
Etappe 1 des Zubringers zur Sternfahrt Berlin. Hannover – Braunschweig stand auf dem Programm. Nach meiner entspannten Anreise am Mittwoch
und der spannenden Anreise Donnerstag Morgen:
War ich gespannt, was in Hannover so passieren würde.
Wir starteten zu neunt, etwas verspätet. Grund dafür war das Chaos am Hauptbahnhof Hannover, der zeitweise gesperrt war. Einige Mitfahrende wurden dadurch hoffnungslos zurückgeworfen. Hoffnungslos? Natürlich nicht! Wir wussten, dass sie kommen würden – und warteten!
Die erste Überraschung dann: In Hannover lässt es sich wirklich gut Rad fahren. Das war mir schon aufgefallen, als ich die dreieinhalb Kilometer von meinem „Ersatzbahnhof“ zum Treffpunkt am Ernst-August-Platz mit dem Rad zurücklegte. Ich war offenbar auf einer der Velorouten unterwegs – kaum Autoverkehr, angenehmes Fahren. Genau auf solchen Wegen glitten wir dann aus Hannover hinaus. Ein dickes #Like für Hannover!
Und es blieb schön: meist breite, asphaltierte Wege, fernab vom Verkehr. Teilweise fuhren wir durch den Wald, auf stabilen, wassergebundenen Decken. Bis Peine blieben wir dem angekündigten Regen voraus – das half natürlich, denn die Wege waren trocken und gut befahrbar.
Die entspannte Fahrt bot viel Raum für Gespräche. So erfuhr ich, dass nur einer von uns tatsächlich aus Hannover kam. Die anderen stammten aus Gelsenkirchen, Wolfsburg, Magdeburg, Berlin – sogar St. Augustin und Kerpen waren vertreten. Faszinierend, wie uns die Sternfahrt in Hannover zusammengebracht hatte. Und bis auf einen Teilnehmer hatten alle das gleiche Ziel: Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!
Der Hannoveraner steuerte das Staffelrad – ein Bullitt Clockwork Orange, das gerade von Sternfahrt zu Sternfahrt weitergereicht wird. Es war das einzige Rad mit Elektroantrieb. Alle anderen fuhren konventionell – teils mit beachtlichem Gepäck. Aber das gehört zur Leidenschaft fürs Radfahren: die Bereitschaft, sich auf ein Abenteuer einzulassen, hunderte Kilometer weit, mit Menschen, die man vorher nicht kannte.
Und so war es eine wunderbar harmonische, positive Gruppe, die sich locker von Hannover nach Braunschweig bewegte. Alle, mit denen ich sprach, waren begeistert von der schönen Fahrt und von der Idee, die dahinter steckt. Dem tat auch der leichte Nieselregen keinen Abbruch, der auf den letzten ca. 25 Kilometern einsetzte, der aber eher als kleine Erfrischung aufgefasst wurde.
Die Tour könnt ihr – diesmal nicht ganz so reich bebildert wie sonst, wenn ich alleine unterwegs bin – hier auf komoot sehen:
https://www.komoot.com/de-DE/tour/2280581106?ref=itd
Ein Bilderalbum der kompletten Zubringerfahrt (von mir zu Hause aus) gibt es hier:
https://photos.app.goo.gl/35bXdfyNZyJaahgj6
Und noch ein Tipp für alle, die an einem Feiertag abends am Hauptbahnhof Braunschweig stranden und noch hungrig sind: Pizzeria Taormina! Sehr leckeres Essen und Trinken (kühler Lambrusco, muss sein!) und zu wirklich akzeptablen Preisen. Echt meine Empfehlung!
😋

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