
Die Veedelstour am Mittwoch war inspiriert durch zwei Artikel vom noch relativ neuen Redakteur des Kölner Stadtanzeiger und der Kölnischen Rundschau für Kerpen. Vor ein paar Tagen hatte er das Thema Fahrradstraßen in Kerpen in einem Artikel aufgegriffen und just am Morgen der Veedelstour ein paar Baustellen in Kerpen erwähnt, deren Fertigstellung sehr lange gedauert hatte oder noch gar nicht vollendet ist.
Die beiden Artikel inspirierten mich dazu, die dort aufgegriffen Themen selber in Augenschein zu nehmen. Und so startete am Mittwochabend eine kleine, aber feine Gruppe genau dahin. Vom Marktplatz in Horrem aus ging es über die Sistenichstraße und Hemmersbach Straße und über die im Artikel beschriebene Brücke über die Erft im Parrig, über die ich hier auch schon öfter geschrieben habe, nach Kerpen. Und dort über die im ersten Artikel beschriebene Trasse einer möglichen Fahrradstraße, es handelt sich um die Alte Landstraße in Kerpen. Unter den Mitfahrerinnen gab es durchaus ein paar Diskussionen über Sinn und Unsinn dieser Straße als Fahrradstraße.
Schnell war auch eine weitere, in diesem Fall noch nicht vollendete Baustelle erreicht. Eine Brücke über die Erft ist so konstruiert, dass sich auf ihr eine Wasserlache bildet, weil das Wasser nicht ablaufen kann. Das Titelbild zeigt diese Situation.
Bis zu einem weiteren Ziel, der Brücke über die K39n in Sindorf war noch ein etwas weiterer Weg. Dabei preschten meine Mitfahrerinnen an einer Stelle zwischen Kerpen und Manheim vor, als es darum ging, einen zumindest zu Beginn noch sehr nassen und auch nicht sehr vertrauenserweckenden Feldweg zu fahren. Kurzer Hand übernahmen sie die Tourenleitung und ich hechelte hinterher.
Schließlich war die Brücke in Sindorf auch erreicht, und wir fuhren zurück nach Horrem, um dort den Schilderwald rund um die Vorschriften für die Benutzungspflicht von Radwegen und die Anordnung von Fußgängerwegen, auf denen auch Räder fahren dürfen, zu ergründen.
Zum Abschluss fuhren wir auch noch die Schiefbahn hinauf, da Fragen in Bezug auf die Benutzungspflicht der dortigen Radwege in Richtung Habbelrath aufgekommen waren, die aber zumindest halbwegs geklärt werden konnten, weil die Beschilderung auch tatsächlich nicht eindeutig ist.
Für mich eine Veedelstour, wie sie sein soll. Inspiriert durch die Berichterstattung im Lokalteil der hier am meisten verbreiteten Zeitung. Und als Abschluss noch ein bisschen Verkehrserziehung. Was heißt Erziehung, gemeinsames Erarbeiten der Auflösung von Rätseln, die der Schilderwald aufgibt.
Nach fast sechs Jahren Tour immer noch interessant und spannend. Und orientiert an aktuellen Themen.
Und das ist die Tour auf Komoot:

Kommentar verfassen