
Infrastruktur-Chaos im Nordosten: Meine Inspektion der K22n und des Speedways 🚲🚧
Nachdem ich in den vergangenen Wochen die Absperrungen am südöstlichen Ende des TerraNova Speedway unter die Lupe genommen hatte, lenkte ich mein Faltrad am Montag in den Nordosten des Reviers. Zur Erinnerung: Die Trasse des Speedways dient derzeit als Baustraße für die Rheinwassertransportleitung von Dormagen zum Tagebau Hambach und ist deshalb offiziell gesperrt. Das Teilstück bis zur Erftbrücke bei Glesch hatte ich bereits erkundet.
Diesmal stand der Abschnitt nördlich der Brücke auf dem Plan.
Mein Vorhaben: Über den neuen Radweg entlang der K22n – die künftig Oberaußem und Kenten verbinden soll – an Oberaußem vorbei auf die Wiedenfelder Höhe zu fahren. Von dort sollte es bergab in Richtung der Kraftwerke Neurath und zur Verlängerung des Speedways vorbei am Segelflugplatz Bergheim gehen.
Die Sackgasse der neuen Kreisstraße 🛣️❌
Die Fahrt begann mit einer Sperrung des Radwegs an der K22n. Damit ist der einzig fahrbare Teil dieser neuen Infrastruktur blockiert. Die Straße selbst ist für den Kraftverkehr komplett gesperrt, da das finale Teilstück in Kenten fehlt. Hier müsste die geplante Trasse die Bahnlinie queren. Die Umsetzung ist an dieser Stelle offenbar weder richtig geplant noch begonnen worden. Auch hier zeigt sich übrigens wieder einmal die Überlegenheit des Rades: auch der Radweg muss natürlich die Bahn queren, aber die Verbindung gibt es schon weit langem und ist vollkommen unproblematisch.
Vom Umleitungsschild am Beginn des Radwegs ließ ich mich nicht stoppen. Nach wenigen Metern blockierte jedoch eine Baustelle den Weg. RWE führt dort Kernbohrungen durch. Es wirft Fragen auf, warum auf den weiten Flächen des Fortunafelds ausgerechnet der ohnehin schmale Radweg für diese Arbeiten genutzt werden muss. Ein befestigter Übergang auf die ungenutzte Fahrbahn der K22n fehlte. Ich musste das Rad tragen und durch Schlamm waten. Wenig später zwang mich eine quer über die Fahrbahn montierte Leitplanke zurück zur ersten Verbindung auf den Radweg hinter der Baustelle. Eine dauerhafte Absperrung auf einer ohnehin ungenutzten Straße erscheint paradox, aber der Weg durch das Chaos ließ sich finden.
Sperren-Check an der Erftbrücke 🗺️🔍
Nach diesem Abschnitt verlief die Route plangemäß. Ich konnte ohne weitere Hindernisse bis zur Alten Frauweilerstraße zwischen Rath und Bedburg durchfahren. Auf dem Rückweg bog ich rechts auf die Verlängerung des Speedways in Richtung Erftbrücke ab.
Hier stieß ich auf zwei Barrieren:
- Die erste Sperre ließ sich ohne großen Aufwand im Sattel umfahren. Die genaue Position habe ich euch in der unten verlinkten Komoot-Tour markiert.
- Die zweite Sperre befindet sich direkt vor der Serpentine an der Erftbrücke und der dort befindlichen Fußgängertreppe. Eine Weiterfahrt auf dem Speedway hinter der Brücke ist bekanntermaßen unmöglich, weshalb ich die Durchfahrbarkeit an den Absperrbaken vorbei nicht weiter getestet habe.

Fest steht: Wer sich an den Baken vorbeibewegt, erreicht die Erftbrücke und hat von dort direkten Anschluss an den Erftradweg – entweder linksseitig nach Paffendorf oder rechtsseitig nach Bedburg.
Neue Ziele im Visier 🎯🧭
Die Erkundung hat mein Interesse an weiteren Routen in der direkten Nachbarschaft geweckt. Beim Blick auf die digitale Karte fiel mir das nahegelegene Peringsmaar auf. Dieses Gewässer habe ich bisher noch nie angesteuert. Die Route steht bereits und ich werde sie heute in Angriff nehmen. Auf dem Rückweg plane ich zudem einen erneuten Stopp am Schloss Paffendorf ein, um der dortigen Informationsstelle zur Rheinwassertransportleitung einen Besuch abzustatten (letzter Versuch, versprochen).
Darüber hinaus bietet das Chaos rund um die K22n den passenden Anlass für ein größeres Projekt: Ich werde das gesamte Fortunafeld systematisch abfahren. Das ehemalige Tagebaugelände ist vollständig rekultiviert und von einem dichten Wegenetz durchzogen.
Über die Ergebnisse dieser Revier-Inspektionen halte ich euch hier wie gewohnt auf dem Laufenden.
Euer Axel! 🖐️⚙u

Kommentar verfassen