
Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber meinen Blog hier schreibe ich wirklich als tägliche Eingebung. Also, ich schreibe ihn ja täglich, aber meistens steht dann erst kurz vor dem Schreiben fest, worüber ich schreibe. Das Thema folgt meistens einer mehr oder weniger spontanen Eingebung. Einen längerfristigen Plan zu Themen habe ich nicht.
So war es auch heute Morgen, und die Eingebung sagte mir: Schreib über Schreiben. Und das will ich dann auch tun, eher nicht so über den großen Rahmen wie so um den Jahreswechsel
sondern eher im Kleinen: wo und wie.
Wo? Na klar, in meinem Sessel. Der steht in unserem Wohnzimmer, ist ein Fernsehsessel, d.h. er lässt sich nach hinten kippen und so schreibe ich dann in einer halb aufrechten Position, das MacBook auf den Oberschenkeln, die Beine hochgelegt, meine Texte. Fast alle meine Beiträge entstehen dort. Es ist der Ort, an dem die meisten meiner Tage beginnen und wo ich meist die gute erste Stunde meines Tages verbringe. Und „gute“ ist hier im doppelten Sinn: Es ist meist etwas mehr als eine Stunde, aber es ist auch eine gute Stunde, häufig eine der besten des Tages. Es kommt auch schon einmal vor, dass ich einen Beitrag irgendwo und irgendwann anders am Tag schreibe. Wenn ich etwas Interessantes sehe oder etwas dringend geschrieben werden muss, aus welchem Grund auch immer. Das ist aber selten und die Art zu schreiben liegt mir nicht, vielleicht bisher nicht.
MacBook auf den Oberschenkeln führt mich schon zum zweiten Thema. Meistens tippe ich den Blog in die Tastatur des Laptops. Das ist für mich immer noch die angenehmste Art, zu schreiben. Ich kann leidlich zehn Finger tippen, das habe ich vor vielen vielen vielen Jahren einmal von meiner Schwägerin gelernt, als sie es selbst in einer Ausbildung gelernt hat. asdf jklö asdf jklö. Üben üben üben. Hat funktioniert, auf viele Anschläge kam und komme ich nicht, aber es geht doch recht flott. Das hat mir mein ganzes Berufsleben, das sich ja zu allergrößten Teilen mit den Fingern auf der Tastatur abgespielt hat, geholfen, denn ich hatte nie große Mühe, meine Gedanken in die Kiste hineinzubekommen. Also, tatsächlich, ich tippe am liebsten. Gerade tippe ich in das LanguageTool, eine App auf dem MacBook (und natürlich auf allen Geräten und integriert in Safari und Firefox). Das Tool zeigt mir meine Tipp- und Denkfehler und macht es so noch einfacher.
Es ist nicht so, als ob ich nicht andere Eingabearten ausprobiert hätte. Spracheingabe funktioniert ja mittlerweile überall gut, sogar auf dem MacBook. Aber sie funktioniert bei mir allenfalls bei kurzen Texten, etwa WhatsApp-Nachrichten oder Einträgen ins Apple Journal auf dem iPhone. Beim Blog klappt das nicht. Ich spreche anders, als ich schreibe und bin mit meinen gesprochenen Texten in aller Regel nicht zufrieden. Meist würde ich sie so dann nicht veröffentlichen. Und wenn ich sie ohnehin umschreiben müsste, könnte ich sie ja auch gleich tippen.
Eine interessante Option ist das Schreiben mit der Hand. Aus das habe ich ausprobiert. Ich nutze dazu mein iPad und den Apple Pencil. Es gibt eine App, die heißt Nebo und ermöglicht in unterschiedlichen Vorlagen eine handschriftliche Eingabe, die sie dann mit hoher Treffsicherheit in digitale Zeichen umwandeln kann. Das ist richtig cool, und ich habe das auch schon häufiger gemacht.
Es ist dann aber doch langsamer als tippen, weil ich erst umwandeln und dann Übersetzungsfehler der App doch noch einmal korrigieren muss. Heißt, das Ganze muss dann doch noch einmal ins LanguageTool und dann am Ende in Jetpack, um zum Blogbeitrag zu werden. Der Weg ist lang und deswegen nutze ich ihn nicht so häufig, aber gelegentlich schon, denn ich habe den Eindruck, dass mit der Hand Schreiben Kreativität und Spirit noch etwas mehr zur Geltung kommen lässt. Wenn ich einmal mehr Zeit habe, wird das möglicherweise die Standardeingabe-Methode sein. Das muss aber noch ein wenig warten.
So lange ist Tippen das Mittel der Wahl. Und das MacBook ist ergonomisch eben auch so, dass das wunderbar funktioniert.
Diesen Artikel schreibe ich natürlich vor allem für meine Freunde aus der Blogosphäre. Erzählt mal, wie macht Ihr das? Schreibt mir zurück oder kommentiert, würde mich wirklich freuen.
Heute ging es mir, so sagte es mir meine Eingebung, nur um das eigentliche Erzeugen von Text. Unsere Blogs enthalten ja auch noch andere Dinge, Bilder, Videos, Links, Designelemente. Wenn ich einmal entsprechend inspiriert bin, werde ich darüber bestimmt auch einmal schreiben.
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