Multimodal unterwegs: Wenn Bahn und Brompton den Alltag rocken 🚴♀️🚆
Nach einem tollen Radurlaub voller Erlebnisse bin ich wieder zurück im Alltag – und zwar multimodal. Zehnmal hin, zehnmal zurück: Meine Pendelei zwischen Horrem und Langenfeld zur Enkelbetreuung läuft seit fünf Wochen wie geschmiert. Mit dem perfekten Mix aus Bahn und Brompton.

Rückweg: Easy mit der S6
Abends wird es noch früh dunkel, und nach einem Nachmittag mit meinem Enkel beim Turnen habe ich keine Lust mehr, durch die Finsternis zu radeln. Also nutze ich die S6 ab Langenfeld-Bahnhof, steige am Kölner Hauptbahnhof um in die S19 oder S12 nach Horrem. Eine Stunde Tür zu Tür – entspannt und mit dem Brompton und der neuen Tasche überhaupt kein Stress.
Hinweg: Varianten, die Spaß machen
Auf der Hinfahrt nehme ich gern den RE1. Der hält zwar nicht in Langenfeld, dafür aber in Leverkusen Mitte und Düsseldorf Benrath – beide nur rund 10 Kilometer von meinem Ziel entfernt. Ich steige lieber in Leverkusen aus, weil ich dann mehr Zeit habe und die Route entspannter ist.
Anfangs hatte ich mit Komoot eine Route gefunden, die mich mitten durch die Fußgängerzone führte. Keine gute Idee. Also fragte ich den Bikerouter, und der zeigte mir eine Alternative: etwa 12 Kilometer, ein par Meter über wassergebundene Wege – aber selbst nach Regentagen gut befahrbar. Die Route passt bequem, wenn der RE1 pünktlich ist. Und das ist er erstaunlicherweise, selbst nach Ende der Baustelle bei Duisburg.
Ein paar Eindrücke von der Fahrt:
Was ist multimodale Mobilität – und warum ist sie so wichtig?
Multimodal bedeutet: Du nutzt je nach Situation verschiedene Verkehrsmittel – flexibel, kombiniert, effizient. Mal Bahn, mal Rad, mal zu Fuß. Das Gegenteil von „immer nur Auto“ oder „nur ÖPNV“.
Laut dem Mobilitätsmonitor 2023 des ADAC nutzen bereits über 70 Prozent der Deutschen regelmäßig mehrere Verkehrsmittel. Besonders in Städten wird diese Kombination immer beliebter – und ist ein Schlüssel zur Verkehrswende. Warum? Weil sie:
– Flexibilität bietet (je nach Wetter, Tageszeit, Strecke),
– Ressourcen schont (weniger Autos, weniger Parkplätze),
– klimafreundlicher ist (vor allem mit Rad + ÖPNV),
– Lebensqualität steigert (weniger Stau, mehr Bewegung).
Das Umweltbundesamt betont: Multimodale Mobilität ist zentral für die Reduktion von CO₂-Emissionen im Verkehr. Und das Zukunftsnetz Mobilität NRW fördert gezielt Projekte, die Rad- und ÖPNV-Infrastruktur verknüpfen – genau das, was ich hier erlebe.
Unterschiedliche Ausprägungen: Von Gelegenheit bis Überzeugung
Multimodalität hat viele Gesichter:
– Pragmatisch: Rad + Bahn, weil’s schneller geht (so wie bei mir).
– Spontan: Carsharing für den Großeinkauf, sonst Rad.
– Strategisch: Jobticket + Falträder als Firmen-Policy.
– Überzeugungstäter:innen: Bewusst autofrei leben und alle Optionen nutzen.
Schon mal ausprobiert, wie viele Wege du kombinieren kannst? 🤔
Winterplan vs. Frühlingsplan
Im Winter halte ich mich an die Bahn-Rad-Kombi – vor allem abends. Aber sobald die Tage länger werden, plane ich, die komplette Strecke mit dem Rad zu fahren. Das sind dann etwa 40 Kilometer one way – machbar, entspannt, und ich spare mir die Zugbindung.
Multimodalität heißt eben auch: anpassungsfähig bleiben. Und genau das macht sie so attraktiv für die Verkehrswende.
—
Wie sieht deine Pendel-Routine aus? Nutzt ihr auch verschiedene Verkehrsmittel? Schreibt’s in die Kommentare, lasst ein Like da oder teilt den Beitrag! ✌️🚲

Kommentar verfassen