
Übern Deich zur Brücke: Mit #GSpot auf Fehmarn-Tour
Hast du schon mal versucht, eine Brücke zu bezwingen und bist am Wind gescheitert? Gestern war es endlich so weit: Ich habe die Fehmarnsundbrücke in Angriff genommen. Komm mit auf eine windige Runde über den Deich!
Gestern, am 27. März 2026, hieß es wieder: Ab in den Sattel! Mein treuer Begleiter #GSpot (in Wirklicheit Brompton G Line) und ich haben uns 24 Kilometer lang den ostholsteinischen Wind um die Nase wehen lassen. Die Route führte uns vom Südstrand aus immer am Wasser entlang – ein echter Klassiker für den Urlaub.
Natur pur: Die Möweninsel

Schon bei der Busrundfahrt am Morgen wurde sie erwähnt, also musste ich einfach selbst vorbeischauen. Die Möweninsel (offiziell „Galgeninsel“) liegt im Burger Binnensee und ist ein echtes Vogelparadies. Entstanden ist sie durch natürliche Verlandungsprozesse und Ablagerungen. Heute ist sie als Naturschutzgebiet ausgewiesen, was man sofort merkt: Die Vielfalt auf und vor der Insel ist beeindruckend. Neben Lachmöwen brüten hier auch Küstenseeschwalben und diverse Entenarten. Ein Fernglas im Gepäck lohnt sich hier definitiv! Hast du dort auch schon mal seltene Vögel gespottet? 🦅

Hafenflair in Burgstaaken
Weiter ging es nach Burgstaaken. Den Hafen kannten wir zwar schon vom Vormittag, aber mit dem Rad ist das Erlebnis einfach unmittelbarer. Ein Muss ist die Fahrt vorbei am U-Boot-Museum. Das Herzstück ist die U-11, ein 54 Meter langer Stahlkoloss der Bundesmarine.

Man kann das Boot normalerweise besichtigen, um ein Gefühl für die enorme Enge unter Wasser zu bekommen – definitiv nichts für Leute mit Platzangst!

Gleich daneben liegt ein ausrangierter Seenotrettungskreuzer, ein Denkmal für die mutigen Einsätze auf der Ostsee.

Aber mein persönliches Highlight im Hafen war die „Maike“. Dieser riesige Frachter (siehe Titelbild) wurde gerade mit Getreide beladen.

Er ist komplett rot angestrichen und so gewaltig, dass er kaum auf ein Foto passte. Die Maike (IMO 8905115, MMSI 218176000, Rufzeichen DJLS) ist ein deutsches General-Cargo-Schiff (auch Mehrzweck- oder Stückgutfrachter genannt), das 1989 bei der Husumer Schiffswerft gebaut wurde. Ein echtes Stück lebendige Seefahrt. Was mich halt besonders getriggert hat, ist, dass das U-Boot und das Seenotrettungsboot halt da im Hafen bleiben, während die Maike sich vermutlich wieder auf den Weg gemacht hat und ich sie wahrscheinlich nie wieder sehen werde.
Rollen auf dem Deich
Die Deichradwege auf Fehmarn sind ein Kapitel für sich.

Die Insel verfügt über ein Netz von insgesamt rund 78 Kilometern Deich, die essentiell für den Küstenschutz sind. Die Radwege darauf sind klasse, auch wenn der Belag manchmal tückisch aussieht – er rollt erstaunlich gut!

Die Wege sind oft in Asphalt oder Betonverbund ausgeführt. Einziger Haken: Es kann manchmal eng werden, besonders wenn dir andere Radbegeisterte entgegenkommen. Achtet beim Planen einfach auf die Beschilderung, die oft Hinweise zur Befahrbarkeit gibt. 🚲

Das Finale: Die Fehmarnsundbrücke
Vor vielen Jahren bin ich hier schon einmal am heftigen Wind gescheitert (wer sich erinnert: hier nachlesen). Diesmal habe ich es geschafft! Die Fehmarnsundbrücke, auch „Kleiderbügel“ genannt, wurde 1963 eröffnet und ist ein technisches Denkmal mit einer Gesamtlänge von 963 Metern.

Ich bin ein Stück weit draufgefahren, aber ich ehrlich: Ein reines Vergnügen ist das nicht. Der Radweg ist extrem schmalund das Geländer zur Ostsee hin wirkt gefühlt ziemlich niedrig, wenn man direkt daneben in die Tiefe schaut. Zudem ist der Zustand der Brücke aktuell ein großes Thema; die Bauarbeiten für den neuen Tunnel und die Sanierung der Brücke sind überall präsent. Aber hey, das Häkchen ist dran!

Und zum guten Schluss
Auf der Rückfahrt fuhr ich auch noch am Aussichtsturm an der Westspitze des Südstrandes vorbei.

Natürlich musste ich da hoch und hatte dann einen wunderschönen Ausblick über die Marina von Burgtiefe.

Und ein kurzer Blick auf den Strand musste natürlich auch noch sein.

Tolle Fahrt mit vielen Erlebnissen und Eindrücken!
Wind-Statistik
Das Wetter war trocken und knackig kalt. Die Wind-Regel galt auch heute: Auf dem Hinweg herrlicher Rückenwind, auf dem Rückweg der obligatorische Gegenwind. Gestern kam er aus Westen, heute aus Osten – der Windgott auf Fehmarn hat Humor.
Wie gehst du mit schmalen Radwegen in luftiger Höhe um? Schreib es mir in die Kommentare!
Dokumentation & Links
- Tour auf Komoot: Hier anschauen
- März #mar26 Collection: Komoot Link
- Schleswig-Holstein #DESH Collection: Komoot Link
- Alle Fotos der Tour: Google Fotos Album
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