Abstecher zum Absetzer

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So hätte ich meinen Kollegen den Tagebau Hambach am gestrigen Abend gerne gezeigt, war doch die Gelegenheit günstig. Aber es war dann doch schon dunkel und auch ziemlich neblig, deswegen blieb es vor allem ein Volltext-Vortrag von mir.

Die Fahrt war trotzdem schön, das Wetter kalt, aber trocken, die Straßen sauber. Schöner Abstecher zum Absetzer.

Ein bißchen Input zum Braunkohleabbau im Rheinischen Revier:

Das Rheinische Revier ist eine historische Kohlebergbauregion in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Der Braunkohleabbau hat in dieser Region eine lange und komplexe Geschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt.

Der Braunkohleabbau im Rheinischen Revier begann im 19. Jahrhundert. In den Anfängen war die Förderung von Braunkohle eine kleine und unbedeutende Tätigkeit, die hauptsächlich von kleinen Bergwerken und Arbeiterfamilien betrieben wurde. Mit dem Wachstum der industriellen Revolution und dem steigenden Bedarf an Energie, begann der Braunkohleabbau im Rheinischen Revier jedoch zu expandieren. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Abbau von Braunkohle zu einer der wichtigsten Wirtschaftstätigkeiten in der Region und beschäftigte Tausende von Arbeitern.

Der Braunkohleabbau hatte jedoch auch negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Lebensqualität der Menschen im Rheinischen Revier. Der Abbau führte zu großflächigen Zerstörungen von Landschaft und Natur, sowie zur Veränderung des Klimas und des Bodens. Auch die Arbeitsbedingungen in den Bergwerken waren oft gefährlich und die Lebenserwartung der Arbeiter war gering.

In den 1970er Jahren begann die Bundesregierung, Maßnahmen zur Begrenzung des Braunkohleabbaus im Rheinischen Revier zu ergreifen. Diese Maßnahmen umfassten die Schließung von kleineren Bergwerken und die Verlagerung der Förderung in größere und effizientere Bergwerke. Auch die Umweltauswirkungen des Braunkohleabbaus wurden stärker reguliert.

Trotz dieser Maßnahmen, hat der Braunkohleabbau im Rheinischen Revier weiterhin eine wichtige Rolle in der Region gespielt und es gibt bis heute noch aktive Braunkohlebergwerke. In den letzten Jahren hat jedoch der Druck zugenommen, den Braunkohleabbau in Deutschland zu beenden, aufgrund der negativen Auswirkungen auf die Umwelt und Klima.

Im Jahr 2018 hat die deutsche Regierung beschlossen, den Braunkohleabbau bis 2038 zu beenden und den Kohleausstieg vorzubereiten. Dieser Entschluss hat Auswirkungen auf die Region Rheinische Revier und die Arbeiter, die in der Braunkohleindustrie arbeiten. Vor kurzem haben Bundes- und Landesregierung NRW beschlossen, den Braunkohleabbau im Rheinischen Revier und die Verfeuerung von Braunkohle in 2030 zu beenden.

Und noch was speziell zum Tagebau Hambach:

Der Tagebau Hambach ist ein Braunkohletagebau in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Er ist der größte Tagebau in Europa und gehört zur RWE Power AG. Die Kohle wird hauptsächlich zur Stromerzeugung verwendet.

Der Tagebau Hambach hat eine Fläche von rund 85 Quadratkilometern und eine Abbaugrube von mehr als 300 Metern Tiefe. Um die Kohle abzubauen, werden große Maschinen wie Bagger und Radlader eingesetzt.

Der Abbau erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird die Oberflächenschicht abgetragen, um an die Kohle zu gelangen. Dies geschieht in der Regel durch den Einsatz von Baggern. Anschließend wird die Kohle mit Radladern und Schaufelladern auf LKW transportiert und zur Verarbeitungsanlage gebracht.

Die Kohle wird in der Verarbeitungsanlage gewaschen und getrocknet, um den Anteil von Schlämme und Feuchtigkeit zu reduzieren. Anschließend wird sie in Kraftwerken verfeuert, um Strom zu erzeugen.

Der Tagebau Hambach hat jedoch auch negative Auswirkungen auf die Umwelt. Der Abbau führt zur Zerstörung von Wäldern und Naturgebieten, und es gibt Bedenken hinsichtlich des Klimawandels und des CO2-Ausstoßes. Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Tagebaus auf die Anwohner, insbesondere hinsichtlich der Lärmbelästigung und der Bodenverdichtung.

In Anbetracht der negativen Auswirkungen und der Notwendigkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, hat die deutsche Regierung beschlossen, den Tagebau Hambach bis zum Jahr 2030 zu schließen.

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