
Bei meinem Besuch am Montag in der chirurgischen Praxis in Frechen war mir gesagt worden, dass ich Dienstag morgens um Viertel vor Acht wieder da sein sollte, um ein Arztgespräch zu führen. Also machte ich mich gegen 06:30 Uhr mit der Linie 960 auf den Weg. Knapp eine halbe Stunde später und damit eine Dreiviertelstunde vor meinem Termin kam ich in Frechen am ZOB an. Ich entschloss mich dann, den Weg bis zur Praxis zu Fuß zurückzulegen. Mit einem kleinen Schlenker zum Alten Bahnhof in Frechen brauchte ich knapp über 20 Minuten für die gut zwei Kilometer. Dann warte ich vor dem Praxisgebäude auf Öffnung. Bald schon gesellten sich ungefähr zehn Leute dazu. Ich durfte aber als Erster hinein.
Schnell fand dann auch die Untersuchung durch einen der vier Ärzte der Praxis statt. Er schaute sich die Röntgenbilder und meine Hand, die zuvor vom Gips befreit worden war, an. Dann schaute er sich die Röntgenbilder noch mal auf einem großen Bildschirm an, da war ich aber nicht dabei. Als er zurückkam, eröffnete er mir, dass die Wurzel meines linken kleinen Fingers gebrochen wäre. Allerdings sagte er mir auch, dass ich nicht operiert werden müsste, sondern dass nach einer weiteren Untersuchung kurz nach Weihnachten wahrscheinlich eine Konservative Therapie mit einem speziellen Tape und leichter Bewegung in der Krankengymnastik zielführender wäre. Das fand ich natürlich klasse!
Was ich nicht so klasse fand, war, dass ich jetzt nicht Rad fahren darf. Auch nicht Skorpion. Die Erschütterungen und Vibrationen täten diesem Bruch überhaupt nicht gut, außerdem sei es verboten, mit einer Schiene Rad zu fahren. Ich fürchte, das muss ich einsehen. Ob ich allerdings für die nächsten 6 Wochen, und das ist die Zeit, die die Wurzel des kleinen Fingers zur Heilung wohl benötigt, auch ohne Indoor Cycling auskommen werde, muss ich nochmal mit dem Arzt verhandeln. Schließlich habe ich Anfang Februar ein 4-Stunden Indoor Cycling Event, dort kann ich nicht untrainiert von 0 auf 100 starten. Na ja, was ich nun für meinen Körper und als Training tue, muss ich mir sowieso jetzt einmal noch überlegen.
Nach der Untersuchung bekam ich die alte Gipsschiene in einem neuen Verband. Ich weiß nicht genau, was die Arzthelferin bewegte, aber sie legte mir einen roten Verband aus diesen selbstklebenden Binden an. Das wird sicher für einige Aufmerksamkeit und Hingucker sorgen. Die Binde verhinderte übrigens ein gutes Rutschen in den Ärmel meiner Jacke, so dass ich mir jetzt auch immer überlegen muss, eine Plastiktüte dabei zu haben, damit mein linker Arm durch die Ärmel durchflutscht. Ist schon einmal ein guter Start für mein Training.
Könnte alles insgesamt schlechter sein. Ich werde auf jeden Fall das Beste daraus machen.

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