
Nachdem ich ja vor Weihnachten letztes Jahr mit dem Rennrad gestürzt war und einen Finger gebrochen hatte, war ich ja im ersten Halbjahr 2024 vor allem mit meinen Dreirädern unterwegs, insbesondere mit dem ICE mit Elektroantrieb. Irgendwann habe ich mich dann wieder auf aufrechte Räder getraut und dann auch aufs Rennrad.
Mittlerweile ist das wieder zur Routine geworden. In letzter Zeit fahre ich viel und auch wieder weite Strecken mit den schnellen Rädern. Ich bin schon mehrfach, von allen an Wochenenden oder Feiertagen, über 100 Kilometer gefahren, Strecken deutlich über 50 Kilometer sind auch nach Home Office Tagen in der Woche keine Seltenheit.
Ich habe ja zwei Rennräder. Eines ist ein Stevens Aspin, das mir ein Freund, der so etwas kann, zusammengeschraubt hat. Es heißt Litte Stevie.

Das andere hat mir ein anderer Freund im Tausch gegen mein Mountain Bike gegeben. Es ist ein Radon Lightning Viper, ich habe es The Viper getauft. Ihr seht es auf dem Titelbild.
Die ganze Zeit war ich vor allen mit dem Stevens unterwegs. Dieses Wochenende nun bekam ich wieder Lust auf die Viper. Und siehe da, ich merkte, dass ich mich getäuscht hatte. Ich fahre mit der Viper mindestens zwei Stundenkilometer schneller als mit Little Stevie. Das kann ich ziemlich genau sagen, weil ich in den letzten zwei Wochen eigentlich immer die gleiche Strecke fahre. Und so habe ich einen mehr oder weniger direkten Vergleich.
Ich hatte immer gedacht, dass das Stevens leichter und damit per se schneller ist als das Radon. Und zudem dachte ich, dass ich auch besser auf ihm sitze. Denn mein Rennrad Start dieses Jahr im Sommer war auf den Radon und da fühlte ich mal ab so Strecken zu 40 Kilometer nicht mehr so wohl.
Vermutlich lag das aber daran, dass ich lange nicht Rennrad gefahren war und es einfach nicht mehr gewohnt war. Zudem hatte mir das Stromrad Fahren ganz offensichtlich einiges an Kraft und Kondition weg gefressen. Das bekam ich dann auf meinen ersten Fahrten mit dem Rennrad, in diesem Fall mit der Viper, zu spüren.
Jetzt ist das ganz anders. Ich sitze, auch nach 60 Kilometern, noch sehr gut auf dem Rad, das vom Rahmen her größer ist als Little Stevie. Ich glaube, es ist auch tatsächlich schwerer, aber trotzdem ist es schneller. Oder ich bin darauf schneller. Ob es daran liegt, dass es noch eine „alte“ Ultegra Schaltung ist, die vorne drei Kettenblätter hat? Obwohl ich ja das kleinste Blatt hier in der Gegend nie nutze? Aber das mittlere und das große Kettenblatt ergänzen sich halt doch viel besser als bei einer Kompaktkurbel.
Oder ob es etwas damit zu tun hat, dass ich an dem Radon einen Triathlon-Vorbau habe? Eher nicht, denn auch auf Segmenten, auf denen ich den normalen Lenker nutze, bin ich mit der Viper schneller.
Egal. Ich werde sicher beide Räder nutzen. Ich fahre Little Stevie auch sehr gerne. Und ich glaube, ich muss Sorge um die Schaltung des Radon haben, wenn sie mal verschlissen ist. Shimano baut die Schaltungen mit drei Kettenblättern nicht mehr und ich weiß von Freunden, dass sie umrüsten mussten, als ihre alte Schaltung nicht mehr wollte. Das will ich so lange wie möglich hinausschieben.
Wer weiß, vielleicht ist ja irgendwann mal ein neues oder zusätzliches Rennrad fällig, vielleicht als Wettkampf Rad etwa für das Race24? Es gibt schon Schöne, oder?
Jetzt geht es in Herbst und Winter und vielleicht kommen ja jetzt auch aufgrund der Straßenverhältnisse wieder die Dreiräder zum Einsatz. Mit Elektro werde ich aber bestimmt zurückhaltend sein. Viel Kraft und Kondition verlieren möchte ich über Winter jedenfalls auf keinen Fall.
Ich werde berichten.

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