
Manchmal gibt es Tage, da schaut man morgens aus dem Fenster und denkt sich: Echt jetzt? Muss das sein?
Genau so ein Tag war gestern. Eine geplante Testfahrt mit einer Bekannten in Köln stand auf dem Programm – und das Wetter hatte scheinbar beschlossen, uns so richtig auf die Probe zu stellen. Regen, Wind, einfach alles, was man als Radfahrer:in nicht unbedingt liebt.
Aber wisst Ihr was? Wir Radler:innen sind doch hart im Nehmen! Und manchmal steckt in den widrigsten Bedingungen das größte Glück.
Taktik ist alles: Wenn Regenjacke und Hose sofort ranmüssen
Als ich morgens das Wetter-Online-Orakel befragte, war klar: Das wird ein Tag für Lunetta – mein geliebtes ICE Adventure HD.
Ein Dreirad ist bei Sturm Gold wert, weil es einfach nicht umfällt, egal, woher der Wind bläst. Und der wasserdichte Sitzüberzug? Absolut unerlässlich!
Der größte Game Changer war aber meine neue Taktik: Sofort Regenzeug anziehen! 💡
Diesen Fehler habe ich in der Vergangenheit oft gemacht: Ach, es regnet ja nur leicht, das Regenzeug kommt in die Tasche. Und dann stand ich im Monsun und durfte das Zeug über die schon durchnässten Klamotten ziehen. Kennst Du, oder?
Dieses Mal nicht: Regenjacke, Regenhose mit Schuh-Überzug und wasserdichte Gore-Mütze unter die Kapuze der Jacke geklemmt. So kam ich bei wechselhaftem Regen auch erstmal trocken zur Arbeit.
Das meiste Wasser kam übrigens von unten: Der Radweg von Köln-Widdersdorf zum WDR-Gelände war nach dem nächtlichen Starkregen eine einzige Seenlandschaft. Mit dem Trike durch so eine riesige Pfütze? Ich sag nur: Kleine Fontänen-Show und eine kostenlose Unterbodenwäsche! 😂
Von Kalk nach Horrem: Gegen den Wind und durch den Starkregen
Mittags ging es dann weiter, gut 12 Kilometer rüber nach Köln-Kalk. Kurzer Sonnenschein versuchte, mich in die Irre zu führen.
Aber ich bin nicht darauf reingefallen und blieb meiner Morgen-Taktik treu: Regenklamotten bleiben an!
Und das war auch gut so! Kaum waren wir auf der Deutzer Brücke, fing es an zu plästern. Und es hörte nicht mehr auf, bis zum Ende unserer Testfahrt!
Mein Kram (Handy, etc.) war dank Plastiktüten wasserdicht verpackt, und ich selbst ja auch. Perfekt. Es war auch nicht zu kalt, sodass die Plastikschicht und das Wenige, was ich drunter trug, die Temperatur wunderbar hielten.
Die Testfahrt selbst war eine Herausforderung, vor allem technisch: Mein Handy im Plastikbeutel am Halter lieferte eine schlechte Sicht (Plastik nicht glatt bekommen) und später beschlug die Folie von innen, weil das Handy beim Herausnehmen nass wurde. Definitiv optimierungsfähig!
Aber was soll’s? Die Stimmung war top, wir kamen gut klar.
Der pure Rausch: 21 Kilometer Glücks-Turbo im Sturm
Und dann kam der Höhepunkt – die Rückfahrt. 21 Kilometer von Kalk nach Horrem. Das Sturmtief blies mit voller Wucht aus Südwesten. Das hieß für mich: 21 Kilometer gegen starken, böigen Wind und durch Starkregen!
Und wisst Ihr was? Das wurde eine der geilsten Fahrten meines Lebens. Ich schaltete den Motor des ICE Adventure auf NORM und fuhr einfach los. Weiter und immer weiter.
Es fühlte sich nie schwer oder anstrengend an. Das Dreirad ist in so einer Situation unschlagbar. Es trotzte den widrigen Kräften.
Kein waagerecht gepusteter Regen, kein Ast auf dem Weg, kein noch so böiger Frontwind konnte mir etwas anhaben. Das ICE manövrierte alles aus und glich alles aus.
Der Eindruck des Fliegens, den ich auf meinen Trikes ja schon oft beschrieben habe, verstärkte sich auf dieser Fahrt ins Unermessliche.
Glückshormone pur! Ich habe unterwegs laut gelacht und ab und an auch mal laut geschrien! 🤩
Ich kam zu Hause nicht abgekämpft, sondern total entspannt und glückselig an. Einzig mein Magen meldete sich mit einem stählernen Hunger zu Wort.
What a day, what a ride! Solche Tage erinnern mich daran, dass Radfahren eben nicht nur Schönwetter-Tour ist, sondern eine Lebenseinstellung, die dich auch unter härtesten Bedingungen strahlen lässt. Und dabei sieht man die Landschaft nochmal mit ganz anderen Augen, oder?
Hast Du auch so eine unvergessliche Sturmfahrt, die Dich im Nachhinein total glücklich gemacht hat? Erzähl es mir!Welche Taktik wendest Du bei richtig schlechtem Wetter an, um trocken und glücklich ans Ziel zu kommen? Lass mich wissen, welche Streckenabschnitte oder Landschaften Dich bei Wind und Wetter trotzdem begeistern – schreib einen Kommentar, like den Beitrag oder teile diesen Rausch des Moments! 👇

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