
Samstag sollte es so weit sein. Ich hatte mir vorgenommen, meinen ersten Rennrad-Hunni für dieses Jahr zu fahren. Stellte sich natürlich die Frage, wo es lang gehen sollte. Ich wollte ins Revier fahren, also durch die Braunkohle-Landschaft. Hier hatte ich ja durchaus auch schon Hunni Erfahrung:
Aber die Route sollte es nicht sein, schon zu oft gefahren. Also mal was Neues.
Was macht man in so einem Fall? Na klar, der BRouter befragen. Die Web Anwendung erlaubt quasi das Zusammenklicken einer Route. Man markiert Orte auf der Karte und der BRouter zeichnet eine Verbindung. Dabei kann man mithilfe der so genannten Profile (links oben im Fenster) auswählen, für welches Rad die Strecke optimiert sein soll. Ich wähle meist „Rennrad (mit wenig Verkehr)“. So auch heute.
Die ersten 30 Kilometer verliefen auf meiner Hausstrecke bis zu den Kraftwerken in Neurath. Na, nicht ganz, den BRouter leitete mich vorher schon in den Ort Neurath und von dort nach Frimmersdorf. Und dann begann eine wunderschöne Strecke fernab von Autos durch RWE Gelände. Es ging ziemlich durch die Natur. Auf mindestens zwei oder drei Kilometern gab es ganz schön viel tragende Apfelbäume. Wunderschön. Nicht immer die besten Wege, aber das interessierte mich nicht sehr, die Viper machte brav alles mit.
Nach 50 Kilometern machte ich mitten in Holzweiler am Tagebau Garzweiler eine Pause und aß ein mitgebrachtes Brötchen und trank ausreichend, denn es wurde dann schon richtig heiß.
Etwas kitzlig wurde es auf der L264 in Richtung Niederzier, weil dort eigentlich aufgrund einer Baustelle Durchfahrt verboten war. Ein freundlicher entgegenkommender Radfahrer rief mir aber zu, dass ich durchkomme und so war es dann auch und ich durfte einen ganz frisch geteerten Radweg fahren (der bei der Hitze noch leicht klebte).
Ab Niederzier kannte ich alle möglichen Rückwege und wählte den über Ellen und Bürgewald zu einem kurzen Abstecher auf den Erftlandring, die Kartbahn in der Steinheide, wo gerade die Deutschen Kartmeisterschaften stattfinden. Zu Haus hatte ich dann etwas über 107 Kilometer auf dem Zeiger. Ohne Schwierigkeiten und mit einem Schnitt von 26,5 km/h bei Strava, nicht zu schlecht für die Premiere dieses Jahr.
Die Strecke hatte ich vom BRouter als gpx exportiert und dann in Komoot importiert. Am Ende kam das auf Komoot zustande:
Und das auf Strava:
https://www.strava.com/activities/11933612309
Schon alleine wegen der Äpfel werde ich die Strecke in etwa einem Monat noch mal fahren, das ist sicher. Aber auch, weil sie sonst so schön war. Vielleicht das nächste Mal im Uhrzeigersinn.

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