Critical Mass Düren wurde zum Silent Ride

In Gedenken an den 17jährigen jungen Mann, Sascha, der vor ein paar Tagen von einem LKW auf einem Schutzstreifen erfasst und getötet wurde, fuhr die Critical Mass Düren am 12. April als eine Art Silent Ride.

An insgesamt vier Stellen führten uns Jens und Markus, an denen in den letzten Jahren in Düren Radfahrer*innen getötet oder schwer verletzt wurden.

Große Erschütterung machte sich unter den knapp 30 Teilnehmer*innen breit.

Jens und Markus erläuterten uns an allen Stellen, wie es zu den Unfällen gekommen war.

Überfahrene Schutzstreifen, LKWs, die am Zollamt mitten in der Stadt den Radverkehr kreuzen müssen……

kein Ruhmesblatt für die Verkehrs- und Stadtplanung in Düren.

Insgesamt eine CM, bei der die Teilnehmer*innen ihre Erschütterung immer wieder ein Stück weit hinter Interesse zu verbergen suchten.

Ohne Musik, ohne laute Töne.

Alles zur Critical Mass Düren und zur Radverkehrssituation in Düren hier :

Der Blog meines Freundes Jens Veith

Die Critical Mass Düren im www

Die Critical Mass Düren auf Facebook

Gruppe Dürener Radfahrer auf Facebook

Radfahren in Düren auf Facebook

5 Gedanken zu „Critical Mass Düren wurde zum Silent Ride“

  1. Heribert Adamsky schreibt dazu auf Facebook:

    Ich komme nach jahrzehntelanger Übung mit dem Fahrrad auf der Fahrbahn ganz gut zurecht. Aber ich bin inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass ich meine eigene Erfahrung nicht zum Maßstab für andere machen sollte. Der ADFC hat vor ein paar Jahren in seinem Grundsatzprogramm erklärt, dass er für alle da ist. Und das heißt eben nicht nur für die leidensgeprüften und kampferprobten Enthusiasten der Gründerzeit, sondern auch für die noch unerfahrenen und ängstlichen Neulinge. Für die UmsteigerInnen vom Auto und vor allem für den Nachwuchs, für die Kinder.
    Seit Aufbruch Fahrrad komme ich mehr als bisher mit engagierten Radfahrern außerhalb des ADFC ins Gespräch. Die wenden sich sehr deutlich gegen den „Pragmatismus“ der Verwaltungen, die einen Schutz- oder Radfahrstreifen an einer Engstelle einfach mal unterbrechen. Diese Menschen sind oft jünger als ich und habe noch schulpflichtige Kinder. Deren entscheidendes Argument ist:
    „Hier würde ich meine Kinder nicht alleine fahren lassen.“
    Und das mache ich mir inzwischen immer mehr selbst zu eigen. Wir sollten jede Radverkehrsmaßnahme mit der Frage prüfen:
    „Können wir da guten Gewissens Kinder fahren lassen?“

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  2. Matthias Klarhorst schreibt dazu auf Facebook:

    Bei der Mentalität vieler Deutscher Autofahrer halte ich es für undenkbar, dass Autos und Radfahrer sich die Straße teilen. Die Straße „gehört“ den Autofahrern. Punkt! (Schließlich haben die ja ALLES mit Ihrer KFZ Steuer bezahlt! 😉 ) Ich denke, man muss den Autos Platz (Fahrstreifen / Parkplätze) wegnehmen und diesen dann den anderen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stellen. Dann lassen sich beide Verkehrsarten leichter separieren. In dieser Hinsicht ist noch sehr viel zu tun.

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  3. Angelika Steger schreibt dazu auf Facebook:

    Wenn du dir ansiehst, wer beim Unfall stirbt oder verletzt wird, machen protected bike lanes Sinn. Gerade diese Personengruppen würden sich dann sicherer fühlen, weniger verletzt werden und häufiger radfahren: Kinder, Jugendliche, ältere Leute, auch Frauen.

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  4. Mein Einführungstext auf FB:

    Fährt bei euch manchmal auch die Angst mit?

    Bei mir eigentlich nicht. Ich glaube, dass ich mich sicher auch auf der Fahrbahn bewege. Aber eine wirkliche Chance gegen einen LKW, der von seiner Spur abkommt oder mich beim Abbiegen übersieht, habe ich ja wohl nicht.

    Im Fahrrad Klimatest sagen mehr als 80% der Teilnehmenden, dass sie als Radfahrende lieber vom Autoverkehr getrennt wären…..

    Deswegen doch lieber die totale Separation? Der ADFC legt sich nach und nach darauf fest. Geschützte Radfahrstreifen sind das Mittel der Wahl.

    Aber geht Trennung denn überhaupt?

    Sind Rücksicht-Kampagnen sinnvoller? Oder gar totaler Schutz mit Helm und Warnweste? Oder alles zusammen?

    Was meint Ihr?

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