
SOS aus Langenfeld: Warum das Faltrad mein absoluter Lebensretter im S-Bahn-Chaos war 👦 SOSP🚂
Unverhofft kommt oft – das bewahrheitete sich heute Morgen auf ganz dramatische Weise. Per Kuckuckstelefon erreichte mich ein SOS-Ruf aus Langenfeld: Die Kita meines Enkels fällt spontan aus. Die Frage aller Fragen: „Kannst du nicht etwas früher kommen?“ Eigentlich hatte ich den Enkeldienst ohnehin für heute Nachmittag eingeplant, aber jetzt hieß es eben: Aufbruch rund vier Stunden früher als gedacht.
Also schmiss ich den Turbo an, packte in Windeseile meine sieben Sachen und sattelte mein Brompton #GSpot. Auf direktem Weg ging es zum Bahnhof Horrem.
Das S-Bahn-Drama in der Praxis 📉⏱️
Am Bahnsteig angekommen, bot sich mir das klassische Bild des modernen Schienenverkehrs. Mein Plan, einfach in eine bereits verspätete S-Bahn hineinzuspringen, zerschlug sich sofort. Der Zug war so unbarmherzig überfüllt, dass ich kurz zögerte. Die App versprach schließlich, dass die nächste Bahn bereits in einer Minute einrollen sollte. Das schien die komfortablere Option zu sein.
Doch kurz vor knapp dröhnte die blecherne Durchsage durch die Lautsprecher: Die S-Bahn, die in einer Minute kommen sollte, fällt komplett aus. Das nennt man wohl britisches Timing im Rheinland. Ich fackelte nicht lange und hechtete in letzter Sekunde doch noch in die im Bahnhof stehende S-Bahn hinein.
Ein Quadratmeter Freiheit – Dank Faltrad 💎⚙️
Mit meinem treuen Faltrad fand ich glücklicherweise noch ein Plätzchen von etwa einem Quadratmeter Größe.

Das ist der unschlagbare Vorteil intermodaler Flexibilität. Für andere Pendler:innen wurde der Morgen dagegen zum absoluten Desaster. Schon an den Haltepunkten in Königsdorf und Weiden-West wollten Menschen mit ihren klassischen Tourenrädern zusteigen – doch die Türen blieben für sie faktisch dicht. Keine Chance. Die Waggons waren bis zum Anschlag vollgestopft. Auch an den darauffolgenden Bahnhöfen wiederholte sich dieses Trauerspiel. Die enttäuschten Radfahrer:innen mussten unverrichteter Dinge auf dem Bahnsteig zurückbleiben und abziehen.
Zu allem Überfluss kam mitten auf der Fahrt die nächste Durchsage: Ein anderer Zug hat Vorfahrt, weshalb wir auf offener Strecke ein paar Minuten „hängen“ müssen.
Mein Fazit vom Bahnsteig 💡💪
Nun ja, trotz der Zwangshalte bin ich zuversichtlich, dass ich Langenfeld noch rechtzeitig erreichen werde, um meinen Enkel in Empfang zu nehmen. Aber eines hat mir dieser chaotische Morgen wieder einmal glasklar vor Augen geführt: Ich bin unendlich froh, mein Brompton zu besitzen. Hätte ich heute Morgen mit einem großen, konventionellen Fahrrad am Bahnsteig gestanden, wäre ich kläglich gescheitert. Das hätte schlichtweg nicht funktioniert. Definitiv nicht.
Der Enkelexpress rollt – wenn auch verspätet!
Euer Axel! 🖐️⚙️


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