Take a ride on the wild side

🎸 Mit Bahn & Bike zu Bobby Brown: Mein Liveticker zur Zappanale! 🚲

Mein Brompton, meine Brompton Tasche und meine Ortlieb auf dem Bein stecken in Bad Oeynhausen vor der Abfahrt nach Hannover

06:40 Uhr – Bad Oeynhausen, Gleis 1: Das Abenteuer beginnt mit DB-Roulette! ☀️💨

Moin ihr Lieben! Es geht los. Umstieg auf die Schiene, die Zappanale ruft! Eigentlich hatte ich einen späteren Zug geplant. Aber wer mich kennt, weiß: Ich bin eh früh wach. Also stehe ich jetzt schon hier am Gleis 1. Plan: Eine Stunde Vorsprung rausholen, damit hintenraus trotz knapper Umstiegszeiten von gut 15 Minuten alles klappt. Soweit die Theorie.

Die Realität? Die Sonne lacht zwar ungehindert vom Himmel, aber der Wind zieht ganz schön frisch und kühl über den Bahnsteig. Ohne mein eilig angezogenes Halstuch geht hier gerade gar nichts!

Und die Deutsche Bahn? Läuft direkt zur Höchstform auf und liefert das erste Zeitenverwirrspiel des Tages:

 Die Bahnhofsanzeige schwankt wild und unklar zwischen pünktlich (6:52 Uhr) und fünf Minuten später (6:57 Uhr).

 Über die DB Navigator App kommt die Nachricht, dass ich in Hannover 6 Minuten zu spät ankommen werde – am Bahnsteig selbst wird davon noch nichts angezeigt. Verwirrung pur!

 Und genau in diesem Moment scheppert die Durchsage durch die Lautsprecher: 5 Minuten Verspätung für meinen RE 70 Richtung Braunschweig.

Update von der Abfahrt: Mittlerweile ist es nach 6:57 Uhr. Der Zug steht nun hier, aber wir bewegen uns keinen Millimeter. Seit gut fünf Minuten stehen wir jetzt schon am Bahnsteig in Bad Oeynhausen und fahren einfach nicht weiter. Ein Geduldsspiel direkt zum Auftakt!

Ich bin jetzt mal gespannt, wie ich gleich mit meinem ganzen Gepäck in diesen RE hineinkomme (Foto folgt!). Da ich aber eine Stunde früher dran bin als geplant, bleibe ich optimistisch. In Hannover habe ich eigentlich 50 Minuten Aufenthalt zum Frühstücken – ein bisschen Puffer ist also noch da.

Ich halte euch auf dem Laufenden – drückt die Daumen, dass sich die Räder bald drehen! 🚲🎒

07:23 Uhr – Im RE 70 der Westfalenbahn: Es rollt (und das WLAN fliegt!) 🚄💨

Er rollt! Nach einem gefühlten Kriechgang auf den ersten Kilometern hat unser RE 70 Richtung Braunschweig jetzt ordentlich Fahrt aufgenommen. Der DB Navigator ist inzwischen auch wieder gnädiger gestimmt und prophezeit mir für Hannover nur noch schlanke vier Minuten Verspätung. Das kann mir bei meinem großzügigen Zeitpuffer und dem geplanten Frühstück absolut egal sein.

Ich sitze hier übrigens in einem Zug der Westfalenbahn. Ein spezielles Fahrradabteil habe ich zwar nicht erwischt, aber das ist das Schöne am Faltrad-Life: Mein treuer Begleiter hat auch so mehr als genug Platz und steht sicher verstaut direkt bei mir.

Die absolute Überraschung des Morgens: Das WLAN hier im Zug ist fantastisch! Blogbeiträge hochladen und Fotos senden klappt wie am Schnürchen. Das nächste Update lässt also garantiert nicht lange auf sich warten.

