
Begegnungen mit Tieren sind für mich an der Tagesordnung. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht zumindest an Hunden, immer häufiger aber auch an Pferden, vorbei fahre. Katzen, Eichhörnchen, Rehe, seltener Wildschweine, ganz selten Füchse sind auch schon einmal mit dabei.
Im Gegensatz zu den Wildtieren sind Hunde und Pferde (meist) unter Kontrolle von Menschen. Oder was man so Kontrolle nennt.
Eigentlich müssen Hunde angeleint sein, sind sie aber bei weitem nicht immer. Dann ist für Radfahrende Vorsicht geboten, insbesondere, wenn Herrchen oder Frauchen versucht, durch unsachgemäße Anweisungen (entweder an den Hund oder an die Radfahrenden oder beide) die Situation zu entschärfen. Meine Erfahrung ist, dass Hunde ihr Leben nicht aus eigenen Stücken aufs Spiel setzen und den viel größeren Rädern normalerweise aus dem Weg gehen. Manchmal allerdings kommt es zu Jagdszenen und die können echt gefährlich werden. Ich kenne einige Radfahrerinnen und Radfahrer, die von Hunden gebissen wurden oder denen ein Hund ins Rad gelaufen ist, was zu Stüzen und Verletzungen führte. So was ist mir noch nicht passiert, aber auch ich muss zugeben, dass ich nicht angeleinten, vor allem größeren Hunden mit viel Respekt begegne. In der Regel verlangsame ich meine Fahrt extrem und schaue, was der Hund tut.
Der Kleine auf dem Titelbild hat mich weder gebissen noch mein Rad zum Umfallen gebracht. Er lief auch nicht los, obwohl seine Besitzerin das vorher von ihm verlangt hatte (allerdings, ich bin da kein Experte, mit ungeeigneten Anweisungen). Trotzdem fuhr ich sehr langsam und redete kurz mit der Besitzerin, ein paar nette Worte (im Ernst).
Pferde sind ein Thema für sich. Dazu habe ich schon mal ausführlich geschrieben:
Der Beitrag bezog sich auf die Vorbeifahrten an Pferden mit einem Liegedreirad, aber die Regeln gelten im Prinzip auch für aufrechte Räder. Langsam werden, mit den Reiter*innen reden, damit kann man nichts falsch machen.
Umgangsformen mit Wildtieren habe ich mir noch nicht überlegt. Sie erscheinen ja plötzlich von irgendwo her und verschwinden in der Regel auch gleich wieder. Ich habe von Leuten gehört, denen ein Wildtier vor die Reifen oder ins Rad gelaufen ist und die dadurch, zum Teil schwer, zu Sturz gekommen sind. Das ist mir noch nie passiert.
Vorsichtig bin ich bei Rehen. Wo eins ist, sind meist noch mehr, deswegen fahre ich extrem langsam und halte auch mal zur Vorsicht an, wenn ein Reh meinen Weg gekreuzt hat.
Insgesamt, Begegnungen mit Tieren sind Begegnungen mit der Natur. Auch das ist, WARUMICHRADFAHRE!
Die Aufnahme im Titelbild ist ein Schnappschuss meiner OSMO Action im Intervall-Aufnahme-Modus, in dem alle drei Sekunden von selber ein Bild aufgenommen wird. Damit kommen natürlich auf den Fahrten zur Arbeit und zurück ein paar Hundert Bilder zusammen, aber ich erinnerte mich an die Szene und den Ort des Geschehens und konnte das Bild raus frickeln. Ich habe es dann noch etwas mit PicsArt nachbearrbeitet und die Beseitzerin bis auf die Hand am rechten Bildrand komplett rausgeschnitten.

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