Take a ride on the wild side

⚡ ⏱️ Liveticker: Tag Eins – Von Köln nach Hagen

Meine Tasse Kaffee und im Hintergrund mein Müsli

⚡ ⏱️ Liveticker: Tag Eins – Gewitter-Poker und Schoko-Treibstoff

Nach über neun Stunden Schlaf startete der Tag erst mal perfekt ausgeschlafen – allerdings mit Pauken und Trompeten. Genauer gesagt: mit Regen und Gewitter. Schlechte Vorzeichen für den Start der ersten Etappe?

Für mich überhaupt nicht! Das Unwetter gab mir erst mal die perfekte Gelegenheit, den Tag ganz entspannt zu planen und die Sache ruhig anzugehen. Ein Blick auf den Regenradar verrät nämlich: Die Gewitter ziehen in der nächsten Stunde ab, und danach sieht die Strecke wettertechnisch gar nicht so übel aus.

Dazu kommt der Wetterbericht aus der Aktuellen Stunde und der Tagesschau von gestern Abend: Uns erwartet ein ordentlicher Wind aus Südwest. Für mich bedeutet das auf dem Weg nach Osten: feinsten Rückenwind! Also lassen wir das Unwetter und den Starkregen erst mal abziehen und die Straßen etwas abtrocknen. Die knapp 70 Kilometer bis Hagen werden heute schon laufen.

Frühstück als Tagesmotto

Meine Müslischale mit extra viel Schokolade

Zur Motivation gab es heute Morgen erst mal eine große Schale Müsli mit einer Extraportion Schokolade und eine schöne, heiße Tasse Kaffee. Dieses Frühstück war quasi meine Absichtserklärung für den gesamten Tag: Es sich einfach möglichst gut gehen lassen.

Jetzt geht es ans Aufräumen, die letzten Sachen werden in die Taschen gestopft und dann rollt die Fuhre auch schon los. Wie gestern angekündigt, geht es zuerst mit der Bahn nach Köln. Der offizielle Startschuss fällt dann auf dem Breslauer Platz. Spätestens von dort melde ich mich mit dem nächsten Update!

Bahn-Chaos am Morgen und eine wichtige Lektion

Pünktlich wie die Maurer! Um 8:30 Uhr stand ich abfahrbereit vor der Tür, um ganz entspannt die S-Bahn um 8:49 Uhr zu nehmen. Am Bahnhof angekommen holte mich die Realität der Schiene aber sofort wieder ein: Erst wurden 10 Minuten Verspätung angezeigt, kurz darauf tönte die Durchsage durchsprecher: Die S-Bahn fährt erst um 9:19 Uhr.

Beim gemeinsamen Warten kam ich mit einem anderen Fahrgast ins Gespräch. Spontane Planänderung: Wir haben kurzentschlossen den Regionalexpress 9 gekapert, der um 8:57 Uhr losrollte. Genau hier stehe ich jetzt gerade zwischen Fahrrädern und Koffern, während ich diese Zeilen diktiere.

Daraus ziehe ich jetzt schon eine ganz klare Lehre für die offizielle Fahrt im nächsten Jahr: Macht euch beim Start nicht von der Bahn abhängig! Wenn das Projekt zum echten Zubringer wird, wird von zu Hause aus direkt mit dem Rad losgefahren.

Nächster Halt: Köln Hauptbahnhof, Breslauer Platz. Der offizielle Startschuss rückt näher! 🚊🚴‍♂️

Die Taschen-Beichte und ein geniales Upgrade

brompton am bahnhof in horrem mit taschen

Es ist meine allererste Reise über eine komplette Woche am Stück. Und machen wir uns nichts vor: Wahrscheinlich habe ich natürlich viel zu viel gepackt. Mir fehlt für so eine lange Tour einfach noch die nötige Routine. Aber die Ausrüstung sitzt trotzdem wie eine Eins!

Mein Setup für die kommenden Tage ist perfekt aufgeteilt:

 Vorne auf dem Brompton: Meine bewährte Fronttasche. Sie schluckt das komplette Technik-Equipment, die Zahnbürste und den ganzen Kleinkram, an den man schnell herankommen muss.

 Hinten auf dem Heck: Eine wasserdichte Ortlieb-Tasche, randvoll mit meinen hellen Klamotten.

Dass die Hecktasche überhaupt so bombenfest und sicher sitzt, verdanke ich einem genialen Upgrade: Auf dem originalen Gepäckträger habe ich den Träger von Fahrer Berlin aufmontiert. Das Teil sorgt dafür, dass die Ortlieb-Tasche eine richtig breite, stabile Auflagefläche hat und perfekt transportiert werden kann.

