
Am Sonntag war es so weit: Das Event „Indoor Cycling goes Live Music Hall” stieg eben in jener Kulthalle in Köln Ehrenfeld. 300 ICG (Indoor Cycling Group) Räder sollen im Saal gestanden haben, ebenso viele Fahrerinnen und Fahren auf den Sätteln strampelten in zwei Slots, einer morgens, einer nachmittags, jeweils vier Stunden. Bei einer wirklich irren Licht- und Musikshow. Der Indoor Cycling Trainer Oliver Wehrle hatte eingeladen und das Event m Vorfeld kräftig beworben und gepusht. Und viele viele viele waren gekommen.
So auch Wolfgang und ich. Er hatte vor einiger Zeit schon einen Aufsteller des Ereignisses im Just Fit in Kerpen gesehen und mir gleich nach Hause gefunkt. Als ich sah, dass der Morgen-Slot schon ausgebucht war und im zweiten Slot nur von wenige Plätze verfügbar waren, habe ich dann sofort gebucht. Und wir kamen zum Zug.
Ich muss sagen, dass mir mein Sturz vor Weihnachten und die damit verbundene Zwangspause an Radfahren echt Stirnrunzeln bereitet haben. Vier Stunden auf dem Indoor Cycling Rad mit sehr professionell agierender Präsenten sind, egal, wie man sie auch bestreitet, kein Pappenstiel und ohne Vorbereitung und Training nicht zu meistern. Deswegen war ich froh, als meine Schiene dann weg war und ich mit dem Finger-Splint und später auch ohne auf den Matrix Rädern im Fitness Point trainieren konnte. Das machte ich dann ja auch mit großer Akribie und bereitete mich damit auch richtig gut auf die vier Stunden in Ehrenfeld vor.
Das Cycling am Sonntag war irre. Oli Wehrle konnte als Präsenter für Slot 2
- Std 1 Melanie Dique und Katharina Richter
- Std 2 Phil Mosemann und Ulrike Starke
- Std 3 Jens Nieswand und Lars Müller
- Std 4 Sabine Krause und Oliver Wehrle
gewinnen, die uns kräftig einheizten. Obwohl sie alle nach den Regeln der Indoor Cycling Group fuhren und anleiteten (ich kenne die, da ich selber einen Trainerschein bei der ICG gemacht habe), waren die Konzepte doch sehr unterschiedlich, was dazu führte, dass das Cycling total abwechslungsreich war und die Zeit wie im Flug vorbei ging. Die Musikauswahl war perfekt und die Licht- und Lasershow in der Halle tat ein Übriges, um das Event zumindest für mich unvergesslich zu machen. Und Lust auf eine Wiederholung zu bekommen.
Auf dem Rad neben mir saß natürlich Wolfgang, der Veranstalter hatte das so gemacht, dass Gruppen, die sich zusammen angemeldet hatten, auch nebeneinander saßen. Auf der anderen Seite saß eine junge Frau, mit der ich mich kurz unterhielt. Sie erzählte mir, dass sie sehr viel digital Indoor Cycling fährt und auch an vielen Events an unterschiedlichen Orten teilnimmt und dort auch teilweise ihre digitalen Mitradler*innen trifft. Ich glaube, das wäre jetzt nichts für mich, zu solchen Events zu reisen, aber wenn noch mal zufällig eins in der Nähe wäre…..
Bleibt noch die Frage, wie ich es überstanden habe. Ich bin die ganze Zeit ziemlich mit Power gefahren. Die ersten beiden Stunden bin ich praktisch durchgefahren und habe erst nach der zweiten Stunde die kurze Pause genutzt, mich mit frischen Getränken und Kaffee und Kuchen zu versorgen. Die vierte Stunde war dann konditionell die Herausforderndste, für eine fünfte hätte ich sicher vorher noch was Kraft aufsparen müssen. Meine Sitzhaltung musste ich nach Stunde 1 etwas korrigieren, der Sitz war etwas zu hoch. Aber ansonsten war alles prima. Mir ging es nach dem Event gut (außer, dass ich richtig Hunger hatte) und heute Morgen ist auch alles prima. Das Kraft- Ausdauertraining im Fitness Point zahlt sich aus, Muskel, Bänder und Sehnen machen das alles mit. Der Rücken hält.
Am Ende gab es dann auch noch einen fetten Scheck über 6.200 EUR an ein Kinderkrankenhaus in Köln, den wir mit unseren Beiträgen mitfinanziert hatten. Wundert mich echt, dass so viel übrig blieb, denn mein Gefühl sagt mir, dass irre Kosten angefallen sein müssen. Gut gemacht, liebe Veranstalter und lieber Oli Wehrle. Ein wirklich wunderschöner, runder Indoor Cycling Nachmittag mit einem fantastischen Eventcharakter und Charity.


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