Gedanken zum 65.: Über die magische Zahl, den Generationswechsel und einen ganz normalen perfekten Tag 🚴♂️👑🍰
Als mir der Deutsche Bundeswehrverband gestern zu meinem „diesjährigen besonderen Geburtstag“ gratulierte, begannen sich in meinem Kopf schon ein paar Rädchen zu drehen. Worin genau könnte wohl die Besonderheit dieses Geburtstages bestehen?

Klar, heute werde ich 65 Jahre alt. Aber ist das wirklich ein „besonderer“ Geburtstag?
Fast mein gesamtes Leben lang hatte der 65. Geburtstag die Bedeutung einer großen Lebenswende: der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand, vom Aktiven zum Passiven, das Symbol fürs Altwerden. Richtige Gedanken hatte ich mir darüber früher allerdings nie gemacht. Und heute ist diese pauschale Zuschreibung längst Makulatur. Niemand in meinem Jahrgang erreicht mit 65 noch die reguläre Altersgrenze – wer da geht, geht vorzeitig.
Körperlich fit, mental auf der Höhe 🏋️♂️🚴♂️
Altwerden? Ja, das ist sicher so. Aber es fühlt sich bei mir völlig anders an, als man es der Zahl 65 früher zugeschrieben hat. Körperlich bin ich definitiv keine 65 – ich bewege mich viel, mache Sport, fühle mich fit und gesund (auch wenn die täglichen Pflicht- und freiwilligen Pillen ihren Teil dazu beitragen).

Auch mental fühle ich mich voll auf der Höhe. Aber genau das ist der Punkt: Ich bin zwar auf der Höhe, sehe aber immer mehr junge Menschen in meiner Umgebung. Ich sehe ihre Ideen, Einstellungen und Lebenspläne, die ich vielleicht nicht mehr in jedem Detail nachvollziehen kann, aber vollkommen respektiere und wertschätze. Die Zukunft gehört diesen jungen Menschen, nicht uns Alten. Unsere Ideen, so modern sie uns erscheinen mögen, sind im Kern von gestern. Ich trage dem ganz bewusst Rechnung, indem ich mich aus führenden Rollen zurückziehe und den Jüngeren das Feld überlasse.
Was an diesem Tag besonders ist 🎁☕
Was ist für mich also das Besondere an diesem Geburtstag?

- Geschenke & Rätsel: Ich habe schöne Geschenke von meiner Familie erhalten, die ich noch gar nicht ausgepackt habe. Was es genau mit der Krone auf sich hat, dazu vielleicht später einmal mehr.
- Kuchen & Post: Meine Frau hat mir einen Kuchen gebacken, von dem ich allerdings ehrlicherweise gestern Abend schon etwas genascht habe (was man auf dem Bild nicht sieht). Dazu kommen viele Geburtstagsgrüße, immer weniger per Post und daher immer mehr digital – freuen tue ich mich über alle.

- Ein Geschenk an mich selbst: Ein eigenes Geschenk habe ich mir auch gemacht, indem ich mein Brompton in eine Frischzellenkur gegeben und kurz vor dem Geburtstag zurückbekommen habe.

Das Besonderdste ist aber meine Familie. Sie macht mir die schönsten Geschenke (wobei ich davon ausgehe, dass das gar nichts mit meinem Geburtstag zu tun hat). Was das alles genau ist, gehört nicht hierher, aber das ist so. Dass ich das alles rund um den 65. erleben darf, ist meine größte Freude.
Ein absoluter Wunschtag 📺🚴♂️
Ansonsten wird es wahrscheinlich ein Tag wie andere auch. Ich bin kein großer Fan des Geburtstag-Feierns, weder aktiv noch passiv.
Ich habe mein Müsli gefrühstückt, fahre gleich Rad und gehe in die Muckibude. Danach stehen Mittagessen und Einkaufen mit meiner Frau auf dem Programm. Die UCI macht mir auch ein Geschenk und startet heute die Vuelta a España, also schaue ich heute Nachmittag Eurosport – mit reichlich Kaffee und meinem leckeren Kuchen. Heute Abend telefoniere ich mit meiner Nichte, von der die schöne Karte stammt, und irgendwann dazwischen packe ich die Geschenke aus und freue mich daran.
Euer Axel! 🖐️⚙️


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