Trotz des leichten Übergewichts im Gepäck fühle ich mich richtig gut gerüstet und absolut sicher für die Reise. Hagen, ich komme! 🎒💪

Los geht’s:

Die ersten Höhenmeter und beste Grüße nach Hannover

Ich bin jetzt gut eine Stunde unterwegs und die Beine laufen rund! Auf den letzten drei oder vier Kilometern hat sich das Geschehen allerdings deutlich in die Höhe verlagert – die ersten echten Steigungen haben sich in den Weg gestellt.

Brompton vor einer Kirche

Zeit für die allererste kleine Pause. Erst mal den Energiespeicher auffüllen, ein bisschen was essen und durchatmen. Nebenbei tippe ich gleich mal einen lieben Gruß in das Smartphone für meine Gruppe. Das sind die Leute, mit denen ich ab Donnerstag von Hannover aus gemeinsam das Finale nach Berlin unter die Räder nehmen werde. Die Vorfreude muss geteilt werden!

Das Wetter spielt absolut mit, der erhoffte Rückenwind schiebt mich sanft an und es geht alles richtig leicht und gut von der Hand. So kann es definitiv weitergehen. Ich halte die Kette auf Zug und berichte weiter, sobald sich die Lage ändert! 🍌🚴‍♂️💨

Halbzeit auf der Balkantrasse und ein Klopfen auf Holz

Die Hälfte der heutigen Strecke steht auf dem Tacho! Zeit für ein kurzes Verschnaufen. Seit etwa einer halben Stunde rolle ich über die Balkantrasse. Das ist eine ehemalige Bahntrasse, die zu einem wunderschönen, kombinierten Geh- und Radweg ausgebaut wurde.

Der Weg führt herrlich schattig mitten durch den Wald, und hier ist richtig was los: Ich begegne einer Menge gut gelaunter Menschen. Ein absolut schönes Miteinander im Grünen!

Nach einer ganz kurzen Pause schwinge ich mich gleich wieder in den Sattel. In etwa einer Stunde ist dann die große Mittagspause geplant, danach bleiben mir für den Endspurt nur noch rund 20 Kilometer bis Hagen. Das Wetter hält sich weiterhin wacker von seiner besten Seite. Kein Regen in Sicht – zumindest hoffe ich das inständig. Ich glaube fest daran, dass das heute ein rundum gelungener Auftakt wird. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben: Ich klopfe zur Sicherheit lieber mal ganz kräftig auf die Holzbank, auf der ich gerade sitze! 🪵✊

Weiter geht’s, der Asphalt ruft! 🚴‍♂️💨

Steinberg-Bezwinger, Bergische Löwen und ein wildes Foto-Shooting

Jetzt ist erst mal verdiente Mittagspause angesagt! Die Beine brennen ein bisschen, denn hinter mir liegt ein knackiger Ritt steil bergauf über gut 1,5 Kilometer. Jetzt hängt der Magen durch: Meine mitgebrachten Brötchen und Kaminwurzeln müssen dran glauben. Was für eine Wohltat!

Die Strecke bis hierhin hatte es in sich – landschaftlich wie fahrtechnisch. In Remscheid hatte ich erst mal ausgiebig Gelegenheit, dem berühmten Bergischen Löwen zu huldigen. Ein bisschen Kultur am Wegesrand muss schließlich sein.

Kurz danach wurde es kurzzeitig richtig abenteuerlich. Am Straßenrand stand eine Herde Schafe mit ihren kleinen Lämmern – zuckersüß!

Da musste natürlich das Smartphone für ein Foto raus. Die Aktion war allerdings nicht ganz ohne: Ich stand mit dem Rad quasi gegen die Fahrtrichtung an einer ziemlich stark befahrenen Straße.

Die mir entgegenkommenden Autos hatten anscheinend überhaupt keine Lust, auf einen fotografierenden Radler zu achten, und sind verdammt nah an mir vorbeigerauscht.

Nun ja, Schwamm drüber, ist ja alles gut gegangen. Jetzt sitze ich hier an einem wunderschönen, ruhigen Plätzchen,

genieße mein Essen und tanke Kraft für die letzten Kilometer.

Lasst es euch auch gut gehen! 🥖☀️🚴‍♂️

14:32 Uhr

Hagen ist erreicht. Aber noch nicht wirklich mein Zielpunkt. Das sind noch etwa fünf Kilometer.

Hagen erreicht! Erst die Dusche, dann das Finale

Punkt 15:30 Uhr – Check-in im B&B Hotel in Hagen! Damit ist das offizielle Tagesziel für heute erst mal erfolgreich erreicht. Die Knochen sind heil, das Rad läuft wie geschmiert.

