Take a ride on the wild side

Interview mit Profi – Fachjournalistin Astrid Johann zur Spezi 2025

Astrid Johann auf einem Handbike auf der Spezi 2025
Foto / Copyright Astrid Johann , Immer auf Rad 🚲

Am Sonntagabend, nachdem der Kehraus auf der Spezi schon stattgefunden hatte, saß ich noch am Campingplatz der Spezi an der Wutach und aß mit einer Kollegin, allerdings einer professionellen Pressekollegin, zu Abend, die ich am Vortag erst kennengelernt hatte. Ihre Sicht auf die Spezi und das Radfahren hat sie mir verraten, lest selbst: 

Axel

So, ich vermute mal, dass das mein letztes Interview für die diesjährige Spezi wird, aber ich sitze jetzt heute Abend hier unter einem schönen Abendhimmel, neben 

Astrid

Astrid Johann.

Axel

Neben Astrid Johann. Astrid, wir haben uns gestern hier auf der Spezi kennengelernt, gestern Morgen bei Presserundgang. Und ich habe auch mitbekommen, dass du für ein Radmagazin schreibst. Aber was ist dein Interesse hier an der Spezi? Wie oft warst du denn schon da? Und was hast du jetzt auf der Spezi getrieben?

Astrid

Ich bin Fachjournalistin im Fahrradbereich und schreibe für eine Fahrrad-Fachhandelszeitschrift, die nennt sich Radmarkt. Und für Radmarkt schreibe ich schon seit 2002, bin 2003 zum ersten Mal auf der Spezi gewesen und hab dann auch das erste Mal 2004 über die Spezi geschrieben. Und seitdem geh ich immer auf die Spezi. Außer zu den Zeiten, als Corona war, da fiel die ja aus. Zwei Jahre war sie online, und ein Jahr fiel sie komplett aus. Und jetzt hier in Lauchringen war ich schon dreimal. Also ich kann schlecht rechnen. Ich war 2003 bis 2019 in Germersheim bisher und 2023 bis 2025, also dreimal, hier.

Axel

Was macht eine Fachjournalistin auf der Spezi? Wie hast du die beiden Tage zugebracht? 

Astrid

Ich bin den ganzen Tag damit beschäftigt, von einem Stand zum anderen zu gehen, die Leute nach Neuheiten zu befragen und ab und zu mal ein Fahrrad zu testen, eigentlich viel zu selten. Und ja, dann berichte ich über die Spezi selber und auch natürlich über die Neuheiten, die ich erfahren habe. 

Axel

Ich hab dich heute ein paar Mal gesehen, wie du da an den Ständen sitzt und die Leute interviewst, das ist ja auch total spannend. Und was ich mitgekriegt habe, so in den beiden Tagen, du kennst echt Gott und die Welt, oder?

Astrid

Ja, na, wenn du seit 2003 zur Spezies gehst oder auch schon seit 2002 in der Szene bist, dann kennst du die Leute irgendwann, das ist wie eine große Familie. Ich möchte das nicht mehr missen. Das macht einfach tierisch Spaß. Es ist eigentlich mein bezahltes Hobby, sage ich mal so, weil davon leben kann ich nicht wirklich.

Axel

Danke erst mal für einen Einblick in Deinen Beruf. Und fährst du auch Rad? 

Astrid

Natürlich fahre ich Rad.

Axel

Erzähl!

Astrid

Wie soll das anders sein, also das ist Lebenselixier für mich. Ich habe auch schon mehrere Radreisen unternommen, auch mehrmonatige, allein durch Europa, Südosteuropa, Südeuropa, durch Deutschland, Schweden. Also da war ich nicht alleine unterwegs. Ich mach auch mal kleinere Touren nach Südfrankreich oder in Deutschland oder einfach in der Umgebung. Und das ist für mich … Therapie, Lebenselixier, das ist Sport, das ist … das ist Lebensüberzeugung, ja, von mir. Ich fahr im Alltag Rad, ich fahr bei jedem Wind und Wetter Rad. Ich vermeide es eigentlich im Regen, aber ich mach’s trotzdem!

Axel

Das ist eine Sache, die wir gemeinsam haben. Aber wir haben noch was gemeinsam, oder? 

Astrid

Ja, wir sind beide Saarländer. Und die treffen sich überall. Sogar im letzten Kaff wie in Lauchringen. Die fahren getrennt voneinander zur Spezi von völlig unterschiedlichen Standorten aus. Und dann treffen sie sich irgendwie beim Presserundgang. Und ich hab gestern noch nicht mal wirklich ernsthaft gewusst, um wieviel Uhr der Presserundgang ist, und ging nur zum Infostand. Zum Infostand und wollte nur mal nachfragen, irgendwie so ein paar Sachen. Und dann steht der Gunnar da, und dann denk ich, ach, guck mal, fünf Minuten vor elf, stimmt, da war ja irgendwas.

Axel

Ja. Genau, Gunnar ist Gunnar Fehlau, der uns rumgeführt hat, fachkundig wie immer, das war auch total interessant. 

Astrid

Ja, und damit haben wir unsere Radfamilie wieder um eine Person erweitert an diesen beiden Tagen.

Axel

Ja, ich bedanke mich bei dir für das Interview und freue mich total, dass wir uns kennengelernt haben. 

Astrid

Ich bedanke mich bei dir, dass du mich interviewt hast. Und ich freue mich auch total, dass wir uns kennengelernt haben, weil das ist einfach schön. Die Saarländer scheinen sich, wie gesagt, überall zu sehen und zu treffen, uns zu erkennen. Das war mein Akzent. Du hast mich erkannt. „Kommst du aus dem Saarland?“ oder so ähnlich war das. Ich versuche es immer zu vermeiden oder ich kann eigentlich auch Hochdeutsch reden. Ich meine es zumindest zu können. Aber man hört es doch irgendwo raus. Der Saarländer hört die Saarländerin oder umgekehrt.

Axel

Ja, ja. Habe ich dich noch etwas nicht gefragt, was du gerne loswerden möchtest?

Astrid

Ich kann nur jedem, der gerne Fahrrad fährt und mehr über das beste Gefährt der Welt erfahren möchte, raten, zur Spezi zu fahren. Weil es gibt auch Menschen, die nicht mehr Fahrradfahren können oder vielleicht sich nicht fähig fühlen, Fahrrad zu fahren. Es gibt für jeden Geschmack und für jeden irgendein Rad. Und das findet man sicher auf der Spezi. 

Axel

Das ist wohl wahr, das stimmt. Ich habe auch einen solchen Menschen kennengelernt, den Frank, und ihn auch interviewt. Und das Interview wird auch diese Woche erscheinen. (Anmerkung: ist schon erschienen: https://warumichradfahre.blog/2025/04/28/frank-fuehlt-sich-frei/)

Vielen Dank, Astrid. Ich bedanke mich bei dir. Super, dankeschön.

Hier schreibt Astrid, „Immer auf Rad“: https://astridtobe1.wordpress.com

Hier geht es zum Magazin, für das Astrid schreibt: https://radmarkt.de

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