Take a ride on the wild side

Intermodal

Eine Reise nach Berlin stand an, zur Bundeshauptversammlung des ADFC. Natürlich sollte die intermodal erfolgen. Also nahm ich mein Dahon Faltrad aus der Garage, baute sicherheitshalber noch mal Licht und eine Handyhalterung an, packte eine Tasche für die spätere Verpackung des Rades im Zug drauf, stopfte alles, was ich für die zwei Tage brauchte in meinen neuen Rucksack, der eigentlich eine Fahrradtasche ist und los ging es. Mit dem Rad zum Bahnhof Horrem, sicherheitshaber einen Zug früher, mit der S-Bahn nach Köln, Bahnsteigwechsel und dann auf dem ICE Bahnsteig das Dahon in die Tasche. Funktioniert prima.

Leider kann der Zug mit der falschen Wagenreihung, so das ich etwas Weg mit dem Rad in der Tasche zurück legen musste. Erst im Zug, aber dann wurde mit das zu mühsam. Also kurz noch mal raus und auf dem Bahnsteig ein paar Meter zurück gelegt. Alles ich dann im richtigen Abteil war, ging alles ganz einfach. Genug Platz für das Rad und mein eigener war ja reserviert.

Die Fahrt verlief gut und wir kamen fast pünktlich in Berlin an, etwas über sechs Stunden nach Verlassen des Hauses. Das ist eine Fahrzeit, die voll ok ist. Ich hatte mir schon zu Hause eine Route von Hauptbahnhof in Berlin zum Hotel in Dahlem heraus gesucht und bei Komoot gespeichert, genau 11 Kilometer. Die fuhr ich dann.

Immer wieder spannend ist die Fahrt durchs Regierungsviertel und vorbei am Reichstag. Vor dem Bundeskanzleramt protestierten etwa zehn Menschen mit israelischen Flaggen. Ich hielt kurz an, machte ein Foto und wünschte Ihnen viel Glück und Erfolg. Dann ging es weiter über, wie ich finde, ganz ordentliche Radinfrastruktur immer nach Süden, bis ich das Seminaris Hotel in Dahlem erreichte.

Als ich eingecheckt und mich im Zimmer eingerichtet hatte, fuhr ich noch mal los, um mir ein paar Getränke zu kaufen. Ich hatte mir, dieses Mal auf Google Maps, ein paar Einkaufszentren in der Nähe ausgesucht, die allerdings schon in Steglitz liegen, etwa zweieinhalb Kilometer entfernt von hier. Das Gebiet erwies sich als eine Art Stadtteilzentrum, denn es gab mehrere Einkaufszentren und eine ziemlich ordentliche Einkaufsstraße. Auf dieser Straße waren breite, grün angestrichene Schutzstreifen, die mir aber ein hohes Maß an Sicherheit. vermittelten.

Ich habe die Fahrt durch Berlin genossen. Die Straßen sind weit und die Häuser an ihnen entlang schmuck. Es ist überall zu spüren, dass man durch die Hauptstadt fährt. Mit dem Rad sind die Eindrücke stark.

Ich liebe es.

Und die Intermodal Fahrt hat auch prima funktioniert. Das Dahon ist genügt sein und macht alles klaglos mit. Ich hatte in allen Zügen genug Platz. In der Tasche hat sich auch niemand um das Rad geschert. Und letztendlich waren auch alle Züge pünktlich. Ich hoffe, dass das am Sonntag bei der Rückreise auch so ist, damit ich noch zu einer einigermaßen christlichen Zeit nach Hause komme.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Warum ich Rad fahre

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen