
Das kennt Ihr auch, oder? Enges aneinander Vorbeifahren auf zugewachsenen Zweirichtungsradwegen. Entlang von breiten, gut ausgebauten Straßen, auf denen niemand ausweichen muss. Oder an den Rand fahren
muss auf die Gefahr hin, von Dornen gestochen oder Brennnesseln verbrannt zu werden.
Das meine ich, wenn ich von Ungerechtigkeit rede (wie neulich in meiner Rede in Krefeld). Der Verkehr ist immer noch autogerecht. Niemand kümmert sich um Radwege. Ihr Zustand ist den Zuständigen wurscht, gemäht und gepflegt wird nur nach Pflichtkalender. So müssen wir uns, außerhalb von Orten auch noch im Gegenverkehr, über zugewachsene Trümmerhaufen bewegen.
Ich müsste jetzt eigentlich sagen: da hab ich keinen Bock mehr drauf. Hab ich auch nicht, aber deswegen gebe ich es doch nicht dran. Davon lass ich mich nicht unterkriegen. Wie vom Wetter und anderen Unbillen auch nicht. Na klar fahre ich Rad. Und freue mich und bin stolz, dem allen zu trotzen.
Das ist warumichradfahre.

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