Kein Auto, kein Problem: Wie ich ein Zelt nach Kerpen brachte

Published on

in

, ,
Ein blaues Bullitt-Lastenrad mit geschlossener Transportbox und angehängtem Fahrradanhänger, beladen mit einer schwarzen Zeltasche, geparkt vor einer bunten Graffiti-Wand auf einem Steinpflasterplatz. A blue Bullitt cargo bike with a closed cargo box and an attached bicycle trailer loaded with a black tent bag, parked in front of a colorful graffiti wall on a paved courtyard.

🚲 Ohne Motor, ohne Auto: Wie ein ADFC-Zelt seinen Weg zum PARK(ing) Day fand

18.09.2026

Heute ist PARK(ing) Day in Kerpen-Horrem. Gestern habe ich euch schon davon berichtet. Klar, dass der ADFC dort mit einem Stand vertreten sein soll – inklusive gebrandetem Zelt. Nur: Das Zelt lag bis gestern Abend noch acht Kilometer weiter, in unserem Nachbarort Bergheim-Oberaußem.

Die Frage: Wie transportiert man ein Zelt ohne Auto?

Eine Übergabe war vereinbart. Jetzt musste nur noch der Transport her. Das Auto? Kam für mich nicht in Frage. Ich fahre lieber anders.

Das Zelt: verpackt gut über zwei Meter lang, mehr als 20 Kilogramm schwer. Klingt nach einem Job für einen Transporter. Ist aber auch ein Job für zwei plus zwei Räder.

Mein Gespann: Bullitt und Anhänger

Mein Lastenrad Bullitt als Zugmaschine, ein Anhänger als eigentliches Transportmedium. Beide standen in der Garage. Zusammengebaut in wenigen Minuten. Los ging’s.

Kleiner Fun Fact am Rande: Mein Bullitt hat exakt null elektrische Unterstützung. Damit gehöre ich zu einer echt kleinen Truppe: 2025 lag der Anteil unmotorisierter Lastenräder am Gesamtmarkt gerade noch bei 16 Prozent. Die meisten Neukäufer:innen setzen mittlerweile auf E-Antrieb. Ich trete lieber selbst.

Bergauf mit Zelt und ohne Motor

Der Weg nach Oberaußem führt durch Quadrath-Ichendorf und dann einen ordentlichen Hügel hinauf zum Harffer Hof. Steigungen von bis zu zehn Prozent. Ohne Anhänger schon eine Herausforderung. Mit Anhänger erst recht.

Und dann die Preisfrage für den Rückweg: Wollte ich mit 20 Kilogramm Last auf einem ungebremsten Anhänger diesen Hügel runterrollen? Spoiler: Nein.

Ein paar Meter weiter ging’s dann Richtung ehemaliger Kohleverladestation des Fortunafeldes – längst abgebaut, aber die nächste Frage blieb: Musste ich da auf dem Rückweg wieder hoch? Auch das: lieber nicht.

Übergabe geschafft

Erstmal ging’s aber um die eigentliche Mission: Übergabe und sichere Verladung des Zeltstandes. Hat super geklappt. Kurz drauf stand mein Gespann – mit „Long Vehicle“-Schild am Ende – auf dem großen Festplatz in Oberaußem, hinter dem Bürgerhaus.

Nahaufnahme des Fahrradanhängers von hinten mit einer großen, festgeschnallten schwarzen Tasche und einem provisorischen Hinweisschild mit der Aufschrift „LONG VEHICLE“. Close-up of the bicycle trailer from behind, showing a large strapped-down black bag and a makeshift sign reading "LONG VEHICLE".

Übrigens rechtlich relevant: Anhänger dürfen laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) bis zu einem Meter über das Fahrrad hinausragen, ohne extra gekennzeichnet zu sein. Bei mehr braucht’s eine Kennzeichnung – mein „Long Vehicle“-Schild war also keine Spielerei, sondern schlicht sinnvoll (und selbstgewählte Sicherheit für alle).

Der Rückweg: neue Strecke, neues Glück

Für den Rückweg hatte ich mir bewusst eine andere Route gesucht: den neuen Radweg entlang der ebenfalls neuen, noch nicht freigegebenen Kreisstraße von Oberaußem nach Kenten.

Die Vorteile:

•  Weder steile Anstiege noch Gefälle

•  Oberfläche wie ein Kinderpopo

•  Kaum Gegenverkehr

Klar, ein Ticken weiter. Aber, wie sagt man so schön: wtf, wen kümmert’s. Hat sich echt gelohnt.

Ein spontanes Fotoshooting

In einer Kurve stand ein Mann mit Roller, rauchend. Ich fragte, ob er ein paar Fotos von mir in Fahrt machen könnte. Er konnte! Und so gibt’s jetzt tatsächlich Bilder von mir in voller Fahrt – Bullitt, Anhänger, Zelt obendrauf, Closca-Helm und Cycology-Pulli inklusive. Sowas hab ich nicht so oft.

Zurück nach Hause

Über Quadrath-Ichendorf ging’s dann komplett zurück nach Hause. Anstrengend war’s. Aber auch inspirierend. Und ja: ein kleiner Stolz bleibt, wenn man so einen nicht ganz einfachen, nicht ganz leichten Transport komplett ohne Auto gestemmt hat.

Warum das mehr ist als nur eine Anekdote

Mein kleiner Ausflug zeigt: Lastenräder können richtig was wegschaffen – auch ohne Motor, auch bei Steigung. Und das ist kein Nischending mehr. 2025 wurden in Deutschland 220.300 Lastenräder verkauft, der Markt bleibt damit stabil auf hohem Niveau. Wer sich fürs gewerbliche E-Lastenrad interessiert: Der Bund fördert noch bis Juni 2027 bis zu 3.500 Euro pro Anschaffung.

Aber mal ehrlich: Man braucht keine Förderung, keinen Motor und keinen Führerschein, um ein Zelt über acht Kilometer und einen ordentlichen Hügel zu transportieren. Man braucht nur ein Lastenrad, einen Anhänger – und ein bisschen Sturheit.

Kommentar verfassen


Hey!

Hey there, fellow Robloxian! Whether you’re here to discover hidden gem games, level up your building skills, or just stay in the loop with the latest events, you’re in the right place. This blog is all about sharing the coolest things in the Roblox universe—from developer tips to epic game reviews. So grab your Bloxy Cola, hit that follow button, and let’s explore the world of Roblox together! 🚀


Join the Club

Stay updated with our latest tips and other news by joining our newsletter.

Entdecke mehr von Warum ich Rad fahre

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen