanntlich mit dem Rad. Wegen der Sperrung startet der RE1 derzeit allerdings erst ab Köln Hauptbahnhof. Mein gewohnter Direktanschluss ist damit kaskadiert, was mir zuletzt ja den ein oder anderen Umsteige-Marathon beschert hat.
Sechs Tage Nachspiel: Der entgleiste Bauzug 📰⚠️
Umso mehr hatte ich mich darauf gefreut, dass die Strecke nach Wochen der Einschränkung – die Arbeiten laufen ja bereits seit dem 26. Juni 2026 – endlich wieder freigegeben wird. Doch am gestrigen Samstag brachte der Lokalteil des Kölner Stadtanzeigers die Ernüchterung: Die Sperrung verlängert sich um etwa eine Woche!
Der Grund ist brisant: In der Nacht zum Freitag ist auf der Strecke bei Kerpen-Horrem ein Bauzug entgleist. Durch den Unfall wurden die Weichen so schwer beschädigt, dass sie nun komplett erneuert werden müssen (meine Bilder haben natürlich keinen Bezug zu diesem Unfall). Die Sperrung dauert dadurch vermutlich bis zum kommenden Donnerstag – sechs Tage länger als ursprünglich geplant.
Betreffen wird mich diese Verlängerung voraussichtlich nicht direkt, da ich bis Donnerstag keine weitere Fahrt zu meinem Enkelchen geplant habe. Und man muss das Ganze natürlich realistisch einordnen: Solange kein Personenschaden aufgetreten ist, ist es tausendmal besser, dass ein Arbeitszug bei Schrittgeschwindigkeit entgleist ist, als später möglicherweise ein vollbesetzter Personenzug im Regelbetrieb.
Geduld bis zur übernächsten Woche ⏳🚉
Für alle Pendler:innen bedeutet das weiterhin: Der RE1 und auch der RE9 vorerst weiterhin nur bis und ab Köln Hauptbahnhof. Es gibt diverse Schienenersatzverkehre, während die S-Bahn S19 in Richtung Düren glücklicherweise ohne Einschränkungen durchrollt. Wer genaue Details zu den Ersatzfahrplänen sucht, findet alle aktuellen Infos direkt auf zuginfo.nrw.
Ich blicke jetzt einfach optimistisch nach vorn: Ab der übernächsten Woche soll der RE1 wieder gewohnt ab Horrem rollen. Dann kann ich meine geliebten Routinen endlich wieder in Gang setzen – mit dem Brompton im Zug und den letzten Kilometern im Sattel!
Euer Axel! 🖐️⚙️

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