Nächster Halt: Hannover Hauptbahnhof und Kaffeedurst löschen! ☕🚲

Die Route im Visier: 5 Etappen, 5 Bahnhöfe – und jede Menge Strecke! 🗺️📈

Damit ihr mal eine Vorstellung davon habt, welchen Ritt ich heute mit dem Deutschlandticket und meinem Faltrad vor mir habe, habe ich mal die Karte gezückt. Hier ist mein heutiger Fahrplan, einmal quer durch den Norden – gemessen in reiner Luftlinie zwischen den Umstiegsbahnhöfen:

 Etappe 1: Bad Oeynhausen ➔ Hannover Hbf (ca. 62 km)

 Etappe 2: Hannover Hbf ➔ Uelzen (ca. 81 km)

 Etappe 3: Uelzen ➔ Hamburg Hbf (ca. 75 km)

 Etappe 4: Hamburg Hbf ➔ Rostock Hbf (ca. 151 km)

 Etappe 5: Rostock Hbf ➔ Bad Doberan (ca. 15 km)

Das macht unterm Strich eine reine Gesamt-Luftlinie von rund 384 Kilometern!

Auf den tatsächlichen Schienenwegen der Bahn werden es am Ende des Tages wohl eher um die 450 bis 480 Kilometer sein. Eine ordentliche Strecke für einen Tag im Regionalverkehr. Aber mit der richtigen Einstellung, gutem Kaffee und Vorfreude auf die Zappanale im Gepäck wird das ein richtig gutes Abenteuer.

Als Nächstes wartet erst mal der Frühstücksstopp in Hannover auf mich – wenn die Westfalenbahn das Tempo hält! ☕🚆

08:34 Uhr – Hannover Hauptbahnhof: Frühstück rettet die Laune (und den Puffer!) ☕🥐🍎

Hannover Hbf ist erreicht! Allerdings mit einer satten Viertelstunde Verspätung.

Defekter Aufzug am Bahnhof Hannover

Dass auf dem Ankunftsgleis auch noch der Aufzug ausgefallen war? Geschenkt! Gegenüber dem restlichen Bahn-Chaos ist das eine reine Petitesse. Mit meinem GSpot – meinem treuen Brompton G Line – nehme ich einfach die Rolltreppe. Das geht mit diesem genialen Rädchen im gefalteten Zustand nämlich absolut problemlos. Faltrad-Life eben!

Und weil es so schön ist, geht es gleich auch mit genau dieser Viertelstunde Verspätung weiter in Richtung Uelzen.

Für alle Rechenkünstler da draußen bedeutet das: Mein geplanter Umstiegs-Puffer in Uelzen ist damit erst mal komplett aufgebraucht. Jetzt heißt es Daumendrücken. Wartet der Anschlusszug dort? Hat er ebenfalls Verspätung? Oder muss ich eine spätere Verbindung nehmen? Darüber mache ich mir jetzt noch keinen Kopf. Unverhofft kommt oft, und ich bleibe entspannt.

Erst mal wird das Positive gefeiert: Durch die Verspätung meines nächsten Zuges habe ich jetzt richtig viel Zeit zum Frühstücken bekommen! Ich habe mir fix einen Kaffee (meinen Becher habe ich ja immer dabei), ein Teilchen und einen Apfel besorgt.

Kaffee und Frühstück am Bahnhof Hannover

Und als absolutes Highlight habe ich sogar mein geliebtes Müsli ergattert.

Bircher Müsli von Dean & David am Bahnhof Hannover

Frisch gestärkt wartet es sich doch gleich viel besser. Mal schauen, was das nächste Abenteuer auf dem Weg nach Uelzen bringt! 🚆🚲

09:15 Uhr – Im RE 2 nach Uelzen: Entspannung im DB-Regio-WLAN 🚄⚡

Der RE 2 nach Uelzen hat sich endlich in Bewegung gesetzt! Allerdings schleppen wir bereits eine substanzielle Verspätung mit uns herum. Ob ich den Anschluss in Uelzen noch erreiche? Das steht absolut in den Sternen.

