Bahntrassenradeln – diesmal in Rheinland-Pfalz (und Belgien)

Ich habe ja schon verschiedentlich meine Begeisterung fürs Bahntrassenradeln hier zum Ausdruck gebracht. Und auch schon eine Reihe von Blogbeiträgen hierzu geschrieben. Zugegeben, das Meiste war in NRW, aber ein (wunderschöner) Weg in Rheinland-Pfalz war auch dabei, nämlich der Maare-Mosel-Radweg zwischen Daun und Lieser an der Mosel (und damit eher in der östlichen Eifel).

Nun war eigentlich ein Ziel, das ich mit dem Urlaub dieses Jahr in Gerolstein verband, die Bahntrassen in der westlichen Eifel zu fahren. Tatsächlich gab ich diesen Plan schon früh auf, weil ich im Vorfeld nicht geschnallt hatte, dass Gerolstein nicht Teil des engen Bahnverbundes rund um Prüm und Pronsfeld war. Mir wurde bald klar, dass ich mit dem Auto zu den Trassen würde hinfahren müssen. Das wollte ich aber zunächst einmal nicht, weil es genügend schöne Touren rund um Gerolstein gibt und weil ich nicht jeden Tag mit dem Auto unterwegs sein wollte. Außerdem gab es ja auch noch spezielle Vorhaben, die ich auch auf jeden Fall durchziehen wollte.

Aber so ganz wollte ich es dann auch nicht dran geben. Nach einem Besuch in Prüm und mithilfe der Broschüren, die ich dort in der Information speziell über das Radfahren in der Eifel bekommen hatte, plante ich dann doch, den Skorpion huckepack auf den Skoda zu nehmen, nach Pronsfeld, von dem ich zuvor noch nie gehört hatte, zu fahren und dann, so der Plan, von dort nach St.Vith in Belgien über die Bahntrasse RP1.04 (nach der Nomenklatur von bahntrassenradeln.de) zu fahren.

Und so lief es dann auch. Knapp 30 Kilometer mit dem Auto, dann hin und zurück Mitte 50 Kilometer für mich begeisterndes Bahntrassenradeln.

Bis zur Grenze eine Fahrt durch eine wunderschöne Natur- und Kulturlandschaft. Teilweise mit dem Eindruck, durch einen Urwald zu fahren. Allerdings immer auf einem sehr gut asphaltierten Weg. Wunderschönes Radfahren.

In Belgien ändert sich das Bild etwas. Die deutschsprachliche Provinz in Belgien gehört ja zur Wallonie. Deswegen heißen die Radrouten hier „Ravel“. Die Ravels haben Nummern bzw. sind in Linien unterteilt. Direkt vor und hinter der Grenze befand ich mich auf der Linie 46, später auf der Linie 47. Die Ravels sind besser gekennzeichnet als die Trassen auf deutscher Seite und haben mehr und bessere Infrastrukturelemente. Dafür war aber auch mehr los. Es waren ganze Schulklassen zu Fuß unterwegs auf dem Weg und auch wesentlich mehr Radfahrerinnen und Radfahrer. Dafür macht die Natur drum herum nicht den unberührten Eindruck wie auf der deutschen Seite.

Die gesamte Strecke besteht jedoch aus ehemaligen Bahntrassen. Überall wird durch Informationstafeln oder echte „Hardware“ an die Zeit erinnert, als die Gegend ein Eisenbahnknotenpunkt war. Ich hatte keine Zeit zum Lesen oder Studieren, aber das sah auf jeden Fall sehr interessant und spannend aus.

In St.Vith hielt ich mich nur kurz auf, radelte dann doch gleich zurück auf der gleichen Strecke. Und wieder gilt: es ist nur von der Wegeführung her gleich, die Eindrücke sind total unterschiedlich.

In Pronsdorf kam ich etwas vor meinem Zeitplan an, deswegen noch eine weitere Fahrt, diesmal über RP 1.05. Dazu später einmal mehr.

Die komoot Touren:

Von Pronsfeld nach St. Vith

Von St. Vith nach Pronsfeld

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