Bevor ich demnächst zur gestern angekündigten „Wiedererweckung“ meines Blauen Skorpions komme, muss ich euch noch von einer Fahrt vom vergangenen Freitag berichten. Der Tag war vollgepackt mit Aktivitäten, sodass ich erst gegen Abend im Sattel saß.
In der Wetter-App zeichnete sich bereits Regen ab und am Horizont verfärbte sich der Himmel dunkel. Eigentlich plante ich eine Runde im Gelände zwischen Heppendorf und Thorr. Aber angesichts der Wetterlage wollte ich mich nicht zu weit entfernen – ein Kurs musste her, von dem aus ich bei den ersten Tropfen rasch wieder im Trockenen wäre.
Im Takt des Westwinds nach Haus Breitmaar 🌾🌳
Bis Heppendorf folgte ich auf meiner Lieblingsroute ab Ahe noch dem ursprünglichen Plan. Statt dann nach Nordwesten abzubiegen, schlug ich die Südost-Richtung über die schöne Feldwegeverbindung gen Haus Breitmaar ein.
Dort erwartete mich ein faszinierendes Naturschauspiel: Ein starker Westwind blies über die Felder. An den Bäumen und Sträuchern ließ sich wunderbar beobachten, wie sich das Blattwerk dem Wind beugte. Ich musste einfach anhalten und dieses Spektakel mit dem Smartphone festhalten!

- Exkurs – Die Magie der Live-Photos: Bei solchen Sturmszenen stößt das klassische Foto an seine Grenzen. Ich nutze auf meinen Touren gerne die Live-Photo-Funktion des iPhones. Dadurch wird eine kurze Videosequenz um den Auslösemoment herum gespeichert. Wenn man auf dem Display das Foto gedrückt hält, erwacht das Bild zum Leben – die Blätter wehen, die Äste biegen sich im Wind. Schade nur, dass diese dynamischen Effekte als statische Bilder im Blog nicht 1:1 rüberkommen. Aber dass die Blätter im Sturm stehen, lässt sich zumindest erahnen!

Riesenbaustelle in Sindorf: Der Kontrast im Revier 🏗️📦
An Haus Breitmaar vorbei bog ich auf die Hüttenstraße Richtung Sindorf ab und überquerte die Bahngleise. Schon auf der Brücke fiel mir links eine riesige Baustelle ins Auge: Gewaltige Hallen wachsen dort aktuell aus dem Boden.

Ich bog ins Gewerbegebiet ab und sah das Ausmaß: Norma erweitert sein bestehendes Logistikzentrum um einen noch größeren Anbau. Eine Logistikbaustelle dieser Dimension sieht man selten!

- Exkurs – Strukturwandel & Logistik-Boom: Dieser Anblick ist ein Paradebeispiel für den Wandel im Rheinischen Revier. Während sich die Tagebauflächen verändern, wachsen Gewerbegebiete rund um Kerpen und Sindorf rasant. Die zentrale Lage an der A4 und den Bahnstrecken macht die Region zu einem Knotenpunkt für europäische Logistik.
Klar, das ist ein gewaltiger Kontrast zur Naturidylle kurz zuvor. Aber genau das ist unser Revier: Natur, Kultur, Gewerbe und Industrie liegen direkt nebeneinander. Das mag nicht jede:r als schön oder attraktiv empfinden, aber ich finde es zunehmend spannend! Es verändert sich ständig, und mit Rahmenbedingungen wie dem starken Westwind am Freitag wird selbst eine kurze Hausrunde zum kleinen Abenteuer.
Ein paar Tropfen habe ich übrigens tatsächlich abbekommen, aber mein Plan ging auf: Ich war rechtzeitig zurück im Trockenen. Es waren zwar nur 20 Kilometer, aber die waren vollgepackt mit Erlebnissen. Findet ihr nicht auch?
Hier meine Komoot Tour mit weiteren Bildern.
Und hier datensparsame Pixelfed Bilder:
Euer Axel! 🖐️⚙️


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