Das muss man einfach mal erlebt haben (nicht)

Freitag, Neumarktpassage Köln, Nachmittag, Einkaufsgetümmel. Mein SCHWARZER BULLE angeschlossen an einem der Bügel dort. Als ich aus dem Geschäft komme, eine kleine Überraschung: nicht nur ich habe mein Rad angeschlossen, sondern mein neuer Bügelnachbar auch. Und auch noch mit einem richtig schönen Faltschloss.

Zugegeben, ein schönes Rad hat sich da an meines gekettet, aber die Beziehung ist doch sehr einseitig. Eigentlich will ich nach Hause.

Erste Aktion: Post auf Instagram. Vielleicht……

Zweite Aktion: Post auf Facebook. Vielleicht…..

Ich entschließe mich, dem Ganzen etwas Zeit zu geben und trotte in die Schildergasse. Treffe auf einen Streifenwagen, erzähle den Polizisten meine Geschichte. Der freundliche Polizist sagt: warten Sie noch was und rufen Sie dann auf unserer Wache an, wir helfen Ihnen. Ein Lichtblick.

Ich zurück und bei Merzenich einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Mittlerweile auch auf Facebook Reaktionen: Ruf die Polizei (danke Euch allen). Also rufe ich die Polizei. Die „machen einen Einsatz auf“, sagen aber gleich, dass es dauern kann und dass es sein kann, dass sie das Faltschloss nicht aufkriegen.

Ich warte.

Auf einmal spricht mich ein junger Mann an: warten Sie, ich hole mein Rad weg. Ich kann es nicht glauben: er ist da!!! Ich fauche ihn etwas an: Du hast mein Rad angeschlossen!!! Er ist verdattert. Hatte es wohl einfach unüberlegt gemacht. Es ist eine Frau bei ihm, sie werden wohl öfter ihre Räder zusammen schließen, war wahrscheinlich einfach ein Reflex oder Unachtsamkeit. Ich kann nicht böse sein. Wir verabreden uns, dass er mir einen ausgibt, wenn wir uns das nächste Mal sehen. (das ist nicht so unwahrscheinlich, ich merke mir das Rad!!!)

Abschluss: ich versuche, „meinen“ Polizeieinsatz abzublasen. Die Telefonnummer ist dauernd besetzt. Ich gehe über die Straße, dort steht ein Streifenwagen. Der nette Polizist verspricht mir, sich zu kümmern.

Ich fahre nach Hause.

4 Kommentare zu „Das muss man einfach mal erlebt haben (nicht)

  1. Ziemlich einseitig, allerdings auch ziemlich deutlich, verlief gestern der Anbahnungsversuch eines (zugegeben sehr hübschen, allerdings Herren-) Rades an meinen SCHWARZEN BULLEN im Einkaufsgetümmel in Köln. Die Affäre endete schon nach einer guten Stunde und verlief rein platonisch.

    Mir war erst nicht so zum Lachen zumute, aber am Ende konnte ich dem Besitzer dann doch auch nicht zu böse sein.

    Ist Euch das auch schon mal passiert und wie ist es dann verlaufen?

    Hm, ja, auch solche Geschichten sind #warumichradfahre. Denn außer ein wenig Zeitverlust und einem ungeplanten Stück Schokoladentorte (das jetzt auf meinen Hüften sitzt) mit einem großen Kaffee ist ja nicht viel geschehen.

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  2. Mir ist das mal aktiv passiert, und ich habe das Fahrrad über Tage dort stehen gelassen, weil ich es nicht benötigte. Hatte einen ziemlich, ziemlich bösen Zettel am Sattel. Upsi. Immerhin nicht mehr.

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