
Komische Woche diese Woche, was Wetter anbelangt. Eigentlich über weite Strecken sonnig und warm, aber es war schwül und man konnte sich nie sicher sein, nicht doch irgendwann einmal von einem Regenguss überrascht zu werden. Überrascht ist natürlich eigentlich falsch, denn die Wetter-Apps zeigten brav Regen an, aber wo genau und wann genau was runtergehen sollte, blieb bis zum Einsetzen des Regens oft fraglich.
So erwischte es mich diese Woche Donnerstag richtig. Ich hatte einen Abendtermin, für den ich ERFTIE, das Lastenrad des ADFC Rhein-Erft, gepackt hatte. Klar hatte ich alles Notwendige dabei, außer Regenklamotten. Also wirklich, keine Regenklamotten, keine Jacke, keine Hose, noch nicht einmal das Notpack. Und so erwischte mich auf der Fahrt von Köln Bocklemünd nach Hürth der eine oder andere heftige Regenguss.
Und soll ich Euch was sagen? WTF!!!
Ich hatte zwar keine Regenkleidung dabei und an, aber Funktionsklamotten, also alles aus Lycra oder ähnlichem Material. Das saugt sich schon mal nicht so voll. Die kürzlich erst imprägnierten geschlossenen Shimano-Schuhe hielten das Gröbste ab.
Und was vor allem half: Unterstellen! Zwar gab es nicht immer Tunnel oder Brücken, aber Bäume. Mit ihren großen, ziemlich geschlossenen Kronen, die meine Wege überragten, boten sie wirklich guten Regenschutz.

So konnte ich mich an mindestens zwei Stellen gegen den heftigsten Regenschauer schützen (und der war zum Teil wirklich richtig heftig!). Deswegen: „Im Regen stehen“ hieß in dem Fall: Nicht im Regen stehen.
Ich bin ja sonst wegen Laub und Früchten, die auf die Wege fallen, nicht der allergrößte Freund von Bäumen an Radwegen, aber hier haben sie genützt und geschützt. Danke, Natur!
Trotzdem wurde ich (mäßig) nass. Ich hatte aber eine Ersatzgarnitur für meinen Vortrag dabei und hing meine feuchten Klamotten in die Garderobe, wo sie während der Veranstaltung komplett abtrockneten, Lycra sei ebenfalls gedankt.
Also: Es geht sogar ohne Regenklamotten, wobei dazu gesagt werden muss, dass es immer noch recht warm war an dem Tag, selbst während und nach den Regengüssen. Aber dennoch: Man kann sich helfen. „Schlechtes“ Wetter ist kein Grund, nicht Rad zu fahren.
Übrigens: Die Abdeckplane von ERFTIE, von der ich gar nicht weiß, aus welchem Material sie ist, ist auch im hohen Alter von sieben Jahren noch komplett dicht, wie Ihr auf dem Titelbild dieses Beitrages sehen könnt. Mein Material für den Vortrag am Abend blieb darunter schön trocken.
Ich habe ja in letzter Zeit schon öfter (aus Gründen) über Regen geschrieben, das findet Ihr hier:
Und mein Klassiker:

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