
Hallo ihr alle! Samstags-Kaffee steht bereit, und der Countdown schrumpft unaufhaltsam – in exakt 5 Tagen öffnet das Gelände! Heute blicken wir zurück auf das Jahr 2022. Das war in jeglicher Hinsicht eine ganz besondere Zappanale: Mitten in der auslaufenden Corona-Zeit durften wir endlich wieder in Präsenz in Bad Doberan feiern.
Meine Anreise stand damals ganz im Zeichen des legendären 9-Euro-Tickets. Begleitet hat mich auf dieser Tour mein treues Ortler-Reiserad, das ich liebevoll Mr_O nenne. Im Großen und Ganzen hat das Experiment mit dem Billig-Ticket überraschend gut funktioniert – bis ich den Umstieg in Hamburg Richtung Rostock wagte.
Es kam, wie es im Sommer 2022 kommen musste: Der Regionalexpress der Deutschen Bahn rollte ein, und das einzige Fahrradabteil befand sich natürlich am allerletzten Ende des Zuges. Das hieß erst mal: Mit vollem Gepäck im Affenzahn über den gesamten, rappelvollen Bahnsteig sprinten! Ich hatte es tatsächlich schon irgendwie ins Abteil geschafft, als die Schaffnerin eine unbarmherzige Durchsage machte. Weil draußen noch Familien mit kleinen Kindern und Kinderwagen standen und der Zug bis unters Dach proppenvoll war, bat sie alle Radfahrer:innen wieder hinaus.
Also hieß es für mich: Kommando zurück, aussteigen und improvisieren! Ich suchte mir spontan eine Alternativroute, die mich – wenn ich mich recht erinnere – über Lübeck und Schwerin ans Ziel führte. Das dauerte zwar länger, aber die Vermieterin meines Zimmers in Bad Doberan wartete zum Glück geduldig auf mich. Am Ende hat alles irgendwie funktioniert.
Und genau in solchen Momenten zeigt sich, warum das eigene Fahrrad bei der Zappanale der absolute Gamechanger ist. Mr_O brachte mir vor Ort eine gigantische Flexibilität. Natürlich ging es jeden Tag geschmeidig zum Festivalgelände und zurück. Aber auch die obligatorischen Abstecher an die nahe Ostsee waren damit ein Traum.

Ich war zwar schon immer mit einem Rad in Bad Doberan unterwegs, aber mit dem eigenen, perfekt eingestellten Reiserad war es noch mal um Längen schöner, als mit den Leihrädern der Vorjahre.
Dieses Jahr packe ich bekanntlich mein Brompton-Faltrad ein. Wie sich das kleine Klappwunder auf der Langstrecke und im Festival-Alltag schlägt? Ihr erfahrt es hier wie immer als Erste!
Habt ihr das legendäre 9-Euro-Ticket-Chaos auf dem Weg zum Festival damals auch live miterlebt?
Music is the best – wir lesen uns morgen Mittag!

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