Aber anstatt mich zu stressen, genieße ich lieber die Vorzüge des Reisens mit leichtem Gepäck: Meinen „GSpot“ konnte ich im Abteil der DB Regio super easy abstellen und sogar sicher anschließen. Das gibt mir die Freiheit, mich entspannt in einen ganz anderen Bereich des Zuges zu setzen – dorthin, wo es Steckdosen und stabiles WLAN gibt. So lässt es sich arbeiten und reisen!

Falls der Anschluss in Uelzen flöten geht, ist das eben so. Entweder geht es etwas später weiter, oder ich suche mir spontan eine andere Alternative. Und falls alle Stricke reißen: Uelzen hat schließlich den wunderschönen, weltberühmten Hundertwasserbahnhof! Den würde ich mir dann einfach noch mal in aller Ruhe ganz genau anschauen.

Es bleibt also spannend, aber vor allem entspannt. Ich halte euch auf dem Laufenden! 🎨🏰🚲

10:15 Uhr – Uelzen: Sprintfinale und Baustellen-Bremse 🏃‍♂️💨🚉

Die Ansage im RE 2 war extrem deutlich: Der Anschlusszug in Uelzen wartet genau drei Minuten.

Also hieß es: Beine in die Hand nehmen! Im gestreckten Galopp ging es los. Die Umhängetasche umgehängt, das Brompton und die Ortlieb-Tasche im ausgestreckten Arm. So stürmte ich durch den Bahnhof. Für die wunderschöne Hundertwasser-Architektur hatte ich dieses Mal leider überhaupt keine Augen.

Die gute Nachricht: Ich habe den Zug nach Hamburg tatsächlich erreicht!

Die ironische Nachricht: Wir stehen hier immer noch am Gleis. Seit über zehn Minuten rühren wir uns keinen Millimeter. Grund dafür sind spontane Bauarbeiten auf der Strecke. Der ganze Stress war also völlig umsonst. Und mein nächster Anschluss in Hamburg? Der wackelt jetzt natürlich auch schon wieder gewaltig. Typisch Bahn!

Man sich untergebracht in einem Metronom Zuk auf einem Gepäck Shelf

Immerhin gibt es ein echtes Trostpflaster an Bord. Mein treuer GSpot ist perfekt untergebracht. Er thront sicher auf einem extra Gepäckständer. Was will man mehr?

Jetzt heißt es wieder: Abwarten und entspannen. Hamburg, ich komme – irgendwann! 🚆🚲

Wir stehen jetzt eine halbe Stunde in Uelzen 🤮

Der Zug in Hamburg ist sicher weg.

„Gute“ Nachricht: nach Rostock fahren Züge von Hamburg nur alle 2 Stunden ‼️ Dem nächsten müsste ich dann bekommen 🤓

Bleibt dran – das nächste Update kommt direkt vom Ostseestrand! 🌊🚲🌅

10:45 Uhr – Unterwegs Richtung Hamburg: Unwetter-Ausreden und das Bahn-Gefälle ⛈️🤷‍♂️

Mit einer satten halben Stunde Verspätung sind wir nun endlich in Uelzen losgekommen. Die offizielle Begründung der Zugbegleiterin via Lautsprecher: Unwetter.

Ganz ehrlich? Mittlerweile könnten sie sich diese Durchsagen eigentlich komplett sparen. Es ist am Ende des Tages doch völlig wurscht, woran es hakt. Über manche Begründungen kann man eh nur noch laut lachen, weil man sie gefühlt schon in- und auswendig kennt. Ändern tut es an der Verspätung ja trotzdem absolut gar nichts. Humor ist, wenn man trotzdem reist!

Aber während wir hier so durch die Landschaft zuckeln, geht mir ein ganz anderer Aspekt durch den Kopf: der Fahrplan im Norden und Osten.

