Kahlschlag

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#sündenwäldchen, #vorher, #nachher, #rodung,
#sündenwäldchen, #vorher, #nachher, #rodung,

Bei meiner Fahrt am Samstag, meiner ersten Längeren nach meiner Erkältung, sollte es zu zwei unterschiedlichen Zielen gehen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, aber nah beieinander auf derselben Strecke liegen.

Von meinem ersten Ziel werde ich wohl morgen berichten. Das Zweite war tatsächlich noch einmal das Sündenwäldchen in der Nähe des ehemaligen Ortes Manheim am Rand des Tagebaus Hambach. Darüber habe ich ja schon zweimal berichtet, einmal von meiner ersten Fahrt dorthin, 

und einmal zur Ablehnung der Klage des BUND gegen die Rodung durch das Oberverwaltungsgericht NRW. 

Nach diesem Urteil hatte RWE praktisch sofort mit Rodungsmaßnahmen begonnen. Was das nun bedeutet und ob man etwas davon sehen kann, wollte ich mir eben jetzt einmal anschauen. 

Das erwies sich zunächst einmal als gar nicht so einfach, weil ich an der Stelle, an der ich das letzte Mal zum Sündenwäldchen gefahren war, Order antraf, die die Zufahrt verhinderten. Ich konnte mich zwar auf einen Betonsockel stellen und fotografieren, aber weiter fahren konnte ich nicht. 

Als ich dann aus Manheim herausfuhr, erinnerte ich mich an einen anderen Weg direkt hinter der Kirche, der nach rechts auch in Richtung Wäldchen führt. Dort waren keine Ordner, der Weg war frei befahrbar und führte mich geradeaus direkt zu einer Mahnwache, die dort betrieben wird und die vielleicht so etwa 200 Meter vom Wald entfernt liegt. 

Hinter der Mahnwache gibt es einen Erdwall, der wohl auch das Vorankommen verhindern soll, aber es gibt einen Durchgang, der es ermöglicht, zum Sündenwäldchen zu gehen, was auch etliche Leute taten. Ich nicht, ich war nah genug dran, um ein paar Fotos zu machen und fuhr dann wieder weg. Ziemlich merkwürdig, dass an einer Stelle viel Aufwand betrieben wird, den Zugang in Richtung Wäldchen zu verhindern und es an einer anderen Stelle frei möglich ist. Ich habe nicht gefragt, warum die das so machen, interessiert mich eigentlich auch nicht so sehr. Eine Freundin schrieb mir dann später, dass am Sonntag der „freie“ Zugang über den Weg zur Mahnwache von der Kirche aus auch für einen „Waldspaziergang“, das sind die seit Jahren auch schon im Manheimer Forst durchgeführten (sehr friedlichen) Protestveranstaltungen, genutzt wurde. 

Auf dem Titelbild könnt Ihr den Unterschied im Wald vom 05.01.2025 (oben) und 01.02.2025 (unten) sehen. Der Wald ist deutlich ausgedünnt, es gibt schon große Lücken und überall liegen gefällte Bäume. Das Ergebnis der Rodungen, die ja letztendlich Baumfällungen sind. 

Ich werde da mal dranbleiben und vielleicht am Wochenende noch einmal hinfahren. 

Auch das Begleiten solcher Veränderungen in unserer Landschaft, auch wenn sie einen traurigen Charakter haben, ist, WARUMICHRADFAHRE

#sündenwäldchen, #vorher, #nachher, #rodung,

Ein Kommentar zu „Kahlschlag“

  1. […] da genau passiert ist, das zeigt mein Beitrag „Kahlschlag“ vom 4. Februar ziemlich eindrücklich, finde […]

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