
16.000 Menschen bei der Radsternfahrt in München, und ich kann Euch sagen: ich war mittendrin und es war einfach unglaublich. Ich bin in Fürstenfeldbruck nach einer wirklich schönen Fahrt dorthin eingestiegen und reihte mich in die über 160 Menschen, die schon seit dem frühen Morgen aus Augsburg unterwegs waren, ein. Ja, und dann wurden es buchstäblich an jeder Straßenecke in jedem Ort mehr Mitradelnde, unser sowieso schon nicht so kleiner Pulk schwoll schon vor München auf mehr als 300 an.
Später vereinigten sich dann unterschiedliche Zubringer. Trotzdem schaffte ich es, eine gute Freundin aus München und ihre Familie am vereinbarten Treffpunkt zu treffen und dann mit ihr die restlichen Kilometer zu radeln bzw. auch zu stehen, denn es waren dann doch so viele Menschen auf Rädern, dass die zuvor geplanten Strategien wie Reißverschluss-Einfädeln einfach nicht funktionierten.
Es war eine wundervoll friedliche Stimmung, wie ich sie auf den Sternfahrten so liebe und auf der einen oder anderen Critical Mass mittlerweile vermisse.
Die Abschlusskundgebung, auf der Andreas Schön, der ADFC-Vorsitzende von München und Bernadette Felsch, die bayerische ADFC-Vorsitzende, noch einmal deutlich machten, warum es so wichtig ist, beim Radverkehr in Autobahn-Dimensionen zu denken, war noch sehr gut besucht. Das hatte vielleicht auch damit zu tun, dass im Anschluss Vertreterinnen und Vertreter des Radentscheides München noch einmal vehement Verbesserungen der Situation für Radfahrende in der bayerischen Landeshauptstadt forderten.
Eine rundum gelungene Veranstaltung. Ich bin wirklich froh, dass ich hier war und daran teilnehmen durfte.
Ich schreibe diesen Blogbeitrag noch auf den Stufen der Glyptothek am Königsplatz und lasse mich noch von der Atmosphäre der ausklingenden Veranstaltung inspirieren.
Heute wurde hier bewiesen: wir sind wirklich viele. Wir sind keine Randerscheinung, sondern wollen unseren Teil des Verkehrs und der Verkehrsflächen.
Wie toll!

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