Take a ride on the wild side

Kraichgau-Tour: Warum das Drehkreuz Kronau Gänsehaut macht

Schwarzes Brompton Faltrad steht vor der hölzernen Infowand des Fahrrad-Drehkreuzes Kronau.

Licht, Schatten und ein Hauch von Gänsehaut im Kraichgau

Kennst du das Gefühl, wenn eine geplante Radtour plötzlich ganz anders verläuft als gedacht? Gestern im Kraichgau war so ein Tag voller Überraschungen – von fragwürdigen Routen bis hin zu echter Gänsehaut. Ich nehme dich mit auf eine Tour, die erst durch meine Umwege richtig gut wurde.

Wenn ich in einer fremden Gegend unterwegs bin, greife ich fast immer zu Komoot. Besonders die „Touren“-Seite ist eine Goldgrube. Über die Filter-Funktion kannst du dort gezielt nach Sportart, Schwierigkeit und Dauer suchen. Das Besondere: Komoot zeigt dir dort Touren an, die auf echten Daten der Community basieren. Algorithmen analysieren, welche Strecken besonders oft gefahren wurden und wo die schönsten Highlights liegen. So habe ich schon in London oder Glasgow Perlen gefunden. Hast du das auch schon mal in einer fremden Stadt probiert? 🚲

Gestern entschied ich mich für eine kurze Runde von knapp über 30 Kilometern. Ich weiß ja, wie ich ticke: Hier ein Foto, da ein kleiner Plausch mit Einheimischen – schwupps, ist die Zeit weg. An einem See traf ich ein nettes Paar und wir rätselten über seltsame Bauwerke auf dem Wasser. Es stellten sich als schwimmende Photovoltaikanlagen heraus. Clever! Der See finanziert sich übrigens über Parkgebühren, der Eintritt für Badegäste ist frei. Eine tolle Idee, die mancherorts im Rheinland auch Schule machen sollte, oder?

Die Route selbst war allerdings… nun ja, sagen wir „ausbaufähig“. Oft schickte mich die App direkt an Hauptstraßen entlang, obwohl direkt daneben traumhafte Radwege verliefen. Also habe ich die Tour kurzerhand modifiziert und bin meinen eigenen Instinkten gefolgt. Wer will schon Abgase schnuppern, wenn der Kraichgau so viel mehr bietet?

Ein Stopp hat mich dann aber völlig geflasht: das Fahrrad-Drehkreuz Kronau. Ich hatte vorher noch nie davon gehört, aber es ist eine echte Kultstätte für Radreisende. Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: In Kronau kreuzen sich historisch gewachsene Fernwege und regionale Routen. Die Gemeinde hat das erkannt und eine beeindruckende Skulptur errichtet.

Skulptur am Fahrrad-Drehkreuz Kronau mit Entfernungsangaben für Fernradwege wie den Paneuropa-Radweg.

Dort sind alle Wege gelistet, die hier zusammenlaufen: von der Rheintal-Route über den Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Weg bis hin zu lokalen Genuss Touren. Es ist ein Knotenpunkt der Mobilität, der zeigt, wie wichtig das Radfahren für die Region ist. Ich hatte tatsächlich ein wenig Gänsehaut – so viel geballte Rad-Energie an einem Ort!

Zum Abschluss gab es noch die klassische Radler-Stärkung. Beim GLOBUS-Markt habe ich mir Pizzafleischkäse und ein Spießbratenbrötchen gegönnt. Verspeist habe ich das Ganze stilecht vor der Tourist-Info in Bad Mingolsheim. Warum dort? Weil es dort eine Elektroladestation gibt, die auch eine ganz normale Steckdose hat. Während ich mampfte, bekam mein Handy frischen Saft. Praktisch, oder?

E-Bike Ladestation in Bad Mingolsheim mit angeschlossenem Smartphone-Ladekabel an einer Schukosteckdose

Am Ende war die Tour durch meine Anpassungen richtig schön. Ob die Original-Tour wirklich mal jemand so gefahren ist? Ich habe da einen bösen Verdacht: Vielleicht war das jemand mit dem Auto… 😡😡😡.

Mein Tipp: Fahrt lieber meine modifizierte Version nach, die ist deutlich entspannter!

Hier geht’s zur optimierten Tour: Komoot-Link

Wie plant ihr eure Touren am liebsten? Verlasst ihr euch blind auf die App oder seid ihr auch Team „Spontan-Umweg“? Schreibt es mir in die Kommentare, lasst ein Like da oder teilt den Beitrag!

Kommentare

  1. Da kann ich dir nur zustimmen.

    Ich fahre selbst auch lieber auf den Nebenstraßen ohne viel Verkehr, aber eben auch mal auf gut befestigten Sandwegen zwischen den Ortschaften durch die Felder und Wälder.

    Arne Wilhelm

    1. Dito. Morgen schreibe ich noch mal, wie man das bei Komoot macht.

  2. Der Bericht zeigt mir einmal mehr, wie spannend- entspannend Radfahren ist.

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