
Ich kann allen Jahreszeiten beim Radfahren etwas abgewinnen. Und habe ja auch schon öfter jeweils geschrieben, was.
So auch zum Herbst.
Zugegeben, der Artikel war etwas wehmütig und romantisch. So ist der Herbst nicht immer.
Auch wenn die bunten Wege schön anzusehen sind, meistens verdecken sie das miese Graue der Wege. Schlaglöcher und Wurzelaufbrüche, Schrägkanten und Aufwerfungen des Belages sind dann versteckt und können zu noch einer größeren Behinderung werden als sowieso schon, weil man sie nicht sieht. Sondern erst merkt, wenn man direkt hinein oder darüber fährt und seine Fahrt abrupt korrigieren muss.
Wenn es dann auch noch geregnet hat, bildet sich häufig eine rutschige Schmiere. Das sieht man meist nicht direkt an der Oberfläche. Eher wird das Laub auf der Unterseite etwas faulig und bildet dann eine glitschige Bahn auf dem Asphalt, der dann keinen Halt bietet. Vorder- und Hinterrad können betroffen sein und bei plötzlichen Bewegungen wegrutschen. Da ist in Verbindung mit den verdeckten Schlaglöchern und Aufbrüchen des Asphaltes doppelt Vorsicht geboten. Der Schmier bildet sich nicht nur bei Regen, sondern überhaupt bei Feuchtigkeit, also auch bei dem in der Jahreszeit so häufig anzutreffenden Nebel.
Aber natürlich hält das alles mich nicht vom Radfahren ab. Allerdings checke ich zu Beginn des Herbstes immer meine Räder. Bremsen und Licht müssen perfekt funktionieren, die Reifenbeläge müssen noch genug Profil haben.
Übrigens, alles über Fahrradreifen findet Ihr hier:
Seit meinem Sturz von letztem Dezember bin ich dreifach vorsichtig mit dem Rennrad. Die schmalen Reifen mit wenig Profil taugen bei den Witterungsverhältnissen nicht viel. Ich bewege mich an manchen Stellen, die ich für rutschig halte oder auch in Kurven oder um Ecken herum, wenn es auch nur etwas schlüpfrig erscheint, wie ein lahmes Pferd. Das macht dann auch keinen Spaß. So dass ich immer öfter gerade auf mein HP Velotechnik Skorpion Dreirad umsteige. Siehe Titelbild.
Damit habe ich zwar auch nicht immer den perfekten Grip, denn rutschig bleibt die ganze Geschichte ja. Aber ich kann nicht hinfallen beim Wegrutschen. Auch wenn ich damit nicht ganz so schnell bin wie mit dem Rennrad, es macht einen Riesenspaß, auch bei miesen Straßenverhältnissen sicher Rad zu fahren.
Na, und das ist dann eben auch, WARUMICHRADFAHRE!


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