Take a ride on the wild side

Hitzewelle 2026: Warum ich trotz 35 Grad im Sattel bleibe

Cyclist wearing helmet and cycling gear on a winding road in a desert with mountains
A cyclist rides along a winding mountain road in a dry desert landscape.

19.06.2026 – Wenn der Asphalt glüht: Gedanken zur Juni-Hitzewelle ☀️🔥

Zur gestrigen Tour gäbe es eigentlich eine ganze Menge zu erzählen. Das mache ich auch noch, aber schön aufgeteilt in mehreren Beiträgen. Heute müssen wir nämlich dringend über das eine Thema sprechen, das uns gerade allen den Schweiß auf die Stirn treibt: die brutale Hitze!

Der gestrige Donnerstag, der 18.06.2026, war im Rheinland ein echter Härtetest. Unbarmherziger Dauersonnenschein grillte uns über 15 Stunden lang mit maximaler Intensität. Das Thermometer kletterte flächendeckend auf um die 35 Grad Celsius.

Wir stecken mittendrin in einer historischen Hitzewelle. 🥵

Meteorologisch spricht man von einer Hitzewelle, wenn die Temperatur an mindestens drei Tagen infolge die 30-Grad-Marke knackt. Das Rheinland ist da ja einiges gewohnt. Wir erinnern uns an die Extremjahre 2006, 2018, 2019 oder 2022. Aber dieser Juni bricht Rekorde!

Gestern Abend hat Karsten Schwanke im Fernsehen die Karten auf den Tisch gelegt. Die bisher längste Juni-Hitzewelle gab es 2005 in Freiburg mit 11 Hitzetagen am Stück. In diesem Juni steuern wir ziemlich sicher auf stolze 16 Hitzetage zu. Das ist nicht mehr nur „schönes Sommerwetter“, das ist eine Ansage.

Mittendrin im Glutofen: Ich und mein Lastenrad BlueMoon 🚲💨

Genau in diesem Szenario habe ich am Donnerstag mein Bullitt-Lastenrad BlueMoon durchs Revier bewegt. Und ich bin ehrlich: Es ist mir verdammt schwergefallen!

Der Fehler war das Timing. Ich war am späten Nachmittag unterwegs. Viele denken ja immer noch, um 12:00 Uhr mittags sei es am schlimmsten. Falsch gedacht! Während einer Hitzewelle heizen sich Boden und Luft erst so richtig auf. Die absolute Spitzenhitze des Tages erwischt uns meistens erst zwischen 16:00 und 17:00 Uhr. Da brennt die Luft im Sattel dann lichterloh.

Schattenplätze? Mangelware! 🌳❌ Was die Sache gestern besonders sportlich gemacht hat: Auf der gesamten Strecke suchte man dichten Wald oder kühlenden Schatten fast vergeblich. Wenn die Sonne unbarmherzig vom Himmel brennt und der Asphalt die Hitze von unten zurückstrahlt, verwandelt sich die offene Landschaft schnell in einen echten Brutkasten. Jedes noch so kleine schattige Plätzchen unter einem einzelnen Baum wird da unterwegs zum heiß ersehnten Boxenstopp.

Trotz der tropischen Werte will ich das Radfahren natürlich nicht einstellen. Ich habe mir über die Jahre ein paar eigene Schutzmaßnahmen zurechtgelegt – viel trinken und Tempo rausnehmen versteht sich von selbst.

Passend dazu hat der ADFC gerade einen super Leitfaden veröffentlicht: Wenn die Hitze kommt – Tipps fürs Radfahren mit kühlem Kopf. Klickt mal rein, die Tipps sind wirklich wertvoll!

Egal ob auf dem täglichen Arbeitsweg oder auf Tour – für mich und für euch alle gilt jetzt: Passt verdammt gut auf euch auf da draußen! Mit diesen extremen Temperaturen ist absolut nicht zu spaßen. Sucht den Schatten und übertreibt es nicht.

Wir sehen uns auf der Piste – schattig und entspannt, euer Axel! 🕶️ Team #BlueMoon

Dokumentation:

Tag 1: Donnerstag – Hitzerunde durchs Revier 🗺️

Gegen die stehende Nachmittagshitze anzustrampeln, erfordert echten Willen. Wenn die Luft flirrt und das Thermometer die 35 Grad knackt, wird jeder Kilometer im Revier zum schweißtreibenden Abenteuer.

👉 Link zur Tour auf Komoot 

👉 Link zur Tour auf OpenStreetMap

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