Habt ihr euch mal angeschaut, wie die Taktung von Hamburg nach Rostock aussieht? Da fährt tatsächlich nur alle zwei Stunden ein Regionalexpress – und nur alle zwei Stunden ein ICE. Und das Beste: Die beiden fahren auch noch zeitlich super nah beieinander! Da muss ich ganz ehrlich sagen: Kein Wunder, dass sich die Menschen im Osten abgehängt fühlen.

Zum Vergleich: Selbst von Hannover nach Uelzen fährt jede Stunde ein Zug, und von Uelzen nach Hamburg ebenfalls (sofern uns das Unwetter nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht). Bei der Verbindung Richtung Mecklenburg-Vorpommern ist da definitiv noch jede Menge Luft nach oben für die Verkehrswende!

Ich hoffe jetzt einfach mal, dass mein Hamburger Anschluss trotz allem irgendwie klappt. Drückt mir die Daumen! 🚄💨

11:55 Uhr – Gestrandet in Hamburg-Harburg: Das absolute Chaos-Nadelöhr 🤯🚉

Das DB-Roulette hat wieder zugeschlagen: Mein Zug ist in Hamburg-Harburg stehen geblieben. Endstation wegen eines technischen Defekts. Weiterfahrt? Ausgeschlossen.

Jetzt zeigt sich die pure Ironie des Tages: Ich bin gerade ernsthaft froh, dass die Züge nach Rostock nur alle zwei Stunden fahren! Würden sie stündlich takten, wäre mein Anschluss in Hamburg jetzt eh schon unwiderruflich weg. So habe ich zumindest theoretisch noch eine winzige Chance.

Der Zug, mit dem ich nach Hamburg Hauptbahnhof fahren sollte, steht jetzt hier in Hamburg Harburg und fährt nicht weiter

Aber erst mal muss ich überhaupt zum Hamburger Hauptbahnhof kommen. Ich stehe hier auf dem Bahnsteig in Harburg, und es ist einfach nur brutal. Der Gleisbereich ist so brechend voll, dass hier gefühlt keine Ameise mehr zwischen die wartenden Menschen passt – geschweige denn ich mit meinem Gepäck und dem GSpot. In den nächsten Zug, der hier gleich einläuft, werde ich mich ganz sicher nicht reinquetschen. Ich warte lieber auf den übernächsten.

Es ist ein unglaubliches, schreckliches Chaos.

Wenn man das hier so beobachtet, fragt man sich allen Ernstes, wie wir das als Pendler:innen und Reisende eigentlich alle überstehen. Es zeigt aber auch, wie unglaublich resilient wir Menschen doch sind. Niemand hier am Bahnsteig hat gerade die Gewissheit, ob, wann und wie er sein Ziel heute überhaupt noch erreicht. Man erträgt es einfach mit einer stoischen Ruhe – auch wenn es eigentlich zum Haareraufen ist.

Ich atme jetzt erst mal tief durch, halte mein Faltrad fest und warte auf eine Lücke im System. Drückt mir die Daumen, dass ich es irgendwie über die Elbe schaffe! 🚲🌪️

13:00 Uhr – Zurück im Plan (und in der guten alten Bundesbahn-Nostalgie!) 🚆💨

Man glaubt es kaum: Mein ursprünglicher Plan hat mich gerade wieder eingeholt! Ich stehe – oder besser gesagt, stand eben noch – in dem vollkommen überfüllten Regionalexpress, den ich eigentlich von Anfang an für meine Reise ab Bad Oeynhausen eingeplant hatte.

Immer Filterbahn zwischen Hamburg, Harburg und Hamburg, Hauptbahnhof

Die Stunde Vorsprung, die ich heute Morgen extra herausgeholt hatte, ist also komplett verpufft. Ein Glück, dass mich mein Plan nur einholt und hoffentlich nicht auch noch überholt!

Zwischendurch ging im Funkloch-Nirgendwo übrigens gar nichts mehr: Weder Mobilfunknetz noch WLAN. Wahrscheinlich sind wir über irgendeine verlassene Ersatzstrecke gerumpelt, die von der Zivilisation komplett vergessen wurde.

