Take a ride on the wild side

Lustfahrt mit Licht & Lächeln: So bringst du die Leute auf dem Radweg zum Winken!

Hupe an ICE Adventure HD Lunetta mit Fähnchen

👋 Lunetta und ihre Hupe: Lächeln auf dem Radweg – ist das überhaupt erlaubt?

Manchmal sind es die kleinen Dinge am Rad, die den größten Unterschied machen. Du kennst das: Eine nette Geste, ein freundliches Wort – oder eben ein ganz spezielles Schallzeichen. Genau darum dreht sich mein heutiger Beitrag, denn meine Fahrt auf dem Erftradweg war ein echtes Lächeln-Erlebnis! 😊 Aber aufgepasst: Mit meiner speziellen „Hupe“ bewege ich mich juristisch auf dünnem Eis.


Donnerstag, 6. November 2025, 17:00 bis 19:00 Uhr. Die Sonne neigte sich, das Wetter war traumhaft zum Radeln: trocken, kaum Wind und angenehm warm, bevor die Dunkelheit zunahm. Perfekte Bedingungen, um nach dem Home Office etwas Bewegung und Entspannung zu finden. Mein treues Liegerad, die ICE Adventure HD, das ich Lunetta nenne, war startklar.

Ich wählte eine entspannte Runde entgegen dem Uhrzeigersinn, beginnend auf dem Erftradweg – quasi direkt von Home of WARUMICHRADFAHRE aus. Mein Ziel: ein paar gemütliche Kilometer „ballern“, vorbei am Hubertusmarkt in Bergheim, durch Glesch, über den Terranova Speedway und den Nordrandweg zurück. Am Ende waren es sportliche 35 Kilometer.

Die Sache mit dem Lächeln-Turbo

Auf dem Erftradweg war erstaunlich viel los. Viele Menschen nutzten das schöne Wetter zum Spazierengehen. Wie mache ich auf mich aufmerksam, ohne die friedliche Stimmung zu zerstören? Ich bin vorsichtig gefahren und habe meine Hupe eingesetzt.

Kennst du das auch? Du fährst auf jemanden zu und überlegst: Klingeln oder nicht? Ist der Ton zu aggressiv?

Was mir immer wieder auffällt: Meine Hupe erzeugt einen völlig anderen Effekt als eine schrill klingende Fahrradklingel. Bei der klassischen „Klingel“ zucken die Leute oft zusammen und sind eher genervt. Bei meinem speziellen Signal drehen sie sich interessiert um. Und neun von zehn Mal ist sofort ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Klar, der Anblick meines tief liegenden, dreirädrigen Flitzers Lunetta mit dem Wimpel trägt sicher auch dazu bei. 😄

ICE Adventure HD Lunetta mit Fähnchen

Dieses Dreirad-Phänomen ist generell faszinierend. Kinder zeigen mit offenem Mund darauf und fragen ihre Eltern, was das ist. Erwachsene lächeln oder winken mir sogar zu! Das Rad wirkt einfach total positiv. Das liegt sicher auch daran, dass ich damit extrem langsam fahren kann und so nie jemanden bedränge oder belästige. Die vielen positiven Reaktionen haben mir selbst den ganzen Abend ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert – eine echte Lustfahrt!

Klingel, Glocke, Hupe: Was sagt eigentlich das Gesetz?

Der positive Effekt meiner Hupe ist wunderbar, aber Halt: Ist so ein Schallzeichen am Rad überhaupt erlaubt? Für alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die auch über Alternativen zur Standard-Klingel nachdenken, hier ein kleiner Blick in die Tiefen der StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung).

Die Rechtslage ist erfrischend klar (und leicht humorlos):

  • Pflicht ist die Glocke: Laut § 64a StVZO muss dein Fahrrad mit mindestens einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein. Und zwar einer, die man manuell betätigt – also kein elektrischer Schnickschnack.
  • Andere Schallzeichen? Fehlanzeige! Die Vorschrift besagt explizit: „Andere Einrichtungen für Schallzeichen dürfen an diesen Fahrzeugen nicht angebracht sein.“ 😬 Das schließt Hupen, Hörner und laute elektrische Klingeln aus (es sei denn, du fährst ein S-Pedelec, da kann eine Hupe vorgeschrieben sein, aber das macht der Hersteller).
  • Was ist „helltönend“? Es gibt keine gesetzliche Dezibel-Vorgabe, aber eine DIN-Norm empfiehlt mindestens 85 Dezibel. Der Ton soll sofort Aufmerksamkeit erzeugen. Eine klassische Ring-Ring– oder die laute Ding-Dong-Glocke ist in der Regel das, was die Gesetzgeber:innen sehen wollen.
  • Konsequenz: Wer ohne die vorgeschriebene, funktionierende Glocke erwischt wird, riskiert ein Verwarngeld von 15 Euro. Wer mit einer Hupe fährt (statt Glocke), liegt formal falsch. (Anm. d. Redaktion: Ich bin mir der juristischen Grauzone meiner Hupe sehr bewusst, setze sie aber so ein, dass sie freundlich wirkt und niemanden erschreckt – schließlich geht es um das Lächeln!)

Merke: Die Klingel ist das gesetzlich vorgeschriebene Signalmittel, das Lächeln ist das freiwillige Bonbon, das man damit auslösen kann.

Für mich war die späte Fahrt durch die Dunkelheit auf dem Speedway und dem Nordrandweg, bei der ich die Ruhe der Natur genießen konnte, dann der perfekte Ausklang. Die positiven Begegnungen auf dem Radweg machten diese Tour zu einem echten Highlight der Woche.

Also, wie lautet dein Fazit: Klingelst du helltönend und gesetzeskonform, oder nutzt du ein freundliches Augenzwinkern in Form eines unkonventionellen Schallzeichens? Schreib es mir in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Geschichten und Meinungen! 👇

Kommentare

  1. Klingeln oder nicht, immer wieder eine gute Frage. Klingele ich, kann es mir passieren, dass ich angemault werde, denn man habe ja nicht den ganzen Fuß-/Radweg blockiert. Denke ich: da ist genügend Platz, mault man „Können Sie nicht klingeln, ich hab mich total erschreckt“.
    Da ich oft am Tierheim vorbeifahre, habe ich mal eine von den Gassigeherinnen gefragt, wie es generell mit den Hunden im Heim aussieht, da wäre ich immer unsicher, ob die eine entsprechende Vorgeschichte hätten, die meinte, sie wären immer dankbar, wenn geklingelt wird, aber nicht erst, wenn man mit dem Rad schon fast in den Haxen der Hunde steckt, das käme zu häufig vor.
    Ich versuche also immer, jede Situation gedanklich vorab einzuschätzen. Manchmal ist das ganz schön anstrengend.

    1. Kann ich nur bestätigen, so geht mir das auch. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, mit der Hupe ist es echt entspannter.

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