Aber Halt, bloß nicht wegschalten: Der Liveticker ist für heute noch lange nicht am Ende! Ich habe auf den letzten Kilometern hier in Hagen noch ein paar kleinere Erlebnisse gesammelt, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten will.

Das Ganze gibt es gleich rückwirkend als entspannte Nachlese. Mein Plan für den späten Nachmittag: Ich pilgere gleich rüber zum Bahnhof zu McDonald’s. Dort wartet eine Belohnung in Form von einem heißen Kaffee, einem dicken Stück Kuchen und vielleicht KI noch einem Eis auf mich. Nach dem Ritt heute habe ich mir das, glaube ich, redlich verdient!

Dort werde ich die heutige erste Etappe auch noch mal in Ruhe für euch zusammenfassen. Also: Bleibt unbedingt dran, es geht gleich weiter! Jetzt springe ich aber erst mal unter die wohlverdiente Dusche, um den Staub der Straße abzuwaschen und ein bisschen abzukühlen. Bis gleich! 🚿🧼🍦

16:00 Kaffee bei Kamps im Hauptbahnhof Hagen

Das gnadenlose Tagesfazit – Nichts für schwache Nerven!

So, nach einer herrlichen Wechseldusche, zwei großen Tassen Kaffee, einer Portion Kuchen und einem Eis sind die Lebens- und Schreibgeister definitiv wieder geweckt. Zeit, die heutige erste Etappe noch einmal ganz nüchtern zu rekapitulieren.

Eines steht nach den heutigen knapp 70 Kilometern felsenfest: So kann ich die Fahrt in Zukunft jedenfalls nicht „offiziell“, also mit einer Gruppe von Mitfahrenden, planen und anbieten. Die Strecke hatte einfach zu viele und vor allem zu steile Steigungen. Dazu kam gefühlt viel zu viel Fahrerei über normale Straßen im dichten Autoverkehr.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Route auf Komoot als Rennradtour geplant habe. Aber das war selbst für mich – gerade am Ende von Remscheid über Schwelm und Gevelsberg mit dem ständigen Auf und Ab – eine echte Herausforderung. Das kann und will ich unbedarften Mitfahrenden auf keinen Fall zumuten.

Die Krux an der Sache: Die Strecke war heute schon 70 Kilometer lang. Eine flachere Alternativroute darf natürlich nicht zu viele zusätzliche Kilometer fressen. Und wenn ich im nächsten Jahr komplett von zu Hause aus starte, um die unzuverlässige Bahn zu sparen, kommen ja noch mal gut 20 Kilometer obendrauf. Ein echtes logistisches Puzzle! Kurz gesagt: Gut, dass ich für dieses Mal niemanden überredet habe mitzukommen – das wäre heute nur was für die ganz Harten gewesen.

Und wie war das Wetter?

Ein riesiges Highlight gab es heute von oben: Nach den krassen Witterungsverhältnissen der letzten Tage blieb es während meiner gesamten Fahrt komplett trocken und angenehm warm. Klar, die Hügel hoch kam ich ordentlich ins Schwitzen, aber um eine Überhitzung musste ich mir zu keinem Zeitpunkt Sorgen machen. Mein Plan ist voll aufgegangen: Die helle Kleidung und der Hut haben super gekühlt und perfekt geschützt! Dazu gab es reichlich Wind, der aber fast durchgehend aus der richtigen Richtung blies und mir eher ordentlich auf die Sprünge geholfen hat. Ein echter Segen für die Beine. So kann es wettertechnisch definitiv bleiben! 🌤️🌾

Und wie geht es weiter?

Ich bin jetzt extrem gespannt auf die morgige Fahrt. Vielleicht werfe ich nachher noch mal den BRouter an und frage ihn nach einer flacheren Variante, obwohl die morgige Tour laut Plan ohnehin schon deutlich weniger Höhenmeter hat als der heutige Ritt.

Damit endet der Liveticker für heute erst einmal. Gut möglich, dass ich nachher noch einen kleinen Technik-Post nachschiebe – meine Erfahrungen mit dem Equipment waren heute nämlich absolute Spitzenklasse!

Habt einen schönen Abend, wir lesen uns morgen auf Etappe zwei! 🏁🛌

Die Fahrt habe ich ja oben schon einmal geteilt. Sie ist auch in meiner Mai-Collection enthalten:

Und sie ist die erste Fahrt in meiner Köln – Berlin 2026 Collection:

https://www.komoot.com/de-de/collection/4394909/-koeln-berlin-2026?t_s=referral&t_cid=collection_share&t_ref_username=44498549425

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