
Die Landschaften hier verändern sich. Das hat etwas damit zu tun, dass die Gegend, in der ich lebe, geprägt ist vom Abbau und der Verwertung der Braunkohle. Während das in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass Bestehendes ab- und neugebaut werden musste, darunter ganze Dörfer oder auch, wie auf dem Bild oben, die Autobahn A4, neigt sich nun die Nutzung der Braunkohle dem Ende zu und neue Verwendungen für die betroffenen Flächen oder Orte müssen gefunden oder auch erst noch erfunden werden.
Auf dem Bild geht der Blick in Richtung Westen. Die Decke der ehemaligen A4 ist entfernt und die übrig gebliebene Trasse sieht so aus, als würde sie in den Tagebau führen. Rechts hinten kann man einen Bagger oder Absetzer sehen, der sich im Tagebau Hambach befindet. Dort wird irgendwann einmal der zweitgrößte See (was die Wassermenge anbelangt) in Deutschland entstehen.
Der Tagebau Hambach sollte einmal die Trasse der A4 “in Anspruch nehmen”, wie das so schön heißt, d.h. abbaggern. So wird es nicht kommen. Die Verlegung der A4, die unsere Gegend stark verändert hat, war nicht notwendig. Morschenich, das jetzt Bürgewald heißt, wird nicht abgebaggert, Alt-Manheim auch nicht, Letzteres wird aber wohl, bis auf die Kirche, dem Erdboden gleich gemacht.
Mit dem Rad kann man sich das alles erschließen. Ich bin im Revier schon so oft unterwegs gewesen, dass ich auch kleine Veränderungen registriere. Ich erlebe die Veränderungen intensiv. Und werde so Teil von ihnen.
Ich mag das alles. Nichts wird je bleiben wie es ist, geschweige denn, wie es war. Auf dem Rad und damit nah dran zu sein ist gut.

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