corona #nCoV19 – Der Tag danach

Da war dann doch gestern das große Pow Wow der Kanzlerin und der Stammeshäuptlinge zu möglichen Lockerungen in der Corona Krise. Herausgekommen ist das. Also nicht so viel. Fahrradhändler dürfen wieder öffnen, immerhin. Autohändler leider auch. Blöd.

Die Kontaktsperre bleibt und damit auch die Einschränkung, mit maximal einer weiteren Person draußen zu sein.

Das wird erst mal weiter nicht gehen. Geführte Touren werden wohl erst mal weiter nicht stattfinden können.

Massenveranstaltungen wird es bis Ende August nicht geben dürfen.

Aber: fragen wir uns nicht zu oft, was nicht geht. Lasst uns doch mal schauen, was geht.

Wir können zum Beispiel zu zweit Rad fahren. Natürlich mit Abstand, unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien, ja. Aber wir können es tun.

Wir können so viel heute virtuell machen. An sich brauchen wir keine Veranstaltungen abzusagen, sondern wir können versuchen, sie ins Netz zu verlegen und miteinander zu sprechen, uns vielleicht sogar zu sehen.

Wir können einfach das Unsere tun.

Ich habe mir vorgenommen, möglichst nichts ausfallen zu lassen. Keine Sitzung der Sternfahrt Gruppe Köln, keine Sitzung der ADFC Gliederungen im Rhein-Erft-Kreis. Alles wird gemacht, per Telekonferenz.

Ich werde die Sternfahrt Düsseldorf fahren, vielleicht den WHEW, Rund um Köln, die Sternfahrt Köln, die MSR 300, das Race24. Ok, fällt natürlich alles offiziell aus, aber nicht für mich, ich fahre das alles natürlich nicht in echt und natürlich alleine, vielleicht auch zu zweit.

Ist doch alles viel zu wichtig.

Gestern traf ich ein befreundetes Paar, das ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Sie gingen spazieren. Wir erzählten und die beiden sagten mir, dass sie die Situation gerade so empfinden, dass man sich einmal besinnen kann, erkennen kann, was das Wesentliche ist, dass sie ihr Leben reduzieren und entschleunigen.

Meine Gedanken dazu: brachen wir hierfür denn einen Virus und staatliche Zwangsmaßnahmen? Also, ich ehrlich gesagt, nicht. Ich habe meine Mobilität und Ernährung in den letzten Jahren ganz ohne Druck von außen umgestellt, einfach aus Lust daran. Ich hab dann aber gar nicht so viel Lust auf Reduzierung und Entschleunigung. Denn all das, was ich mir vorgenommen hatte, ist doch eigentlich nicht nur für mich viel zu wichtig, als dass ich es einfach nicht machen würde.

Also: Lasst uns die Dinge tun. Lasst uns vor allen Dingen Rad fahren und mit denen in Kontakt bleiben, mit denen wir die ganze Zeit Rad gefahren sind oder über Radfahren diskutiert und gefachsimpelt haben. Lasst uns das wunderschöne Wetter nutzen und das tun, was uns und durch uns für andere wichtig ist.

Natürlich mit Abstand, natürlich mit Sicherheitsvorkehrungen, natürlich so, dass der Virus eingedämmt wird und nicht weiter voran schreitet. Aber lasst uns nicht nichts tun!

Der Farbklecks heute. Fahrt in der Abenddämmerung auf meiner Hausrunde. Geht. Wunderschön.

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