Expedition Peringsmaar: Vom Schilder-Wirrwarr zum Bürgerbüro 🚲
Wie angekündigt stand meine Erkundung des Peringsmaars auf dem Zettel. Die Route hatte ich auf Komoot geplant – inklusive einiger Abschnitte abseits des bekannten Wegenetzes, die auf dem Bildschirm blau-weiß schraffiert aufblitzten.
Der Auftakt verlief unkompliziert über den Erftradweg. Am Fuß der Wiedenfelder Höhe stieß ich jedoch auf eine widersprüchliche Informationslage: Der offizielle Knotenpunkt listet durchgestrichene, also gesperrte Routen auf. Das dortige Durchfahrt-verboten-Schild entspricht jedoch nicht den Tatsachen vor Ort.


Die Strecke in Richtung des Kraftwerks Neurath ließ sich ohne Barrieren befahren.
Unterwegs im Unterholz: Härtetest für #GSpot 🗺️🌿
Nach der Überquerung des TerraNova Speedways steuerte ich das Peringsmaar an. Der See ist im Zuge der Rekultivierung des ehemaligen Tagebaus Fortuna-Garsdorf entstanden und dient heute als geschütztes Biotop sowie als Naherholungsgebiet.
Die Zufahrt entwickelte sich zu einer echten Herausforderung. Einige auf der Karte als fahrbar markierte Wege waren komplett zugewachsen. Ich musste umkehren und Umwege in Kauf nehmen.

Der Lohn für den Aufwand waren freie Sichtachsen auf die Wasserfläche.




Auf dem weiteren Rundweg um den See machten sich die Gravel-Eigenschaften meines Brompton G Line bezahlt. Ohne die breitere Bereifung des Faltrads wäre hier kein Durchkommen gewesen.

Später stieß ich in der Revier-Landschaft auf eine Erft-Kunstinstallation, die neulich im Kölner Stadt-Anzeiger beschrieben worden war.

Kurz danach folgte das nächste Hindernis: Die Erftbrücke ist an der Südseite mit einem Absperrgitter blockiert. Eine Überquerung ist unmöglich.

Antworten im Bürgerinformationsbüro Schloss Paffendorf 🏰📑
Dieser ungeplante Stopp zwang mich zu einer weiten Umleitung, um zurück auf den Erftradweg zu gelangen. Das passte zeitlich, da ich ohnehin das Bürgerinformationsbüro von RWE im Schloss Paffendorf ansteuern wollte, um mich über den Bau der Rheinwassertransportleitung zu informieren.
Das Büro war besetzt. Eine Beraterin beantwortete die detaillierten Fragen eines weiteren Besuchers und mir. Ich habe gezielt nach dem Grund für die großflächigen Absperrungen an der Erftbrücke und den nördlichen Abschnitten gefragt, da dort optisch noch keinerlei Bautätigkeit stattfindet.
Die Erklärung ist nachvollziehbar: Die ersten Phasen eines solchen Bauabschnitts sind für Passant:innen unsichtbar. Vor dem Baggereinsatz müssen ökologische Kartierungen durchgeführt und Flächen für die Kampfmittelerkundung vorbereitet werden. Aus Sicherheitsgründen greifen die Sperrungen daher bereits in diesem frühen Stadium.
Mit diesen neuen Hintergrundinformationen ging es über den Erftradweg zurück nach Hause. Eine fordernde, aber aufschlussreiche Erkundungstour im Revier.
Habt ihr auch schon vor verschlossenen Radwegen ohne sichtbare Baustelle gestanden?
Euer Axel! 🖐️⚙️

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