
Die „Entfaltungssaison“ beginnt: 10 Tage ohne Wecker
Kein Wecker, kein Termindruck, dafür jede Menge frische Luft. In den letzten Wochen ging es hier um meine 15-jährige Bilanz ohne Auto – heute schlagen wir ein neues Kapitel auf. Der Übergang vom Vollgas-Arbeitsleben in die selbstbestimmte Lebensgestaltung ist da, und was soll ich sagen? Es fühlt sich verdammt gut an. 😉
In meinem letzten Beitrag über die 195.500 Kilometer Freiheit habe ich die Mobilitätswende abgeschlossen. Jetzt widme ich mich der nächsten großen Veränderung: dem Leben nach der Arbeit. „Rente“ oder „Ruhestand“ klingen mir zu sehr nach Stillstand. Ich nenne es lieber Lebensphase nach dem Beruf.
Der Sprung ins kalte (aber angenehme) Wasser
Das Jahr 2025 war für mich noch ein echtes Arbeitsjahr. Kein „Abfeiern“ von Resturlaub, um den Übergang künstlich zu strecken – ich habe bis zum 30.12.2025 durchgezogen. Die Formalien für die Rente (hier passt der Begriff mal technisch) waren erstaunlich unkompliziert. Antrag gestellt, Betriebsrente eingetütet, fertig. Wer hätte gedacht, dass deutsche Bürokratie so reibungslos funktionieren kann?
Psychologisch gesehen ist dieser Schnitt ein gewaltiger Meilenstein. Experten sprechen oft von einer Honeymoon-Phase nach dem Berufsende, in der man die neue Freiheit erst einmal in vollen Zügen genießt, bevor sich ein neues Gleichgewicht einstellt. Hast du dir eigentlich schon mal überlegt, wie du deinen ersten freien Montag gestalten würdest? 🚲

Mein neuer Rhythmus: Schlafen, Lesen, Treten
Die ersten zehn Tage der „Entfaltungssaison“ sind um. Die größte Umstellung? Ich schlafe einfach zwei Stunden länger. Ganz ohne Mühe hat sich mein Körper von fünf Uhr morgens auf sieben Uhr umgestellt. Danach gibt es ein ausgiebiges Frühstück mit dem E-Paper des Kölner Stadtanzeigers oder spannenden Artikeln auf netzpolitik.org.
Nachdem der Blogbeitrag des Tages (ja, den gibt es weiterhin täglich!) getippt ist, geht es in die „Muckibude“. Kraft- und Ausdauertraining stehen auf dem Plan, gefolgt von zwei bis drei Stunden auf dem Sattel. Wenn das Wetter im Rheinland mal wieder alles gibt (nur nicht die Sonne), weiche ich auf das Matrix-Rad im Fitness Point aus.
Dass diese Kombination aus Kraftsport und Radfahren ideal ist, bestätigt auch der ADFC: Regelmäßiges Radeln senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 50 Prozent und hält die Gelenke fit, ohne sie zu belasten. Ein echter Jungbrunnen also!
Freiheit ist das neue Statussymbol
Gegen 14:00 Uhr beginnt dann der Teil des Tages, der unter „Privatsphäre“ fällt. Zeit für die Familie, Freund*innen und all das, was vorher oft zu kurz kam. Die größte Erleichterung ist das Ende der Fremdbestimmung. Ich entscheide jetzt selbst, wohin meine Energie fließt.
Fazit nach 10 Tagen: Die Umstellung ist eine enorme Erleichterung. Es darf genau so weitergehen.
Wie verbringst du deine gewonnene Zeit am liebsten? Schreib es mir in die Kommentare! 👇

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