Neues vom Erft-Radweg: Eigener Webauftritt & die RealitÀt auf der Piste
Wer meinen Blog schon lĂ€nger verfolgt, weiĂ um meine besondere Beziehung zum Erft-Radweg. Seit der verheerenden Flutkatastrophe im Juli 2021 habe ich hier immer wieder ĂŒber den Zustand der Strecke berichtet â von den jahrelangen Sperrungen und fehlenden Umleitungen im Bereich Erftstadt-Blessem bis hin zu den teils ĂŒblen Schlaglöchern und WurzelaufbrĂŒchen auf dem Abschnitt durch die Kolpingstadt Kerpen.
Umso hellhöriger wird man natĂŒrlich, wenn in der Zeitung zu lesen ist: Der Erft-Radweg hat jetzt einen eigenen Internetauftritt, wie heute Morgen in einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers zu lesen war!
Neuer Glanz im Netz: â erft-radweg.deâ
Unter www.erft-radweg.de gibt es ab sofort eine zentrale digitale Anlaufstelle fĂŒr die gesamten 110 Kilometer von der Quelle in HolzmĂŒlheim (Nettersheim) bis zur MĂŒndung in den Rhein bei Neuss. Entstanden ist die Plattform in einer interkommunalen Zusammenarbeit zwischen der Nordeifel Tourismus GmbH, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rhein-Kreis Neuss.
Was die Website verspricht, klingt nach modernem Service fĂŒr Tourenradler:
- Komplette Etappenplanung: Ausflugsziele, Gastronomie, UnterkĂŒnfte und Kulturangebote entlang des Flusses.
- ĂPNV- & Anreise-Tipps: Wichtige Hinweise fĂŒr die Anreise mit der Bahn â inklusive dem ehrlichen DĂ€mpfer, dass Schienenersatzverkehr-Busse in der Eifel FahrrĂ€der gar nicht oder nur sehr eingeschrĂ€nkt mitnehmen.
- Hinweise zu Umleitungen: Offiziell gilt der Weg wieder als durchgehend befahrbar, wobei an einzelnen Stellen noch lokale Umleitungen ausgeschildert sind.
Zwischen Marketing & der RealitÀt im Sattel
Ein gemeinsames Portal fĂŒr die gesamte Region ist ohne Frage ein richtiger und lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lliger Schritt, um den Erft-Radweg touristisch wieder nach vorne zu bringen.
Als Vielfahrer in der Region bleibt mein Blick darauf aber pragmatisch: Ein schicker Webauftritt ersetzt keinen glatten Asphalt. Wie ich bei meinen letzten Fahrten zwischen Kerpen, Blessem und Euskirchen oder auch in die andere Richtung nach und hinter Bedburg feststellen musste, gibt es abseits der Hochglanz-Fotos im Netz nach wie vor Abschnitte, die eher an ein TestgelĂ€nde fĂŒr Federungssysteme erinnern als an einen entspannten Radfernweg.
Dennoch: Dass die beteiligten Kreise und Tourismusorganisationen den Erft-Radweg gemeinsam anpacken und Auftrieb geben wollen, ist ein gutes Signal. Bleibt zu hoffen, dass den digitalen Angeboten auch weiterhin handfeste Ausbau- und SanierungsmaĂnahmen auf der Strecke folgen!
Wer von euch war in letzter Zeit auf dem Erft-Radweg unterwegs? Habt ihr die neuen Umleitungen ausprobiert oder schaut ihr schon auf die neue Website?
Euer Axel!


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