Aber jetzt kommt die große Wende: Ich sitze! Und zwar in einem guten, alten, klassischen Bundesbahn-Wagen auf dem Weg von Hamburg nach Rostock. Wir haben noch gut 20 Minuten bis zur Abfahrt, aber das Abteil füllt sich schon rasant. Man merkt den Leuten die Sorge richtig an – alle wollen sich schnell ihren Platz sichern, aus Angst, der Zug fährt am Ende doch nicht oder sie kommen nicht mehr mit.

Für mich heißt es jetzt erst mal: Durchatmen. Mein treues Faltrad ist verstaut, ich habe einen Sitzplatz und bin – trotz des ganzen unzumutbaren Chaos heute – wieder exakt im ursprünglichen Zeitplan.

Mein Rad und meine Ortlieb Tasche hinter meinem Sitz in der deutschen Bahn von Hamburg nach Rostock

Rostock, wir kommen! 🎸🚲

13:15 Uhr – Die DB als sozialer Klebstoff: Geschichten vom Bahnsteig 🤝💬

Wenn die Bahn eins schafft, dann ist es, uns alle auf die gleiche, bodenständige Ebene zu holen. In der Krise rückt man eben zusammen. Und so ein Chaos-Tag hat auch sein Gutes: Er stärkt den sozialen Zusammenhalt auf ganz wunderbare Weise!

In Uelzen habe ich mich länger mit einer Frau unterhalten, die eigentlich nur nach Bad Bevensen wollte. Bei unserem stundenlangen Aufenthalt wäre sie wahrscheinlich schon dreimal hin- und hergefahren. Am Ende war sie einfach nur froh, überhaupt irgendwie nach Hause zu kommen. Wir haben das Schicksal mit Humor genommen.

Später im Zug traf ich Ute. Sie war mit gefühlt unendlichen Bergen an Gepäck auf dem Weg nach Sylt zum Familienurlaub. In Hamburg-Harburg stand sie sichtlich verloren vor dem Chaos. Da fackelt man als Radfahrer natürlich nicht lange: Ich habe mit angepackt und geholfen, ihre Koffer und Taschen über den überfüllten Bahnsteig zu wuchten. Im dichten Gewusel habe ich sie dann aus den Augen verloren, weil ich mich für den anderen Zug entschieden habe. Liebe Ute, falls du das liest: Ich wünsche dir eine fantastische Reise nach Sylt – und dass du gut hin- und auch wieder zurückkommst! 🌊

Und als ob das nicht reicht, gab es auf dem Bahnsteig in Harburg noch ein nettes Treffen mit einem Paar aus Trier. Wir haben uns wunderbar über das Saarland und Rheinland-Pfalz ausgetauscht und gemeinsam beratschlagt, wie wir jetzt am besten zum Hauptbahnhof kommen. Ich bin mir sicher, die beiden haben es auch geschafft!

Bis Rostock ergibt sich auf dieser Reise vielleicht noch die eine oder andere Chance, diesen „sozialen Kitt“ weiterzuspinnen. Mal sehen! Wenn dieser gute alte Zug jetzt allerdings pünktlich fährt, gibt es ja eigentlich viel zu wenig Anlass zum Quatschen. Manchmal ist ein bisschen DB-Abenteuer eben doch der beste Eisbrecher. 😉

Versucht habe ich es gerade, mir gegenüber sitzt ein Mann, der auch mit einem Brompton eingestiegen ist, allerdings mit einem handlicheren. Er ist aber nicht sehr gesprächig, vielleicht wird das ja noch etwas.

Nächster Halt: Rostock! 🚆🚲🎸

13:25 Uhr – Abfahrt Hamburg: Fast schon unheimlich pünktlich! 🤫🚂

Ich will‘s ja nicht verschreien. Aber das Wunder ist tatsächlich geschehen: Der Zug ist pünktlich in Hamburg abgefahren!

Die Stimmung an Bord ist erstaunlich entspannt. Der Zug ist zwar gut besetzt. Aber jede:r Reisende hat einen Sitzplatz gefunden. Keine Spur mehr vom Harburger Chaos.

Vor mir liegen jetzt erst mal zweieinhalb Stunden entspannte Fahrt bis nach Rostock. Ich schalte jetzt in den Ruhemodus. Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, herrscht erst mal kleine Sendepause.

Zeit für ein wohlverdientes Päuschen. Augen zu und Beine hochlegen!

Bis gleich aus Rostock! 😴🚲

14:45 Uhr – Kurz vor Rostock: Gleiten durch Mecklenburg-Vorpommern 🌾🛤️

Man muss auch mal loben können: Diese Züge der Deutschen Bahn gleiten einfach herrlich über die Schienen. Kein Klappern, kein Quietschen. Reine Tiefenentspannung.

Spätestens seit Schwerin hat sich der Zug merklich geleert. Jetzt habe ich eine ganze Vierer-Sitzgruppe für mich allein. Füße hochlegen und die mecklenburgische Landschaft vorbeiziehen lassen – genau so muss Bahnfahren sein!

Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Zug heraus fotografiert

Wenn alles glattläuft, wird dieser entspannte Nachmittag heute Abend noch getoppt. Ein kleiner Abstecher zur Ostsee steht nämlich auch noch auf dem Plan. 🌊

Nächster Halt: Rostock Hauptbahnhof. Der Endspurt zur Zappanale naht! 🚲🎸

16:05 Uhr – Der Endspurt im Diesel-Flitzer: Auf Holz klopfen für die letzten Kilometer! 🚂💨🪵

In Rostock lief erst mal alles wie am Schnürchen. Wir sind zwar mit etwas Verspätung eingelaufen, aber den Anschlusszug nach Bad Doberan habe ich absolut problemlos erreicht.

Ich sitze jetzt in einem ziemlich winzigen, gemütlich vor sich hin brummenden Dieselzug. Bis zu meinem Ziel sind es von hier aus nur noch vier Stationen!

Kurz zuckte ich allerdings zusammen, als eine Durchsage durch den Wagen hallte: „Personen im Gleis“. Der Zug wird deshalb heute wohl nicht bis zur Endstation durchfahren können. Aber ein schneller Blick auf meinen Plan beruhigt mich: Die betroffene Station liegt glücklicherweise hinter Bad Doberan. Puh!

Und falls doch noch alle Stricke reißen sollten? Ich habe ja schließlich meinen GSpot im Gepäck! Zur Not steige ich einfach an der nächsten Station aus, schwinge mich auf mein Brompton und rase die restliche Strecke auf zwei Rädern ins Ziel. Ein Faltrad ist eben kein „Fahrrad“ im sperrigen Sinne, sondern mein treues, flexibles Handgepäck.

Jetzt klopfe ich aber erst mal ganz fest auf Holz (oder zur Not auf meinen eigenen Kopf!), dass wir die letzten Kilometer einfach durchrollen. Wenn alles klappt, bin ich gegen 16:30 Uhr am Ziel. Das ist zwar eine Stunde später, als ich heute Morgen spontan gehofft hatte – aber es ist exakt mein ur-ursprünglicher Plan. Und der scheint heute tatsächlich aufzugehen!

Bad Doberan, ich kann dich quasi schon riechen! 🎸🚲🌊

Pünktliche Abfahrt ‼️

16:50 Uhr – Bad Doberan: Ziel erreicht, aber der Puls steigt im Hotel! 🏨🛑

Ich bin da! Die Regionalbahn hat mich pünktlich in Bad Doberan ausgespuckt, und vom Bahnhof war es wirklich nur ein Katzensprung bis zu meiner Unterkunft, dem Doberaner Hof.

Eigentlich Zeit zum Aufatmen – wäre da nicht direkt die erste dicke, fette Enttäuschung beim Check-in. Das Hotel bekommt von mir direkt mal einen riesigen Minuspunkt: Ich soll mein Brompton ernsthaft nicht mit aufs Zimmer nehmen dürfen!

