3 Generationen im Sattel: Wie wir die neugeborene Enkeltochter besuchten

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Ein rot-weißer Mil Mi-2 Hubschrauber auf dem Dach einer Orlen-Tankstelle in Leverkusen, im Hintergrund steht eine Antonow An-2. / A red and white Mil Mi-2 helicopter on the roof of an Orlen gas station in Leverkusen, with an Antonov An-2 standing in the background.

Drei Generationen im Einsatz: Mit dem Thule zur neugeborenen Enkeltochter 🚴‍♂️👶🍼

Gestern war eine ganz außergewöhnliche Fahrt angesagt: Der stolze Papa, der stolze große Bruder und der überglückliche Opa hatten sich vorgenommen, die neugeborene kleine Schwester und Tochter sowie die Mama im Klinikum Leverkusen zu besuchen!

Der Thule-Kinderanhänger war schnell gepackt und für die Hinfahrt an das Fahrrad meines Sohnes montiert. Mein Enkel saß hochstolz in seinem Gefährt und freute sich riesig darauf, seine kleine Schwester endlich kennenzulernen. Die Strecke ist etwa 14 Kilometer lang und führt von Langenfeld aus über den mir bestens bekannten Weg entlang der A3 und der Hardter Straße nach Leverkusen. Nach der Durchquerung von Opladen erreichten wir nach einer knappen Stunde entspannter Fahrt das Klinikum.

Fahrzeugwechsel und der erste Regen seit Wochen 🌧️🥪

Dort verweilten mein Enkel und ich etwas kürzer als der Papa, der natürlich bei Frau und Neugeborenem blieb. Für den Rückweg montierten wir den Thule kurzerhand um und hängten ihn an mein kleines Dahon Curve.

Auf dem Rückweg entstand auch das Beitragsbild dieses Artikels. Lange Verweilen für Fotos war allerdings nicht drin, denn ich hatte es plötzlich ziemlich eilig: Ausgerechnet die ersten Regentropfen, die seit Wochen im Rheinland herunterkamen, trafen gestern exakt meinen Enkel und mich! Ihn schützte ich schnell mit der Regenhülle über dem Anhänger, während ich selbst ein paar kräftige Tropfen abbekam. Das war aber überhaupt nicht schlimm, sondern fühlte sich nach der langen Dürre eher wie eine wohltuende Erfrischung an.

Nach ein paar Kilometern hörte der Schauer auch schon wieder auf, und die Sonne kam sofort wieder heraus. Da ich Sorge hatte, dass sich der Anhänger für meinen Enkel unter der Hülle wie ein Gewächshaus aufheizen würde, nahm ich den Regenschutz schnell wieder ab.

Ich habe einmal zum Thema Wüstensand im Sommerregen und der extremen Schwüle nach Niederschlägen ein wenig recherchiert und dabei meinen digitalen Kollegen Google Gemini gefragt. Das ist dabei herausgekommen: Der überraschende Sommerregen brachte sogenanntes Blutregen-Phänomen mit sich. Wenn staubtrockene Saharaluft in der Höhe auf Tiefdruckgebiete trifft, wird der feine Wüstensand über tausende Kilometer gen Norden getragen und durch die Regentropfen aus der Atmosphäre gewaschen. Fällt dieser staubhaltige Regen auf heißen, versiegelten Asphalt, verdunstet das Wasser schlagartig und lässt feine Sandkrusten auf Brillen, Helmen und Verdecken zurück. Gleichzeitig schießt die relative Luftfeuchtigkeit bei Werten um 30 Grad rapide nach oben – es entsteht ein tropenähnliches Treibhaus-Klima, das den Schweiß aus allen Poren treibt.

Genau das erlebte ich am eigenen Leib: Meine Brille und der Regenschutz des Thule waren anschließend ordentlich mit Sand bedeckt, und durch die verdunstende Feuchtigkeit fühlte man sich auf dem Rad wie in einer fahrbaren Sauna!

Flüssig durch Opladen dank Bahnhofsrampe 🔀🚲

Für den Rückweg wählte ich eine andere Route durch Leverkusen: Wir nahmen den Weg direkt über den Bahnhof Opladen. Das klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich für ein Fahrradgespann, funktioniert vor Ort aber hervorragend!

Ich habe mich da auch mal schlau gemacht, wie solche Bahnhofsüberquerungen städtebaulich funktionieren, und die Hintergründe über Google Gemini abgefragt. Heraus kam: Die umgebaute Bahnhofs-Infrastruktur in Leverkusen-Opladen nutzt großzügige Rampenbauwerke, die eigens für den Rad- und Fußverkehr konzipiert wurden. Statt steiler Treppen oder enger Fahrstühle ermöglichen flache, breite Rampen das problemlose Überqueren der Gleisanlagen – selbst mit breiten Spezialrädern, Lastenrädern oder Kinderanhängern. Durch diese kreuzungsfreie Führung wird der Radverkehr elegant um die Fußgängerzone herumgeleitet, was flüssiges Pendeln ohne Konflikte mit Passanten garantiert.

Man fährt einfach die Rampe hinauf, passiert die Gleise auf der Brücke und rollt auf der anderen Seite die Rampe wieder hinunter. Man hat absolut freie Fahrt durch Opladen und muss nicht einmal die Fußgängerzone kreuzen.

So wurde aus der Besuchsfahrt eine rundum schöne, angenehme Tour. Wie es aussieht, werden wir diese Fahrt heute direkt noch einmal wiederholen – diesmal ohne Regen, mit etwas angenehmeren Temperaturen und vielleicht noch der einen oder anderen Sehenswürdigkeit am Wegesrand.

Euer Axel! 🖐️⚙️

2 Kommentare zu „3 Generationen im Sattel: Wie wir die neugeborene Enkeltochter besuchten“

  1. Avatar von Gisela Benseler

    Das ist sooo schön! Herzlichen Glückwunsch!
    Ich habe es gleich bei mir angezeigt.🚴💐💦🐞

  2. Avatar von Trude

    Da ist mir doch was entgangen.

    Herzlichen Glückwunsch zu deiner Enkeltochter.

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