
Am Samstag nach einem wundervollen Tag bei meinem Enkel in Langenfeld doch abends noch mal schnell aufs Rad. Hatte eigentlich gar keine so richtige Idee, wo es hingehen könnte, außer, dass ich den Erftradweg Richtung Norden, also flussabwärts fahren wollte. Das ist ja kein so großes Ding, und so fuhr ich an Quadrath-Ichendorf und Bergheim vorbei, dann über den Parkplatz hinter dem Kreishaus (es gibt eine Durchfahrt entlang des Gutenberg-Gymnasiums) und dann durch Bergheim Richtung Verwaltungsgebäude des Erftverbandes. Ein paar Meter dahinter führt eine Brücke über die kleine Erft und die Erft, über die man dann Richtung Zieverich gelangt. Die hatte ich tatsächlich vor, zu nehmen, tat dies auch und wurde dann aber neugierig, denn statt nach Süden führte auch ein Weg nach Norden, den ich noch nie gefahren war. Also nahm ich den.
Der Weg ist ein unbefestigter Waldweg, der bei dem trockenen Wetter gut zu fahren war, allerdings bei oder nach Regen matschig werden könnte. Zudem wurde er an einigen Stellen richtig schmal, aber sogar der Skorpion passte doch immer wieder durch. Nach gut einem Kilometer am Westufer der Erft gelangt man an die ersten Mauern von Schloss Paffendorf. Für mich dann Zeit, umzukehren. Das tat ich dann auch auf der Ostseite der Erft, also auf bekannten Gefilden. Ich nahm die o.a. Brücke dann wieder, fuhr aber, wie ursprünglich geplant, in Richtung Süden und damit Zieverich.
Um nach etwa 700 Metern über einen ziemlich schotterigen und unebenen Waldweg die Zievericher Mühle zu erreichen, ein Ausflugslokal, das eine wilde Geschichte hinter sich hat und gerade wieder eröffnet wurde.
Nicht nur das Lokal selbst, auch das Areal drumherum lädt zum Verweilen ein. Es gibt romantische Blicke auf die Erft und einen kleinen Abfluss, der wohl die Mühle trieb und heute die Teiche dort speist. Man kann etwas herumgehen und sich das anschauen, das lohnt sich wirklich.
Danach aber dann wieder Altbekanntes. Durch Zieverich, Thorr und Ahe nach Hause, auch schön zu fahren, aber eben doch schon viele Male gemacht.
Die Komoot-Fahrt findet Ihr hier. Ich habe mal ein komoot Highlight für das Areal an der Zievericher Mühle angelegt, das findet Ihr hier.
Hier die Karte meiner Google My Map, die hier beschriebene Tour ist in Blau, praktisch der nördliche Ausleger.
Ich habe ein paar POIs und Markierungen eingefügt, die sind alle oben im Text beschrieben.
Die Tour ist aus meiner Sicht sehr schön. Sie eignet sich nicht für Rennräder und größere Lastenräder, weil sie einerseits schotterig ist und andererseits an einigen Stellen auch sehr eng. Ansonsten kann sie leicht und mit ihren 23,30 flachen Kilometern in deutlich weniger als zwei Stunden bewältigt werden. Zum Nachfahren, Entspannen und an einigen Stellen auch zum Verweilen gut geeignet.

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