Ein gefaltetes G Line ist rein rechtlich ein Gepäckstück und kein Fahrrad. Dass man mir hier so querkommt, geht für mich als leidenschaftlicher Radler absolut gar nicht. Da ist das allerletzte Wort definitiv noch nicht gesprochen! Eines steht aber jetzt schon fest: Das war mein erster und garantiert letzter Besuch in diesem Haus. Die entsprechende Bewertung wird folgen. Deshalb gibt es an dieser Stelle heute auch bewusst kein Foto vom Hotel.

Aber ich lasse mir die Laune jetzt nicht verderben! Die Zappanale-Vorfreude ist viel zu groß.

Mein Plan für die nächsten Minuten:

1. rübersprinten zum Lidl und ein bisschen Proviant für den Abend sichern,

2. rauf auf den GSpot und ab an die Ostsee!

Nach diesem wilden DB-Tag ist eine Runde Ausradeln am Meer absolute Pflicht. Der Wind um die Nase wird den Hotel-Ärger ganz schnell wegpusten.

Stürmisch Ostsee am Abend am Strand östlich von Kühlungsborn

19:15 Uhr – Feierabend an der stürmischen Ostsee: Füße im Wasser, Wind im Gesicht! 🌊💨👣

Ich habe es geschafft. Ich sitze jetzt ganz gemütlich am Strand, ein Stück östlich von Kühlungsborn, und blicke auf das weite Meer.

Die Ostsee zeigt sich heute von ihrer wilden Seite: Sie ist extrem stürmisch, und eine kühle, richtig kräftige Prise fegt mir um die Nase. Weil ich noch nicht perfekt ausgerüstet bin – das Handtuch liegt noch verpackt in der Tasche –, habe ich mich heute erst mal nur mit den Füßen ins erfrischende Nass gewagt. Das ganz große Anbaden verschiebe ich lieber auf morgen.

Mit den Füßen in der Ostsee

Dafür hat mein Abendessen am Strand absolut Sterne-Niveau: Picknick mit dem Proviant, den ich mir vorhin noch im Lidl in Bad Doberan gesichert habe. Mit dieser Aussicht schmeckt selbst das einfachste Brötchen wie ein Festmahl. Der perfekte Abschluss für diesen turbulenten Reisetag!

Vesper an der Ostsee am Strand und König

Damit schließe ich den Liveticker für heute. Ich werde jetzt gemütlich mit dem GSpot zurückrollen, mich in meinem Zimmer einrichten (und die Brompton-Verhandlungsrunde mit dem Hotel fortsetzen 😉) und die nächsten Tage planen. Denn ehrlich gesagt: Ich habe noch überhaupt keinen festen Plan, was mich hier alles erwartet. Aber genau das macht das Abenteuer ja aus!

Vielen Dank an alle, die heute beim DB-Krimi mitgefiebert und mir die Daumen gedrückt haben. Ihr seid spitze!

Gute Nacht und bis morgen aus Bad Doberan! 🚲🎸✨

Kommentare

  1. Abenteuer Bahn. Ob das jemals wieder besser wird? Natürlich werden die Daumen gedrückt

    1. Ich habe ziemlich großzügige Umstiegszeiten bei der Planung der Fahrt eingegeben. Das muss nichts heißen aber ich bin erst mal zuversichtlich.

    2. Der gesamte Reiseplan steht jetzt im Blog Beitrag.

  2. Erinnert mich an meine erste Bahnreise 1962 von Bensheim nach Rüsselsheim, was knapp 40 Bahnkilometer entspricht, die für mich eine halbe Weltreise darstellte. Manchmal lange Wartezeiten und dann wieder schnelle Gleiswechsel.

  3. […] 🎸 Mit Bahn & Bike zu Bobby Brown: Mein Liveticker zur Zappanale! 🚲 […]

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Warum ich Rad fahre

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen